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Empirische Erkenntnisse zur Reform des Sexualstrafrechts in Bezug auf die §§ 177 und 184 i StGB und daraus resultierende Schlussfolgerungen für die Vernehmungsgestaltung

Bibliographic Data

ID21361458
AuthorsJürgen Biedermann (0000-0003-0790-3125, Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg , Bernauer Str. 146 , Oranienburg Germany, corresponding author), Renate Volbert (0000-0003-0070-5396, 1 Charité Universitätsmedizin Berlin , Institut für Forensische Psychiatrie , 2 Psychologische Hochschule Berlin , Am Köllnischen Park 2 , Berlin Germany)
Year2020
Volume103
Issue4
Pages250-268
Publication date2020-11-24
Peer ReviewedYes
Open AccessYes
TypeARTICLE
VenueMonatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0026-9301 • E-ISSN: 2366-1968
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/mks-2020-2058
OpenAlexW3107770228
LanguageDE
Citations received1
References cited16

Im November 2016 erfolgte eine bedeutsame Reform des deutschen Sexualstrafrechts, welche in der wissenschaftlichen Literatur und öffentlichen Debatte sowohl mit Hoffnungen als auch Befürchtungen einherging. Die vorliegende Untersuchung widmet sich aktuellen empirischen Erkenntnissen zu den Straftatbeständen des veränderten § 177 StGB (Sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung) und des neugeschaffenen § 184 i StGB (Sexuelle Belästigung). So wird für beide Deliktkategorien anhand der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik und der Strafverfolgungsstatistik die Entwicklung des polizeilich registrierten Fallaufkommens aufgezeigt und mit der Anzahl der gerichtlichen Entscheidungen verglichen. Eine Analyse der Tatmerkmale aller im Jahr 2018 in Brandenburg registrierten Fälle nach den §§ 177 StGB (n = 390) und 184 i StGB (n = 387) auf Basis der POLAS-Datenbank verwies hinsichtlich der Aufklärung und Beweisbarkeit der fraglichen Taten auf die zentrale Bedeutung der Opferaussage als Personalbeweis. Im Weiteren werden Schlussfolgerungen für eine geeignete Vernehmungstechnik und -protokollierung dargestellt, um das infolge der Reform nunmehr zentrale Tatbestandsmerkmal – den erkennbar den sexuellen Handlungen entgegenstehenden Willen – adäquat aufklären zu können. Eine derartige Vernehmungsgestaltung verbessert zudem die Möglichkeiten, mittels wissenschaftlich etablierter Methoden der Glaubhaftigkeitsbeurteilung sowohl tatsächlich stattgefundene Taten als auch mögliche Falschbeschuldigungen als solche zu identifizieren

Gynecology · Humanities · Political science · Criminal Law and Policy · Deception detection and forensic psychology · Medicine · Philosophy · Psychopathy, Forensic Psychiatry, Sexual Offending

  • Der sexuelle Missbrauch von Kindern und kinderpornografische Delikte – Längerfristige Entwicklungsverläufe und ein empirischer Vergleich verschiedener Fallgruppen

    Jürgen Biedermann, Thomas-Gabriel Rüdiger•Monatsschrift für Kriminologie…•2021

  • Nein heißt Nein« - und viele Fragen offen Zur Neugestaltung der Strafbarkeit sexueller Übergriffe

    Elisa Hoven, Thomas Weigend•JuristenZeitung•2017

Unique citing works1
Citations per year0,2
Citation span2021 - 2021 (1)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 1

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