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Radikalisierung in Sozialtherapeutischen Einrichtungen

Eine Vollerhebung zur Situation in Deutschland

Bibliographic Data

ID21361428
AuthorsWhitney Hatton (0000-0001-5446-1169, Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) Wiesbaden Deutschland, corresponding author), Maeve Moosburner (0000-0001-8798-3588, Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) Wiesbaden Deutschland, corresponding author), Sonja Etzler (0000-0002-3993-3591, Goethe Universität Psychologisches Institut Frankfurt am Main Deutschland), Martin Rettenberger (0000-0002-0979-4295, Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) Wiesbaden Deutschland)
Year2023
Volume106
Issue4
Pages314-320
Publication date2023-12-31
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueMonatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0026-9301 • E-ISSN: 2366-1968
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/mks-2023-0010
OpenAlexW4384070103
LanguageEN
References cited7

Obwohl das Thema Radikalisierung im deutschen Justizvollzug in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen hat, gibt es immer noch vergleichsweise wenig empirisches Wissen über die Anzahl an und Versorgung von Extremist*innen in Einrichtungen des Justizvollzugs. Die vorliegende Studie erfasste den aktuellen Stand hinsichtlich Radikalisierungstendenzen in allen N = 71 sozialtherapeutischen Einrichtungen (SothEn) in Deutschland. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die SothEn durch ihr integratives Behandlungskonzept Radikalisierungstendenzen frühzeitig erkennen und bearbeiten. Das Thema Radikalisierung war für etwa die Hälfte der SothEn relevant, wobei diese meist keinen Schwerpunkt auf bestimmte Arten der Radikalisierung legten. Insgesamt fanden sich nur relativ wenige Personen, die den Kategorien der Gefährder, Sympathisanten und Gefährdeten in den SothEn zugeordnet wurden. In mehr als zwei Drittel aller SothEn wurde ein differenzierteres Diagnose- bzw. Prognoseverfahren hinsichtlich der Radikalisierungstendenzen durchgeführt, dies größtenteils über externe Organisationen. Für Gefangene waren mehrheitlich Deradikalisierungsmaßnahmen vorhanden, wobei auch hier auf externe Angebote zurückgegriffen wurde. Eine Evaluation der Deradikalisierungsmaßnahmen fand allerdings nur selten statt. Die Ergebnisse wurden vor dem Hintergrund bestehender »Best-Practice-Ansätze« diskutiert und deuten auf eine besondere Eignung Sozialtherapeutischer Einrichtungen für die Arbeit mit Gefährdern, Sympathisanten und Gefährdeten hin

Art · Gynecology · Humanities · Political science · Criminal Law and Policy · Medicine · Psychopathy, Forensic Psychiatry, Sexual Offending · Suicide and Self-Harm Studies

  • Wer bleibt unbehandelt

    Open Access•Josephine Rommel, Dahlnym Yoon et al.•Monatsschrift für Kriminologie…•2020

  • Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

    Susanne Rippl, Christian Seipel•Rechtspopulismus und Rechtsextremis…•2022

Highly citedNo

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