Zur Integration des Systembegriffs in Hartmut Essers erklärender Soziologie
Bibliographic Data
| ID | 23598943 |
|---|---|
| Authors | Georg Kneer (University of Design Schwäbisch Gmünd, corresponding author) |
| Year | 2007 |
| Pages | 229-258 |
| Publication date | 2007-10-04 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Integrative Sozialtheorie?: Esser - Luhmann - Weber (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-90259-3_9 |
| OpenAlex | W100851448 |
| ISBN | 9783531902593 |
| Language | DE |
| Citations received | 2 |
| References cited | 9 |
Hartmut Essers Ansatz einer erklärenden Soziologie nimmt innerhalb der gegenwärtigen Theoriediskussion eine außergewöhnliche Position ein. Bemerkenswert ist bereits der Umfang seiner Arbeiten. Nicht nur hierzulande dürfte man wenig Vergleichbares finden, das es mit seinen insgesamt sieben Bänden über die allgemeinen und speziellen Grundlagen der Soziologie aufnehmen könnte. Flankiert werden die ‚Grundlagenschriften’ von einer Vielzahl weiterer Monographien sowie Buch- und Zeitschriftenaufsätzen. Auffallend ist ferner die methodologische Geschlossenheit des Ansatzes. Sei es das Phänomen zunehmender Scheidungsraten, sei es das Problem der Unwirksamkeit umweltmoralischer Appelle oder sei es die Frage, warum es in den Vereinigten Staaten keine starke sozialistische Partei gegeben hat bzw. gibt, stets kommt bei der Bearbeitung der verschiedenen Problemstellungen das gleiche Erklärungsinstrumentarium zur Anwendung. Je nach den Besonderheiten des Explanandums wird das zunächst recht einfache Erklärungsmodell, entsprechend dem Prinzip der zunehmenden Abstraktion, mit Komplexität zwar angereichert, jedoch nicht grundlegend modifiziert oder gar durch ein alternatives Modell ersetzt. Doch weder Umfang noch Geschlossenheit allein machen verständlich, weshalb dem Konzept der erklärenden Soziologie praktisch eine Ausnahmestellung zukommt. Diese liegt vielmehr in der deklarierten Absicht des Theorieunternehmens begründet. Esser erhebt, kurz gesagt, für seinen Ansatz weitreichende Universalitäts-, Hegemonie- und Integrationsansprüche.
Humanities · German Social Sciences and History · Philosophy · Psychoanalysis and Social Critique · Sociology and Education Studies
Die Kreativität des Handelns
Das Problem der Kausalität
Die Konzeptualisierung „nicht-intendierter Folgen“ in der Theorie rationalen Handelns und der Systemtheorie. Ein Vergleich
Wieviel muß die Soziologie über Handlungen wissen
Hartmut Esser
Die Transintentionalität des Sozialen
Alltagshandeln und Verstehen
Grundelemente einer Theorie sozialer Praktiken / Basic Elements of a Theory of Social Practices
Toward a General Theory of Action
| Citations per year | 0.11 |
|---|---|
| Citation span | 2008 - 2009 (2) |
| Highly cited | No |