Romuz-e Ḥamze
Bibliographic Data
| ID | 23467721 |
|---|---|
| Authors | Bozorg Alavi (Concern Worldwide US), Ulrich Marzolph (0000-0001-6356-539X, Concern Worldwide US) |
| Year | 2020 |
| Pages | 1-2 |
| Publication date | 2020-01-01 |
| Open Access | Yes |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Kindlers Literatur Lexikon (KLL) (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | J.B. Metzler (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-476-05728-0_21779-1 |
| OpenAlex | W3101615546 |
| ISBN | 9783476057280 |
| Language | DE |
| References cited | 1 |
Der volkstümliche Ritter- und Abenteuerroman, auch bekannt als Qeṣṣe-ye (oder: Dstn-e) Amir Ḥamze (Die Geschichte von Amir Ḥamza) oder Ḥamze-nme (Das Ḥamza-Buch), hat sich in verschiedenen Stufen seit etwa dem 9. Jh. entwickelt. Grundlage ist offenbar eine in der populären Überlieferung vorgenommene Verknüpfung der Gestalt des Ḥamza Ibn ʿAbdulmuṭṭalib, Onkel des Propheten Mohammed, mit derjenigen des Ḥamza Ibn Āẕarak (gest. 825), eines Aufrührers gegen die Herrschaft der Abbasiden in der im Südosten des Iran gelegenen Provinz Sistan, dessen Kriegszüge nach Aussage der anonymen Triḫ-e Sistn (Geschichte Sistans), Mitte 11. Jh., bereits Anfang des 11. Jh.s in einem Buch verherrlicht wurden. Im 14. Jh. klagte der arabische Theologe und Jurist Ibn Taimiyya (gest. 1328) darüber, dass die unter der türksprachigen Bevölkerung Syriens kursierenden Erzählungen über Ḥamza nicht in Einklang mit der historischen Wirklichkeit stünden. Die älteste bekannte Fassung eines volkstümlichen Romans über Ḥamza stammt von dem türkischen Autor Ḥamzevi (gest. 1412); wohl schon im 15. Jh. entstand auf der Grundlage einer persischen Vorlage eine Fassung in malaiischer Sprache. Das älteste erhaltene persische Manuskript mit einer relativ knapp gehaltenen Erzählung stammt aus der Zeit der Safawiden-Dynastie (1501–1763).
Art · Humanities · Byzantine Studies and History · Eurasian Exchange Networks · Philosophy
| Highly cited | No |
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