Skip to main content

ETHNOS_APP

Home • Search • Journals • List 0

De potestate papae

Die päpstliche Amtskompetenz im Widerstreit der politischen Theorie von Thomas von Aquin bis Wilhelm von Ockham

Bibliographic Data

ID24037498
AuthorsJürgen Miethke (0000-0002-9563-3120, corresponding author)
Year2000
Volume16
Pages357
Publication date2000-01-01
Open AccessNo
TypeBOOK
VenueDe potestate papae (SOURCE_BOOK)
PublisherMohr Siebeck (PUBLISHER)
DOI10.1628/978-3-16-158554-8
OpenAlexW3028717568
ISBN9783161585548, 9783161474804
Open LibraryOL4000625M
LanguageDE

Jürgen Miethke untersucht Rahmenbedingungen der Entstehung und Wirkung politischer Theorie in der formativen Phase der lebhaften Debatte um die Amtskompetenz des Papstes in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Scholastische Universität und Herrscherhof erweisen sich als die Foren, auf denen die Diskussionen geführt wurden. Die Rolle der verschiedenen Fakultäten war die von 'Leitwissenschaften', die Sprache und Form der Debatte, Belege und Bedeutungshorizont der Texte bestimmten. Die praktischen Erfahrungen mit dem päpstlichen Anspruch auf weltbeherrschende Leitung der Christenheit auch in weltlichen Belangen, wie er von einem Bonifaz VIII. dröhnend verkündet und praktiziert worden war und wie er künftig bei jedem Konflikt neu erhoben werden konnte, die konkreten Maßnahmen, die beide Seiten im Streit ergriffen, erweisen sich für die Fragestellung der Theoretiker als bestimmend. Die wichtigsten »papalistischen« Autoren (Aegidius Romanus, Jakob von Viterbo, Augustinus von Ancona oder Alvarus Pelagius) kommen in dem Buch ebenso zur Sprache wie deren Kritiker, die Verteidiger eines Eigenrechts des Staats (Johannes Quidort, Dante, Marsilius von Padua, Wilhelm von Ockham). Die damals geführten Erörterungen haben jeweils in besonderer Weise zur Entscheidungsfindung der praktischen Politik beigetragen, indem sie allen Beteiligten mit den Mitteln der damaligen Wissenschaft einen vernünftigen Horizont der Weltorientierung vermitteln wollten. Damit konnten sie den konkreten Überlegungen im einzelnen einen sicheren Halt geben und gaben auch den Handelnden ein gutes Gewissen. Darüber hinaus wurde in diesen Debatten für die spätere politische Theorie Grundlagenarbeit geleistet. In der Tat wurde bis in die Zeit der Reformation des 16. Jahrhunderts das Verständnis des Verhältnisses von Staat und Kirche hier zutiefst vorgeprägt. Ein guter Teil der Probleme der Moderne ist daher in der Debatte, die in dieser Studie untersucht wird, bereits gegenwärtig.

Mohr Siebeck · Papsttum · Political science · Vatikan · Church History · History · History of Religion · Middle Ages · Classical Studies and Legal History · Historical and Religious Studies of Rome · Reformation and Early Modern Christianity · 1309-1378 · Catholic church · Christianity and politics · Church and state · Church and state, history · Contributions in political science · History of doctrines · Papacy · Popes · Primacy · Temporal power · To 1500

Highly citedNo

Tools

Open DOILibgen
Ethnos_APP • Open Source Project • MIT License • Frontend v2.0.0 • Privacy and Cookies • API Documentation: api.ethnos.app/docs • API Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17049435 • Frontend Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17050053 • cruz.rio.br • Expectantes Misericordiae