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Jesaja, Jeremia und die Anfänge der Unheilsprophetie in Juda

Bibliographic Data

ID24047788
AuthorsUwe Becker (0000-0002-3723-4850, corresponding author)
Year2017
Volume6
Issue1
Pages79-100
Publication date2017-01-01
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueHebrew Bible and Ancient Israel (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 2192-2276 • E-ISSN: 2192-2284
PublisherMohr Siebeck (PUBLISHER)
DOI10.1628/219222717x15058249085073
OpenAlexW2774936356
LanguageEN

Gegenwärtig wird die Frage nach den Anfängen der Unheilsprophetie in Juda äußerst kontrovers diskutiert: War Jesaja primär und in erster Linie ein Gerichtsprophet, der dem eigenen Volk das unabwendbare umfassende Gericht ankündigte? Oder sind die Anfänge Jesajas in seinen heilsprophetischen Worten gegen das Nordreich und Aram zu suchen, so dass sich die Unheilsprophetie als eine literarische Übertragung des Gerichts auf das Südreich erweist? Der vorliegende Beitrag neigt der zweiten Alternative zu und möchte mit dem Jeremiabuch eine innerbiblische Analogie ins Spiel bringen: Die Anfänge der radikalen Unheilsprophetie lassen sich in Jer 2-6 auf literargeschichtlichem Weg rekonstruieren. Hier kommt in den ältesten Worten Jeremias - kurz vor dem Untergang Judas - erstmals der Gedanke eines umfassenden Unheils zur Sprache, das sodann interpretatorisch mit Jahwes Gerichtswillen gegen das ganze Volk verbunden wird. Aufgrund dieser Analogie ist es wahrscheinlicher, die Anfänge der Unheilsprophetie mit dem Propheten Jeremia und nicht schon mit Jesaja beginnen zu lassen.

Art · Biblical Studies and Interpretation · Religion, Theology, History, Judaism, Christianity

Highly citedNo

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