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Grenzen des Straftatbestands der Rechtsbeugung bei Verstößen gegen Verfahrensregeln

Zugleich Besprechung von LG Erfurt, Urteil v. 23. 8. 2023 - 2 Kls 542 Js 11498/21

Bibliographic Data

ID24036835
AuthorsFrauke Rostalski (0000-0002-5606-3639, corresponding author)
Year2024
Volume79
Issue4
Pages139-147
Publication date2024-01-01
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueJuristenZeitung (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0022-6882 • E-ISSN: 1868-7067
PublisherMohr Siebeck (PUBLISHER)
DOI10.1628/jz-2024-0040
OpenAlexW4391854329
LanguageDE

Im August 2023 verurteilte das LG Erfurt einen Weimarer Familienrichter wegen Rechtsbeugung, der während der Pandemie an verschiedenen Schulen Coronaschutzmaßnahmen aufgehoben hatte. Der Richter hätte die Entscheidung wegen Befangenheit nicht treffen dürfen. Das Urteil wirft grundlegende Rechtsfragen zur Strafbarkeit wegen Rechtsbeugung bei Verstößen gegen Verfahrensregeln auf. Entgegen der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH plädiert der Beitrag dafür, die Strafbarkeit nach § 339 StGB auch bei einem Verstoß gegen das Verfahrensrecht davon abhängig zu machen, ob sich das spezifische Risiko realisiert hat, das durch den Verstoß geschaffen wurde. Dies setzt bei manchen Verfahrensverstößen einen zusätzlichen Verstoß gegen materielles Recht voraus. Eine Rechtsbeugung ist im Erfurter Fall zu verneinen.

Political science · Criminal Justice and Penology · Criminal Law and Policy · European Criminal Justice and Data Protection · Philosophy

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Ethnos_APP • Open Source Project • MIT License • Frontend v2.0.0 • Privacy and Cookies • API Documentation: api.ethnos.app/docs • API Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17049435 • Frontend Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17050053 • cruz.rio.br • Expectantes Misericordiae