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Eskapismus-Konzept

Bibliographic Data

ID23563282
AuthorsMyriam Reimer (Bielefeld University, corresponding author)
Year2008
Pages297-300
Publication date2008-01-01
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueHandbuch Medienpädagogik (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-531-91158-8_44
OpenAlexW4238882563
ISBN9783531911588
LanguageDE
References cited5

Im Folgenden geht es um die Fragestellungen: Warum nutzen Menschen Massenmedien wie beispielsweise das Fernsehen? Welche Erwartungen verknüpfen sie damit, in welchen sozialen Situationen geschieht dies und welche Rolle spielt hierbei die psychische Befindlichkeit des Rezipienten? Diese zentralen Fragestellungen lassen sich dem Uses-and-Gratifications-Approach zuordnen, der soziale und psychologische Merkmale eines Individuums für die Auswahl und Nutzung eines entsprechenden Massenmediums für ursächlich hält. So schreiben Katz und Foulkes: „This approach („uses and gratifications“: Anm. d. A.) proceeds from the assumption that the social and psychological attributes of individuals and groups shape their use of the mass media rather than vice versa“ (Katz/Foulkes 1962: 378). Die nähere Betrachtung dieser Fragestellungen verdeutlicht zudem, dass es sich hierbei nicht um eine medienzentrierte Perspektive handelt, denn „vor dem Hintergrund des so genannten Wirkungsansatzes beispielsweise wäre zu fragen, mit welchen Strategien es den Medien bzw. den Kommunikatoren gelingt, die Zuschauer zur Rezeption zu ‚verführen‘; konkreter: welche Mittel die Medien einsetzen, um das Publikum zur Nutzung des Fernsehens zu ‚bewegen‘, wie sie eine spezifische ‚Auswahl‘ durch die Rezipienten ‚lenken‘ und schließlich: wie es ihnen gelingt, die Persistenz des Medienkonsums aufrechtzuerhalten“ (Vorderer 1992: 93). Stattdessen geht es hier um den rezipientenorientierten Ansatz, der den Fokus auf den Rezipienten und dessen Rezeptionsmotive legt, die Aufschluss darüber geben sollen, warum und zu welchem Zweck massenmediale Angebote genutzt werden. Die Fragestellung lautet daher nicht ‚What do the media do to people‘ sondern ‚What do people do with the media‘ (Katz/Foulkes 1962: 379).

Art · Humanities · Political science · Consumer Behavior in Brand Consumption and Identification · Media Studies and Communication · Sociology and Education Studies

  • The Entertainment Functions of Television

    P H Tannenbaum•Entertainment Functions of…•2014

  • Mediennutzung

    Michael Meyen•Mediennutzung•2004

  • General Mass Communication

    Denis Mcquail, Robert P Snow et al.•Communication Booknotes•1983

  • "On the Use of the Mass Media as "Escape

    Elihu Katz, David Foulkes•Public Opinion Quarterly•1962

Highly citedNo

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