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Widerwillige Retter

Die Judenpolitik des italienischen Außenministeriums unter Galeazzo Ciano 1936 bis 1943

Bibliographic Data

ID21407422
AuthorsTobias Hof (Neuere und Neueste Geschichte, Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München , Germany, corresponding author)
Year2020
Volume68
Issue2
Pages181-216
Publication date2020-04-28
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueVierteljahrshefte für Zeitgeschichte (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0042-5702 • E-ISSN: 2196-7121
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/vfzg-2020-0015
OpenAlexW3014612083
LanguageEN
References cited4

Vorspann Im Zuge des 80. Jahrestags der italienischen Rassegesetze von 1938 kam es zu einem verstärkten Interesse am italienischen Antisemitismus und an der Rolle Italiens in der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden. Trotz dieser Dynamik fehlen aber bis heute empirisch fundierte Studien über einzelnen Institutionen und die führenden Funktionäre, die für die Judenpolitik verantwortlich waren. Dies ist indes unerlässlich, um zu erklären, wann und weshalb spezifische antisemitische Strömungen und Diskurse für das Regime handlungsleitend wurden. Der nachfolgende Aufsatz nimmt erstmals das italienische Außenministerium unter Leitung von Galeazzo Ciano als Akteur der Judenpolitik in den Blick. Es geht dabei nicht nur um die Haltung führender Diplomaten zur „Judenfrage“, die von rassistischen Weltbildern, strategischen Überlegungen, einer schwer greifbaren Geisteshaltung des Humanismus, einer zynisch-pragmatischen Kosten-Nutzen-Rechnung, wirtschaftlichen Überlegungen und inneritalienischen Machtkämpfen beeinflusst war. Der Aufsatz zeigt auf, wie verschiedene Zweckbündnisse es dem Ministerium erlaubten, die Judenpolitik des Regimes maßgeblich mitzubestimmen. Diese stete Dynamik der Zweckbündnisse war einer der Gründe, weshalb das faschistische Italien letztlich eine weniger radikale Politik als das Dritte Reich verfolgten, auch wenn die Rhetorik der Faschisten derjenigen der Nationalsozialisten in Nichts nachstand

Art · Humanities · Political science · Communism, Protests, Social Movements · European history and politics · Italian Fascism and Post-war Society

  • "Pouring Jewish Water into Fascist Wine"

    Robert Aleksander Maryks•Pouring Jewish Water into Fascist…•2012

  • Nazi Resettlement Policy and the Search for a Solution to the Jewish Question, 1939-1941

    C R Browning•German Studies Review•1986

  • The question of Fascist Italy's war crimes

    Filippo Focardi, Lutz Klinkhammer•Journal of Modern Italian Studies•2004

  • Mussolini's Follies

    Open Access•Alexander De Grand•Contemporary European History•2004

Highly citedNo

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