A qui s’adressent-elles? Narrataires et publics réels des romans de Marie-Jeanne Riccoboni et d’Isabelle de Charrière
Bibliographic Data
| ID | 23439636 |
|---|---|
| Authors | Suzan Van Dijk (corresponding author) |
| Year | 1995 |
| Pages | 101-113 |
| Publication date | 1995-01-01 |
| Open Access | Yes |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Feministische Literaturwissenschaft in der Romanistik (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | J.B. Metzler (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-476-03603-2_9 |
| OpenAlex | W282418961 |
| ISBN | 9783476036032 |
| Language | DE |
Angesichts der widersprüchlichen Interpretationen einiger Romane von Marie-Jeanne Riccoboni durch moderne Kritiker stellt sich die Frage, welche Botschaft diese Autorin ihren Lesern und Leserinnen übermitteln wollte, eine Botschaft, deren Inhalt offenbar je nach Geschlechtszugehörigkeit des Lesers variierte: dies jedenfalls legt die Untersuchung der Beziehung Erzählerin — narrataires nahe. Problematisch ist heute, daß nur die männlichen Leser, die Literaturkritiker, ihre Sicht der Dinge festhielten, obwohl gerade sie durch die an die Leserinnen gerichtete Botschaft des Textes in Frage gestellt wurden. Vergleichbare Angriffe, die nicht in Romanen, sondern in Zeitschriften jener Zeit formuliert wurden, blieben unbeanstandet. Allerdings war der Zugang zur Presse für die Autorinnen des XVIII. Jahrhunderts nur in seltenen Fällen möglich. Die Schriftstellerinnen, die deshalb den Roman zu ihrer Domäne machten, sahen sich nicht selten zu Kompromissen gezwungen. Diese hatten Mißverständnisse zur Folge, die bis in heutige literaturwissenschaftliche Positionen nachwirken.
Art · Humanities · Historical and Literary Studies · Historical Art and Culture Studies · Historical Studies and Socio-cultural Analysis · Philosophy
| Highly cited | No |
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