In Zeiten der Infodemie
Staatliche Desinformation in der Corona-Krise
Bibliographic Data
| ID | 21610100 |
|---|---|
| Authors | Maximilian Blaßnig (studiert Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft an der Universität Wien arbeitet als Studienassistent am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht und ist Redaktionsmitglied des juridikum, corresponding author) |
| Year | 2020 |
| Issue | 4 |
| Pages | 433 |
| Publication date | 2020-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für kritik - recht - gesellschaft (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1019-5394 • E-ISSN: 2309-7477 |
| Publisher | Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.33196/juridikum202004043301 |
| OpenAlex | W3111493565 |
| Language | EN |
In Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wird wiederholt vor der Verbreitung von Desinformation gewarnt. Dabei wird vor allem an von Privatpersonen online gestreute Desinformation gedacht. Doch die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass auch der Staat desinformieren kann. Anhand der irreführenden Kommunikation der österreichischen Bundesregierung zu den in den Monaten März und April 2020 geltenden Ausgangsbeschränkungen wird das Problem staatlicher Desinformation diskutiert und danach gefragt, welche Antworten das Recht auf diese Machttechnik geben kann: Die staatliche Desinformation lässt auf eine unzureichende Determinierung jener Norm schließen, die Gegenstand der Regierungskommunikation war. Die Desinformation selbst ist aber nur schwer zu fassen. Unsere Rechtsordnung kennt keinen klassischen Rechtsschutz dagegen, weswegen letztlich die Antwort auf Desinformation Information lauten muss, und zwar durch kommunikative Gegenmacht im Rahmen einer lebendigen demokratischen Öffentlichkeit
Humanities · Political science · Criminal Law and Policy · Law and Political Science · Philosophy · Public Administration and Political Analysis
| Highly cited | No |
|---|