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Literarische Kultur im Niedergang

Die antoninischen Jahre

Bibliographic Data

ID23489252
AuthorsElaine Fantham (corresponding author)
Year1998
Pages210-251
Publication date1998-01-01
Open AccessYes
TypeCHAPTER
VenueLiterarisches Leben im antiken Rom (SOURCE_BOOK)
PublisherJ.B. Metzler (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-476-03734-3_8
OpenAlexW2519930837
ISBN9783476037343
LanguageDE
References cited11

Iuvenal eröffnete seine 7. Satire, die einen Überblick über die Perspektiven gibt, die sich lateinischen Dichtern und Intellektuellen noch boten, mit der Erklärung, daß »nur der Kaiser den Studien sowohl Hoffnung als auch Sinn gebe« (et spes et ratio studiorum in Caesare tantum; 7, 1). Der neue Caesar war zu dieser Zeit der 41jährige Hadrian, der nicht nur auf eine lange militärische Karriere zurückblicken konnte, sondern auch beträchtliche kulturelle Ambitionen hatte: Die Zeichen müssen gut gestanden haben. Als Hadrian aber nach den elf Monaten, die erforderlich waren, um mit dem Parther reich zu einer Einigung zu kommen, Trajans Leichnam und seinen Troß nach Antiochia zurückzuführen und die Angelegenheiten in den östlichen Provinzen zu ordnen, im Jahr 118 in Rom ankam, hatte die literarische Kultur lateinischer Sprache wenig aktive Vertreter. Plinius und Tacitus waren beide tot, von den großen Schriftstellern Roms lebten nur noch Iuvenal und Sueton. Sueton hatte wahrscheinlich die zweite seiner kaiserlichen Anstellungen inne, als Leiter des Forschungsbetriebs (a studiis). Hadrian übertrug ihm zwar die einflußreichere Stellung des Leiters des Briefsekretariats (ab epistulis), entließ Sueton aber zusammen mit seinem Patron Septicius Clarus nach nur drei Jahren. Von da an mußte Sueton in seiner Arbeit ohne den Vorteil kaiserlicher Unterstützung auskommen. Was Iuvenal angeht, dessen Erwähnung des Konsulats des Iuncus (15, 27) zeigt, daß er im Jahr 127 immer noch schrieb, so müssen wir der späteren Legende, daß er nach Ägypten verbannt worden sei, zwar keinen Glauben schenken, aber es gibt auch keinen Grund für die Annahme, daß sich seine Umstände verbessert hätten.

Art · Humanities · Classical Antiquity Studies · Historical and Linguistic Studies · Historical, Literary, and Cultural Studies · Philosophy

  • Pictorial dictionary of ancient Athens

    Iōannēs N Traulos•Pictorial dictionary of ancient…•1980

  • Sophists and Philosophers

    G R Stanton•The American Journal of Philology•1973

  • A Topographical Dictionary of Ancient Rome

    Open Access•Samuel Ball Platner, Thomas Ashby•Topographical Dictionary of…•2015

  • Local Cultures in the Roman Empire

    Open Access•Fergus Millar•The Journal of Roman Studies•1968

  • Further Thoughts on Hadrianic Athens

    Mary T Boatwright•Hesperia The Journal of the…•1983

  • Pausanias’ Guide to Ancient Greece

    Christian Habicht•Pausanias' Guide to Ancient Greece•1985

  • Ancient Literacy

    Open Access•William V Harris•Ancient Literacy•1989

  • Greeks and Their Past in the Second Sophistic

    E L Bowie•Past & Present•1970

Highly citedNo

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