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Die bellizistische Republik

Wehrkonsens und "Wehrhaftmachung" in Deutschland 1918-1933

Bibliographic Data

ID23199258
AuthorsRüdiger Bergien (0000-0002-7900-8536, corresponding author)
Year2012
Publication date2012-12-31
Open AccessNo
TypeBOOK
VenueDie Bellizistische Republik (SOURCE_BOOK)
PublisherOldenbourg Wissenschaftsverlag (PUBLISHER)
DOI10.1524/9783486705492
OpenAlexW382416598
ISBN9783486705492
LanguageEN

Die geheime Aufrüstung der Weimarer Republik basierte auf einem lagerübergreifenden Wehrkonsens. Von den Republikanern in den Krisen der ersten Jahre zunächst als Form des Republikschutzes mitgetragen, wurde die Unterstützung der "schwarzen Rüstungen" zu einem Element der Weimarer Staatsraison, die auch für die Republikaner verbindlich blieb – selbst dann, als die geheime personelle Rüstung, etwa in Gestalt der Grenzschutzmilizen im preußischen Osten, zur Hochburg eines rechtsradikalen und staatsfeindlichen Paramilitarismus wurde. Der Autor rekonstruiert erstmals die umfassende Unterstützung der Geheimrüstung durch Politik und Verwaltung und belegt die Existenz eines "deep state", eines durch die zivil-militärische Rüstungskooperation konstituierten "Tiefenstaats", der zwar in der republikanischen Ordnung verankert war, aber außerhalb ihrer Normen und Gesetze agierte. Schließlich verortet sie diesen Wehrkonsens in der ideengeschichtlichen Kontinuität bellizistischer, von einem Primat der "Wehrhaftigkeit" ausgehender Denkstile und Deutungsmuster.

Political science · European history and politics

Citation velocityhistorical
Highly citedNo

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