Moral als Bosheit
Rechtsphilosophische Studien
Bibliographic Data
| ID | 24055403 |
|---|---|
| Authors | Alexander Somek (0000-0003-1691-8855, Berlin School of Economics and Law, corresponding author) |
| Year | 2021 |
| Pages | 213 |
| Publication date | 2021-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | BOOK |
| Venue | Moral als Bosheit (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | Mohr Siebeck (PUBLISHER) |
| DOI | 10.1628/978-3-16-160836-0 |
| OpenAlex | W3174874505 |
| Open Library | OL34185762M |
| ISBN | 9783161608360, 9783161608353 |
| Language | DE |
Moralische Vorwürfe verletzen oder verärgern, vor allem wenn sie einen unvermutet und aus dem Hinterhalt treffen. Plötzlich gilt man als Rassist, Sexist oder gar als elitär. Die Daumen werden nach unten gekehrt und die Menge schreit »Buh«. In den Chor einzustimmen verspricht den Teilnehmenden Statusgewinn, denn wer andere verurteilt, reiht sich damit sofort unter die Guten ein. Aber dieses Gutsein ist perfide. Die unbeirrbar auftretende Moral erweist sich bei näherer Betrachtung oftmals als boshaft. Sie macht Mehrdeutiges eindeutig und erzeugt so, was sie anprangert. Sie vermeidet Begründungen, belohnt das Ducken und vertraut auf die blanke Macht der Entrüsteten. Inhaltlich lässt sie sich nicht verallgemeinern, denn sie mutet Menschen zu, Verhaltensmaßstäben zu genügen, denen sie nicht genügen müssen. Die Bosheit dieser Moral gilt es zu begreifen und das Recht von ihrem Einfluss freizuhalten.
Identitätspolitik · Political science · Politische Korrektheit · Recht und Moral · Soziale Gerechtigkeit · History · Law · Legal Theory · Philosophy · Philosophy of Culture · Philosophy of Law · Economic and Social Issues · Psychoanalysis and Social Critique · Psychology · Religion, Theology, and Education
| Citation velocity | historical |
|---|---|
| Highly cited | No |