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Die »kollaterale« Tötung von Zivilisten im Krieg Rechtsethische Grundlagen und Grenzen einer prekären Erlaubnis des humanitären Völkerrechts

Bibliographic Data

ID24042452
AuthorsReinhard Merkel (corresponding author)
Year2012
Volume67
Issue23
Pages1137-1145
Publication date2012-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueJuristenZeitung (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0022-6882 • E-ISSN: 1868-7067
PublisherMohr Siebeck (PUBLISHER)
DOI10.1628/002268812804469578
OpenAlexW2060198660
LanguageDE

Das humanitäre Völkerrecht verbietet grundsätzlich die Tötung unbeteiligter Zivilisten in bewaffneten Konflikten, akzeptiert sie aber als nicht rechtswidrig, sofern sie im Rahmen eines Angriffs auf ein legitimes militärisches Ziel erfolgt und nicht außer Verhältnis zum erstrebten militärischen Vorteil steht. Das rechtliche Fundament für eine solche Tötungsbefugnis bleibt in der Völkerrechtslehre jedoch weitgehend dunkel. Der Beitrag erörtert verschiedene Rechtsprinzipien, die dafür in Frage kommen, und zeigt ihre Unzulänglichkeit zur Lösung des Problems. Sein eigener Vorschlag skizziert die Grundlinien einer allenfalls möglichen »unreinen« Rechtfertigung in Anlehnung an John Rawls' Konzeption einer »nonideal theory« in der normativ unreinen Sphäre des Krieges.

Political science · Global Peace and Security Dynamics · International Law and Human Rights · Philosophy · War, Ethics, and Justification

Citation velocityhistorical
Highly citedNo

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