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Schriftlich konzipierte Partien im Text der Ilias

Bibliographic Data

ID23482475
AuthorsAlbrecht Dihle (corresponding author)
Year1970
Pages94-119
Publication date1970-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueHomer-Probleme (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-663-02573-3_4
OpenAlexW206111033
ISBN9783663025733
LanguageDE
References cited5

Als nächstes hat man sich wohl zu fragen, wie, wann und warum derartige Partien, die offenbar nicht in der Technik mündlicher Dichtung abgefaßt sind, in den Text der Ilias aufgenommen werden konnten, der auf weite Strecken die Diktion der Oralepik bewahrt hat, also in engerer Verbindung zur vorliterarischen Dichtung steht. Der Versuch, diese Frage zu beantworten, führt unweigerlich auf das Problem der sogenannten Peisistratischen Redaktion der homerischen Gedichte, das seit den Tagen Bentleys und F. A. Wolffs nicht zur Ruhe gekommen ist. Wenn es stimmt, daß im Athen des 6. Jh. v. C. die erste umfassende und ordnende Aufzeichnung der Epen Homers vorgenommen wurde, wäre damit die historische Situation bezeichnet, in der nicht nur große, mündlich konzipierte und darum bis zu diesem Zeitpunkt nur unsicher überlieferte Epenentwürfe erstmals schriftlich fixiert wurden, sondern in den Zusammenhang solcher Entwürfe auch einzelne Stücke späterer Entstehung und schriftlicher Erfindung — jedoch aus demselben Themenkreis - Aufnahme finden konnten. Daß seit dem 6. Jh. v. C. keine wesentlichen Divergenzen hinsichtlich des Textumfanges und der Anordnung des Stoffes in Ilias und Odyssee zu beobachten sind, verwiese demnach auf die fundamentale Bedeutung und Geltung dieses in Athen aufgezeichneten Textes für die gesamte Überlieferungsgeschichte.

Art · Humanities · Byzantine Studies and History · Classical Antiquity Studies · Linguistics and language evolution · Philosophy

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    Rudolf Pfeiffer•History of classical scholarship…•1999

  • Vergleichende Untersuchungen zu Homer und Hesiod

    William W Minton, Fritz Krafft•The Classical World•1964

  • La litterature oraculaire chez Herodote

    Lionel Pearson, Roland Crahay•The American Journal of Philology•1958

  • Fugue with Awareness of Loss of Personal Identity

    Charles Fisher, C Miller Fisher et al.•The Psychoanalytic Quarterly•1949

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