Der verdeckte Wunsch männlicher Adoleszenter nach einer fürsorglichen Mutter-Sohn-Beziehung – eine Kritik der gesellschaftlichen Abwertung von Müttern und Weiblichkeit
Bibliographic Data
| ID | 21820537 |
|---|---|
| Authors | Nadine N Başer, Sylka Scholz (0009-0001-0643-0947, Salzgitter Group (Singapore)) |
| Year | 2024 |
| Volume | 16 |
| Issue | 2-2024 |
| Pages | 122-137 |
| Publication date | 2024-06-07 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | GENDER – Zeitschrift für Geschlecht Kultur und Gesellschaft (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1868-7245 • E-ISSN: 2196-4467 |
| Publisher | Verlag Barbara Budrich GmbH (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3224/gender.v16i2.09 |
| OpenAlex | W4399436778 |
| Language | DE |
| References cited | 17 |
In der Adoleszenz vollziehen sich psychodynamische Prozesse der Ablösung und Neugestaltung von Bindungen, in denen die Auseinandersetzung mit Geschlecht und Geschlechterdifferenz bedeutsam wird. Im Rahmen von Diskursen über männliche Sozialisation wird von als männlich gelesenen Adoleszenten in heteronormativer Manier die Ablösung von der Mutter und die Hinwendung zum Vater als zentral für die Ausbildung einer männlichen Identität postuliert. Diese Argumentationsfigur trägt mit zur gesellschaftlichen Abwertung von Müttern und Weiblichkeit bei. Der Artikel fokussiert kritisch auf Prozesse geschlechtlicher Sozialisation als männlich gelesener Jugendlicher im Kontext von Mutter-Sohn-Beziehungen und hinterfragt die hohe Bedeutungszuschreibung des Vaters. Ausgehend von den Ergebnissen eines qualitativen Forschungsprojekts zu Fürsorgeorientierungen als männlich gelesener Adoleszenter wird dieser Frage vertiefend durch die Analyse des Romans tschick nachgegangen. Die Interpretation des literarischen Textes zeigt, wie eine nicht von Distanz geprägte Mutter-Sohn-Beziehung aussehen kann und wie auf diese Weise ein Raum für eine weniger normative geschlechtliche Individuierung geöffnet wird, die fürsorglich und generativ ist
Humanities · Family Support in Illness · Gender Roles and Identity Studies · Philosophy · Sociology and Education Studies
Die Qualität qualitativer Daten
Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie
Tiefenhermeneutik
Fürsorge sichtbar werden lassen – eine tiefenhermeneutische Analyse der Lebenswelten männlicher Jugendlicher
Tiefenhermeneutische Kulturanalyse
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Dichte Interpretation
Männlichkeiten erben
Jungenforschung empirisch
Die Entstehung des Neuen in der Adoleszenz
Doing Gender
Hegemonic Masculinity
| Citation velocity | historical |
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| Highly cited | No |