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Die Verwaltungspraxis in der Grundsicherung für Arbeitsuchende – eine rechtstatsächliche Analyse am Beispiel der kommunalen Jobcenter

Bibliographic Data

ID21470132
AuthorsMinou Banafsche (0000-0002-8499-0173, Universität Kassel Fachbereich 1 Humanwissenschaften, Institut für Sozialwesen, Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Sozialrecht Arnold-Bode-Straße 10, 34109 Tel.: +49 (0) 162 9755034 Kassel Deutschland, corresponding author), Tanja Klenk (0000-0003-2569-3221, Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg Professur für Verwaltungswissenschaft Holstenhofweg 85, 22043 Tel: +49 (0) 40 6541-2801, Fax: +49 (0) 40 6541-3522 Hamburg Deutschland, corresponding author)
Year2021
Volume40
Issue1-2
Pages151-178
Publication date2021-04-27
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueZeitschrift für Rechtssoziologie (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0174-0202 • E-ISSN: 2366-0392
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/zfrs-2020-0006
OpenAlexW3153221804
LanguageDE
Citations received1
References cited11

Der Widerspruch gegen eine Behördenentscheidung ermöglicht es dem/der Bürger*in im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung, eine Überprüfung durch die Behörde herbeizuführen. Damit sollen ihm/ihr niedrigschwelliger Rechtsschutz gewährt, der Behörde die Möglichkeit zur Korrektur gegeben und die Gerichte entlastet werden. Wie gehen die Behörden nun aber mit dem Instrument des Widerspruchs tatsächlich um? Und was sagt das aus über dessen Bedeutung in der Verwaltungspraxis? Diese Fragen sind gesellschaftspolitisch relevant und auch wissenschaftlich von großem Interesse. Das gilt vor allem für die Bereiche, in denen die Klagequote gegen Widerspruchsbescheide auffallend hoch ist. Hier sticht die Grundsicherung für Arbeitsuchende hervor, die deshalb den rechtlichen Rahmen der Untersuchung bildet. Die wissenschaftliche Herausforderung erwächst daraus, dass die für die Grundsicherung unter anderem zuständigen kommunalen Jobcenter, die sog. „Optionskommunen“, insoweit eine „Blackbox“ darstellen, als sie kaum Einblicke in ihre internen Strukturen und Arbeitsabläufe zulassen. Vor diesem Hintergrund wurden eine Fokusgruppendiskussion und eine Befragung der hessischen Optionskommunen zu den Themen Organisation und Personal sowie Evaluation und Qualitätssicherung, einschließlich der behördeninternen und -übergreifenden Kommunikation, durchgeführt. Der Beitrag stellt die Ergebnisse vor und diskutiert, inwieweit die vorgefundenen Handlungs- und Entscheidungspraxen geeignet sind, den Funktionen des Widerspruchsverfahrens adäquat Rechnung zu tragen. Im Fokus steht dabei der Aspekt der Verfahrensgerechtigkeit

Art · Humanities · Political science · Criminal Law and Policy · German Security and Defense Policies · Public Administration and Political Analysis

  • Klima der Angst oder Respekt auf Augenhöhe? Erfahrungen von Hartz IV-Beziehenden mit Jobcentern im Zuge der Corona-Pandemie

    Fabian Beckmann, Rolf G Heinze et al.•Sozialer Fortschritt•2021

  • Legitimation durch Verfahren – was bleibt

    Stefan Machura•Soziale Systeme•2020

  • What Should Be Done with Equity Theory

    Gerald S Leventhal•Social Exchange•1980

  • Social Exchange

    Open Access•Kenneth Gergen, Kenneth J Gergen et al.•Social Exchange•1980

Citations per year0.2
Citation span2021 - 2021 (1)
Highly citedNo

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