Die Geburt der Daseinsanalyse aus dem Geist des Antinaturalismus
Martin Heidegger und Ludwig Binswanger
Bibliographic Data
| ID | 6444475 |
|---|---|
| Authors | Martin G Wei (corresponding author), Martin G Weiß (corresponding author) |
| Year | 2025 |
| Volume | 34 |
| Issue | 1 |
| Pages | 155-170 |
| Publication date | 2025-06-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Paragrana (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0938-0116 • E-ISSN: 2196-6885 |
| Publisher | R. Oldenbourg Verlag (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/para-2025-0012 |
| OpenAlex | W4412923083 |
| Language | DE |
| References cited | 7 |
Der Aufsatz untersucht die Entstehung der Daseinsanalyse als Reaktion auf den von Ludwig Binswanger konstatierten Naturalismus der freudschen Psychoanalyse. Binswanger argumentiert, dass Freud den Menschen in einem reduktionistischen Wissenschaftsverständnis auf naturwissenschaftlich fassbare Gesetzmäßigkeiten zurückführe und dabei dessen existenzielle Dimension vernachlässige. Diese Kritik steht in der Tradition eines antinaturalistischen Denkens, das sich unter anderem auf Edmund Husserl und Martin Heidegger beruft. Im Aufsatz wird die Entwicklung dieser Argumentation nachgezeichnet und analysiert, inwiefern Binswanger mit seiner psychiatrischen Daseinsanalyse, entgegen seinen eigenen Behauptungen, über eine rein forschungsorientierte Perspektive hinausgeht und bereits Ansätze einer therapeutischen Anwendung formuliert. Schließlich wird die Relevanz der Daseinsanalyse für die heutige Psychotherapie diskutiert. Als phänomenologisch-existenzieller Ansatz legt sie den Fokus auf eine ganzheitliche Betrachtung des leidenden Individuums statt auf eine reduktionistische Symptomorientierung und bietet damit auch heute wertvolle Impulse für ein nicht-naturalistisches Verständnis psychotherapeutischer Praxis
| Highly cited | No |
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