Gleichstellungspolitiken
Von der Frauenförderung zum Gender Mainstreaming
Bibliographic Data
| ID | 23570265 |
|---|---|
| Authors | Mechthild Cordes (corresponding author) |
| Year | 2004 |
| Pages | 712-720 |
| Publication date | 2004-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-99461-5_90 |
| OpenAlex | W4246830552 |
| ISBN | 9783322994615 |
| Language | DE |
| References cited | 5 |
Gleichstellungspolitik verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen soll die Diskriminierung von Frauen als Ursache der ungleichen Lebensverhältnisse von Frauen und Männern beseitigt werden; zum anderen sollen die sozialen Folgen dieser Ungleichheit beseitigt und gleiche Lebenschancen wie gleiche Teilhabe von Frauen an den gesellschaftlichen Ressourcen erreicht werden. Diskriminierung von Frauen tritt in drei verschiedenen Formen auf (vgl. Berghahn 2002): — als unmittelbare Diskriminierung: Das bedeutet, dass einzelne (Rechts)Normen direkt und unmittelbar eine Gruppe von Personen (Frauen) benachteiligen (z.B. der früher existierende Lohnabschlag für Frauen); — als mittelbare Diskriminierung: Das bedeutet, dass eine Norm, die im Prinzip geschlechtsneutral formuliert ist, das eine Geschlecht im Vergleich zum anderen in besonderer Weise negativ betrifft (z.B. rechtliche Nachteile für Teilzeit- im Vergleich zu Vollzeitbeschäftigten, die in der Folge aber zu 90% Frauen betreffen); — als strukturelle Diskriminierung: Das bedeutet, dass die praktische Nutzung von Regelsystemen im Ergebnis soziale Ungleichheit und Benachteiligung von Frauen bewirkt. Dabei ist es unerheblich, ob die Benachteiligung intendiert ist oder nicht — sie ist als Ergebnis statistisch nachweisbar (z.B. beeinflussen die sozialen Normen und rechtlichen Rahmenbedingungen massiv die Chance von Frauen für eine erfolgreiche Berufskarriere; im Ergebnis ist die Zahl der Frauen in Führungspositionen erheblich geringer als die der Männer).
Political science · Discrimination and Equality Law · Gender Politics and Representation · Sociology and Education Studies
| Citation velocity | historical |
|---|---|
| Highly cited | No |