Therapieauflagen und Nachsorge bei haftentlassenen Sexualstraftätern
Prädiktoren und Zusammenhänge mit der Rückfälligkeit
Bibliographic Data
| ID | 21361368 |
|---|---|
| Authors | Lena C Carl (0000-0002-8732-6083, Institut für Psychologie , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg , Nägelsbachstraße 49c , Erlangen Germany, corresponding author), Friedrich Lösel (0000-0001-5461-3003, Institut für Psychologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Institute of Criminology , University of Cambridge , UK United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland Cambridge) |
| Year | 2021 |
| Volume | 104 |
| Issue | 4 |
| Pages | 394-405 |
| Publication date | 2021-11-17 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0026-9301 • E-ISSN: 2366-1968 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/mks-2021-0142 |
| OpenAlex | W3214519455 |
| Language | DE |
| Citations received | 2 |
| References cited | 34 |
Die ambulante Behandlung entlassener Sexualstraftäter hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere seit der Reform der Führungsaufsicht 2006 wurde das Nachsorgeangebot für Haftentlassene sukzessive ausgebaut. Ein Großteil der nachbehandelten Sexualstraftäter wird über Bewährungsauflagen oder Weisungen der Führungsaufsicht an eine Nachsorgeeinrichtung angebunden, bislang gibt es aber kaum Informationen darüber, wie häufig Therapieauflagen erteilt werden, an welche Faktoren sie geknüpft sind und wie wirksam sie sind. Die vorliegende Studie untersucht daher an einer Stichprobe entlassener Sexualstraftäter ( n = 1.537), welche individuellen, haftbezogenen und entlassungsbezogenen Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer Therapieweisung beeinflussen. Zudem wird analysiert, ob eine Therapieweisung unter Kontrolle anderer relevanter Faktoren eine rückfallpräventive Wirkung aufweist. Als Datenbasis diente ein umfassender Erhebungsbogen, der bei Haftentlassung von den Fachdiensten ausgefüllt wurde. Unsere Ergebnisse zeigen, dass 77 % aller Sexualstraftäter eine Therapieauflage erhielten, dabei war der Anteil seit 2004 signifikant angestiegen. Jüngere Straftäter, Täter mit ausschließlich kindlichen Opfern, mit niedrigerem Static-99-Wert und einer Behandlung in Haft erhielten häufiger eine Therapieauflage. Für in der Haft unbehandelte Sexualstraftäter war eine Therapieauflage mit signifikant weniger Rückfall assoziiert, bei Straftätern mit Einzel- und Gruppentherapie galt dies nur für Rückfälle mit einem Gewaltdelikt. Für Entlassene aus der Sozialtherapie war eine Therapieauflage kein signifikanter Prädiktor. Implikationen für die Nachsorge von Sexualstraftätern und weitere Forschungsansätze werden diskutiert
Gynecology · Political science · Criminal Law and Policy · Medicine · Psychopathy, Forensic Psychiatry, Sexual Offending · Sexual Assault and Victimization Studies
The Psychology of Criminal Conduct
Dropout rates of in‐person psychosocial substance use disorder treatments
The Risk-Need-Responsivity (RNR) Model
A meta-analysis of predictors of offender treatment attrition and its relationship to recidivism.
Transtheoretical therapy
Premature discontinuation in adult psychotherapy
“Mixed” Sexual Offending Against Both Children and Adults
Die Erfassung der Deliktschwere in Evaluationsstudien zur Straftäterbehandlung
Wer bleibt unbehandelt
Good Intentions Meet Hard Realities
Stigma, housing and identity after prison
| Unique citing works | 2 |
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| Citations per year | 0,5 |
| Citation span | 2022 - 2024 (3) |
| Citation velocity | recent |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 2 |