Freizeit als Element des Lebensstils und Mittel kultureller Distinktion, 1900–1996
Bibliographic Data
| ID | 23629469 |
|---|---|
| Authors | Marlis Buchmann (0000-0002-4162-3226), Manuel Eisner, Manuel P Eisner (0000-0001-5436-9282) |
| Year | 1999 |
| Pages | 590-608 |
| Publication date | 1999-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Grenzenlose Gesellschaft? (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-93332-4_50 |
| OpenAlex | W655778971 |
| ISBN | 9783322933324 |
| Language | DE |
| Citations received | 4 |
| References cited | 11 |
Dass der Freizeitsphäre in der Gegenwartsgesellschaft eine überaus große kulturelle Bedeutung zukommt und spezifische Lebensstile eng mit charakteristischen Mustern von Freizeitaktivitäten verknüpft sind, dürfte heute eine weitgehend geteilte Einschätzung der kultursoziologischen Forschung sein (Dumazedier 1988; Lamprecht/Stamm 1994; Vester 1988). Hingegen existiert vergleichsweise wenig gesichertes empirisches Wissen darüber, in welcher historischen Phase Freizeit zu einem zentralen Lebensstilelement wurde, wie die entsprechenden Diffusionsprozesse ausgesehen haben und wie sich die kulturelle Bedeutung einzelner Freizeitaktivitäten historisch verschoben hat. Der Analyse solcher Fragen mit den Mitteln der sozialwissenschaftlichen Umfrageforschung sind insofern enge Grenzen gesetzt, als entsprechende Befragungsdaten bestenfalls bis in die 50er Jahre zurückreichen und meistens über die Zeit nur bedingt vergleichbar sind. Wer in systematischer Weise kulturelle Selbststilisierungen über längere Zeiträume untersuchen will, sieht sich gezwungen, mit anderen — aber nicht notwendigerweise schlechteren — Informationsquellen zu arbeiten. Eine der Quellen, die hierfür in Betracht kommen, sind Heirats- und Bekanntschaftsinserate (vgl. Berghaus 1985; Gern 1992; Koestner/Wheeler 1988; Lynn/Bolig 1985). Sie wurden in der Schweiz — auf die sich das empirische Material dieser Studie bezieht — während des ganzen Jahrhunderts in großer Zahl aufgesetzt und haben damit eine kulturelle Spur hinterlassen, die es erlaubt, die Bedeutung von Freizeit im Wandel von Lebensstilen weit über den durch Umfragedaten abgedeckten Zeitraum zu untersuchen.1
Art · Humanities · Political science · Migration, Ethnicity, and Economy · Social and Cultural Dynamics · Wine Industry and Tourism
Institutional structure
Vers une civilisation du loisir?
Differential survivorship of congeneric ornamental fishes under forecasted climate changes are related to anaerobic potential
Individualisierung und Lebensstilbildungen
Lebensstil zwischen Sozialstrukturanalyse und Kulturwissenschaft
Geschlechtsrollen
Reconstructing Individualism
The transition from the utilitarian to the expressive self
Personal Advertisements
Self-Presentation in Personal Advertisements
| Citations per year | 0.17 |
|---|---|
| Citation span | 2003 - 2011 (9) |
| Highly cited | No |