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Nicht alternativlos. Wie ein Reichskanzler Hitler hätte verhindert werden können

Bibliographic Data

ID21330623
AuthorsWolfram Pyta (Universität Stuttgart , Historisches Institut, Abt. Neuere Geschichte , Stuttgart , 70174 , Germany ., corresponding author), Rainer Orth (Frankfurt am Main , Germany ., corresponding author)
Year2021
Volume312
Issue2
Pages400-444
Publication date2021-04-01
Peer ReviewedYes
Open AccessYes
TypeARTICLE
VenueHistorische Zeitschrift (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0018-2613 • E-ISSN: 2196-680X
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/hzhz-2021-0010
OpenAlexW3153632335
LanguageDE

Der vorliegende Beitrag möchte einem Zentralereignis der deutschen Geschichte, dem 30. Januar 1933, neue Facetten abgewinnen. Dazu wählt er erstens einen methodischen Zugang, der nach der Entscheidungskultur fragt, aus der die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler erwuchs. Dabei steht insbesondere die Ressource Zeit als Entscheidungsfaktor im Blickpunkt. Zweitens entwickelt der Beitrag Kriterien, um kontrafaktische Annahmen über einen alternativen Geschichtsverlauf auf ihre Plausibilität hin zu prüfen. Dies unterstreicht zugleich den Entscheidungscharakter des 30. Januar 1933: Reichspräsident Hindenburg hätte auch gegen eine Reichskanzlerschaft Hitlers votieren können, weil er über eine bewusste und von ihm selbst als aussichtsreich erwogene Handlungsalternative verfügte. Diese Handlungsalternative bestand in einer politischen Aufwertung Gregor Straßers wie sie nicht zuletzt von Reichskanzler Schleicher vorbereitet und dem Reichspräsidenten als alternative Lösung unterbreitet worden war. Auf einem erweiterten Quellenfundament, das sowohl neue Quellen auswertet als auch bekannte Quellen in einem neuen Licht erscheinen lässt, verknüpft der Beitrag erstmals systematisch die Aktionen der beiden Zentralfiguren Straßer und Schleicher. Die Straßer-Schleicher-Option setzte darauf, durch Zeitgewinn die allgemeine Lage zu beruhigen und Straßer als gouvernementale Alternative zu Hitler so zu profilieren, dass bei fälligen Neuwahlen eine Straßer-Partei den politischen Führungsanspruch Hitlers irreparabel beschädigen würde. Hindenburg verwarf letztlich diese Option, weil er eine rasche und grundstürzende politische Veränderung anstrebte, die nur mit Hitler zu realisieren war: keine Zwischenlösung, sondern eine „Endlösung“

Art · Gynecology · Humanities · Political science · European history and politics · German legal, social, and political studies · German Social Sciences and History · Medicine · Philosophy

Citation velocityhistorical
Highly citedNo

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Ethnos_APP • Open Source Project • MIT License • Frontend v2.0.0 • Privacy and Cookies • API Documentation: api.ethnos.app/docs • API Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17049435 • Frontend Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17050053 • cruz.rio.br • Expectantes Misericordiae