Happy Points“ ohne Transformation
Migration und Diversität in den Curricula deutscher Sozialarbeitsstudiengänge
Bibliographic Data
| ID | 21714545 |
|---|---|
| Authors | Seda Rass-Turgut (University of Applied Sciences and Arts Hildesheim/Holzminden/Göttingen, corresponding author) |
| Year | 2026 |
| Volume | 35 |
| Issue | 1-2026 |
| Pages | 51 |
| Publication date | 2026-06-02 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | FEMINA POLITICA – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1433-6359 • E-ISSN: 2196-1646 |
| Publisher | Verlag Barbara Budrich GmbH (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3224/feminapolitica.v35i1.05 |
| OpenAlex | W7163130585 |
| Language | EN |
| References cited | 19 |
Die vorliegende Studie untersucht mittels computergestützter Textanalyse die curriculare Verankerung von Migration und Diversität in 87 deutschen Sozialarbeits-Studiengängen. Die Analyse dokumentiert systematische Diskrepanzen zwischen institutioneller Rhetorik und struktureller Implementation. Während Diversitätsbegriffe in allen untersuchten Modulhandbüchern präsent sind, zeigt sich eine extreme institutionelle Varianz: Die Häufigkeit reicht von 3 bis 1318 Nennungen pro Institution. Die semantische Netzwerkanalyse offenbart charakteristische Muster: „Inklusion“ dominiert mit 33,8% aller Nennungen, während machtanalytische Begriffe wie „Rassismus“ (10,2%) und „Intersektionalität“ (4,2%) marginalisiert bleiben. Die Konzentration dieser Begriffe in Wahlmodulen bei gleichzeitiger Absenz in Pflichtmodulen konstruiert Diversität als peripheres Zusatzwissen statt als fundamentale professionelle Kompetenz. Zwei leitfadengestützte Interviews mit Professorinnen kontextualisieren die quantitativen Befunde und dokumentieren die Akteurs- und Institutionenabhängigkeit dieser curricularen Marginalisierung. Die Befunde bestätigen Sara Ahmeds These der Non-Performativität institutioneller Diversitätspolitik empirisch und zeigen, wie Diversität zum „happy point“ wird: einem symbolischen Bekenntnis, das als Endpunkt statt als Ausgangspunkt institutioneller Transformation fungiert
Core curriculum · Extreme right · Reign · German legal, social, and political studies · Social Work Education and Practice · Sociology and Education Studies
Triangulation
Rassismus an der Hochschule
Quanteda
Intersektionale Perspektiven als Chance für die Soziale Arbeit in Forschung, Theorie und Praxis
Rassismus, Klassenverhältnisse und Geschlecht an deutschen Hochschulen. Ein runder Tisch, der aneckt
Epistemische Gewalt
Postkoloniale Theorie
Die ungleiche Universität
On Being Included
Intellektuelle Migrantinnen — Subjektivitäten im Zeitalter von Globalisierung
Situated Knowledges
| Citation velocity | historical |
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| Highly cited | No |