Generation in der deutschen Literaturgeschichtsschreibung bei Friedrich Schlegel und Julius Petersen
Bibliographic Data
| ID | 21606757 |
|---|---|
| Authors | Ralph A Winter (0000-0001-5133-8245, Centre de Recherches Interdisciplinaires et Transculturelles, corresponding author), Ralph Winter |
| Year | 2022 |
| Volume | 71 |
| Pages | 33-48 |
| Publication date | 2022-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Germanica (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0984-2632 • E-ISSN: 2107-0784 |
| Publisher | OpenEdition (PUBLISHER) |
| DOI | 10.4000/germanica.18548 |
| OpenAlex | W4313580262 |
| Language | DE |
Als Vertreter einer nationalen Literaturgeschichtsschreibung wählten Friedrich Schlegel (1772-1829) und Julius Petersen (1878-1941) jeweils einen generationsbezogenen Ansatz zur An- und Einordnung literarischer Bewegungen ab 1750, als Zeitwahrnehmungen und Begriffsverwendungen sich grundlegend wandelten. So auch der Begriff Generation, der eine metaphorische Erweiterung erfährt und neben der Semantik des Natürlichen und Genealogischen nun auch zur Bezeichnung und Erklärung von Wandlungsprozessen verwendet wird. Indem Generation so auch die Vorstellungen des historischen Bruchs, der sozialen oder künstlerischen Erneuerung sowie der Erwartung des Zukünftigen ausdrückt, wird er für Literaturhistoriker zu einem idealen Begriff, um Phänomene wie die kurze Aufeinanderfolge und Gleichzeitigkeit mehrerer literarischer Bewegungen zu beschreiben und diese Betrachtungen mit der Idee der Bildung, Stärkung oder Erneuerung der Nation zu verknüpfen. Dabei wird das Generationskonzept wiederum bildhaft durch Natur- und Kampfmetaphorik veranschaulicht. Während die Natur-Bilder vor allem auf die ältere Semantik von Generation verweisen und so unter anderem den impliziten nationalen Diskurs legitimieren, evozieren die Bilder des Kampfes Machtverhältnisse sowohl im Feld der literarischen Produktion als auch im intellektuellen Feld der beiden Literaturhistoriker selbst
Humanities · Classical Studies and Philology · German Literature and Culture Studies · Philosophy · Philosophy and Historical Thought
| Highly cited | No |
|---|