Kein Patent auf Leben«
Zum Einfluss umweltpolitischer Akteure auf die Entwicklung der Biopatentierung in Deutschland und Europa
Bibliographic Data
| ID | 22020334 |
|---|---|
| Authors | Gösta Gantner (0000-0003-2953-149X, Max Planck School Matter to Life, corresponding author), Wolfgang-Michael Klein (Heidelberg University) |
| Year | 2020 |
| Volume | 33 |
| Issue | 2 |
| Pages | 401-414 |
| Publication date | 2020-09-11 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Forschungsjournal Soziale Bewegungen (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 2192-4848 • E-ISSN: 2365-9890 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/fjsb-2020-0035 |
| OpenAlex | W3093531134 |
| Language | EN |
| References cited | 7 |
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Bedeutung von Patenten in den Lebenswissenschaften grundlegend verändert. Analog zum rasanten Anstieg von Biopatentanmeldungen und deren ökonomischer Relevanz formierte sich der Protest gegen sog. „Patente auf Leben“. Ethische Argumente gewannen zunehmend Einfluss in den Debatten zwischen Gegner*innen und Befürworter*innen eines umfangreichen Patentschutzes biotechnologischer Innovationen und beförderten den gesellschaftlichen Diskurs um die Legitimität von Biopatenten. Am Beispiel dieser Kontroverse wird die Professionalisierung zivilgesellschaftlicher Initiativen und Akteure als zentrales Erfolgskriterium dargestellt. Hierdurch konnten politische Parteien, Vertreter*innen aus Medien und Behörden und letztlich eine breitere Öffentlichkeit für die Argumente der Kritiker*innen sensibilisiert werden. Damit wurde das Patentrecht auch politisch relevant. An dieser Ethisierung und Politisierung waren Greenpeace und viele weitere Gruppierungen maßgeblich beteiligt
Humanities · Political science · Biomedical Ethics and Regulation · CRISPR and Genetic Engineering · Innovation, Technology, and Society · Philosophy
| Citation velocity | historical |
|---|---|
| Highly cited | No |