Der ,,Tabak-Indianer“ als transnationaler Werbeträger
Bibliographic Data
| ID | 21758269 |
|---|---|
| Authors | Frank Usbeck (0000-0003-2222-2408, corresponding author) |
| Year | 2020 |
| Volume | 21 |
| Issue | 2 |
| Pages | 315-331 |
| Publication date | 2020-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Weltgeschichte (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1615-2581 • E-ISSN: 2199-8086 |
| Publisher | Peter Lang, International Academic Publishers (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3726/zwg0220205 |
| OpenAlex | W4210685258 |
| Language | DE |
Im Sommer 1936 präsentierte sich Berlin den internationalen Besuchern der Olympischen Spiele als die Hauptstadt des wiedererstarkten und florierenden Deutschen Reichs. Die NS-Führung inszenierte pompöse Propagandaaktionen, die diesen Status demonstrieren sollten. Gleichzeitig ergingen Anweisungen an die Medien, Land und Regime als weltoffen, modern und friedliebend zu präsentieren und damit von der politischen Repression, der Rassenverfolgung und der Aufrüstung durch die Nationalsozialisten abzulenken. 1 Für Wirtschaft und Handel im Reich war dieses weltweit beachtete Großereignis eine hervorragende Gelegenheit, ihre Produkte zur Schau zu stellen. So richtete das in der Textil- und Tabakindustrie verankerte Herrnhuter Unternehmen Abraham Dürninger & Co. sein Berliner Geschäft für den Anlass neu ein. Eine Attraktion dieser Schaudekoration war die hölzerne Skulptur eines ,,Indianers“ mit integriertem mechanischem Feuerzeug für Zigarren. Mit dieser Skulptur stellt sich der deutsche Tabakfabrikant Dürninger in die internationale Tradition exotisierender Bilder im Kolonialwarenhandel
Art · Humanities · Political science · Consumer behavior in food and health · European history and politics
| Highly cited | No |
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