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Demokratie und Emotion

Was ein demokratisches Wir von einem identitären Wir unterscheidet

Bibliographic Data

ID23524678
AuthorsJürgen Manemann
Year2019
Publication date2019-09-04
Open AccessNo
TypeBOOK
VenueDemokratie und Emotion (SOURCE_BOOK)
PublisherTranscript Verlag (PUBLISHER • DE)
DOI10.14361/9783839449790
OpenAlexW2972386889
ISBN9783839449790
Open LibraryOL38314689M
LanguageDE

Demokratie ist ein Versprechen: die Herrschaft des Volkes. Das Volk ist aber keine Einheit. Es setzt sich zusammen aus vielen Individuen. Wie kann sich angesichts dieser Verschiedenheit ein demokratisches Wir einstellen, das der Versuchung eines identitären Wir widersteht? Ein Wir ist immer emotional verfasst. Das identitäre Wir sieht in der Verschiedenheit eine Gefahr. Identitätspolitisch zielt es auf die Einhegung von Pluralität durch Assimilation oder auf ihre Bekämpfung durch Exklusion (Identitäre Bewegung). Seine emotionalen Kräfte sind Stolz und Zorn. Das demokratische Wir ist plural. Es erkennt die Verschiedenheit der Individuen und des Ganzen an. Es ist ein revolutionäres Wir: Es empowert und verändert das Ich und bringt so die Verhältnisse zum Tanzen. Seine emotionale Verfasstheit beruht wesentlich auf einer Sensibilisierung. Das demokratische Wir steht für eine leidempfindliche und differenzsensible Politik, die nicht bei der Wahrnehmung des eigenen Leids stehen bleibt, sondern empfänglich ist für das Leid Ander*er.

Humanities · Political science · Economic and Social Issues · Philosophy · Psychology, Coaching, and Therapy · Sociology and Education Studies

Highly citedNo

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