Geografisches Täterverhalten bei Sexualdelikten – Eine konzeptuelle Replikation
Bibliographic Data
| ID | 21361394 |
|---|---|
| Authors | Daniela Pollich (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW Fachbereich Polizei Wuhanstraße 10 Duisburg Germany, corresponding author) |
| Year | 2026 |
| Volume | 109 |
| Issue | 2 |
| Pages | 150-169 |
| Publication date | 2026-03-05 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0026-9301 • E-ISSN: 2366-1968 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/mks-2025-0021 |
| OpenAlex | W7130513602 |
| Language | DE |
| References cited | 65 |
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem geografischen Täterverhalten bei Sexualdelikten und repliziert eine Studie von Dern, Frönd, Straub, Vick und Witt (2004). Ziel dieser konzeptuellen Replikation ist es, die damals getroffenen Annahmen und gewonnenen Erkenntnisse auf Aktualität zu überprüfen und theoretische sowie empirische Anknüpfungspunkte für künftige Forschung abzuleiten. Zur Generierung forschungsleitender Hypothesen wurden die Crime Pattern Theory, die Routine-Activity-Theorie und die Rational-Choice-Theorien herangezogen. Die Untersuchung basiert auf Daten einer Studie des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen zu sexueller Gewalt gegen Frauen. Im Mittelpunkt der Analysen stehen die durch die Täter zurückgelegten Distanzen zwischen deren Wohnanschriften und den Orten der Kontaktaufnahme mit den Opfern. Hypothesenbasiert werden diese Distanzen und deren Determinanten bi- und multivariat untersucht und den Ergebnissen der Ausgangsstudie gegenübergestellt. Grundsätzlich zeigen die Ergebnisse beider Studien eine recht hohe Übereinstimmung. So konnte eine regionale Orientierung bei der Tatbegehung erneut bestätigt werden. Als bedeutsame Einflussgrößen auf die zurückgelegten Distanzen wurden in der vorliegenden Studie insbesondere ein ländlicher Täterwohnort und eine flüchtige Bekanntschaft der Tatbeteiligten vor der Tat identifiziert. Mit Blick auf künftige Forschungsaktivitäten wird insbesondere eine integrative Betrachtung verschiedener räumlicher und individueller Merkmale auf Basis der Rational-Choice-Theorien als vielversprechend angesehen
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