Gesunde Krankenhaussozialdienste
Ergebnisse eines Surveys zu psychischen Belastungen und Beanspruchungsfolgen von Beschäftigten der Sozialdienste in Deutschland
Bibliographic Data
| ID | 6453801 |
|---|---|
| Authors | Ines Dieckmännken (0009-0001-2458-4878), Alfons Hollederer (0000-0001-5117-2476) |
| Year | 2025 |
| Volume | 17 |
| Issue | 1 |
| Pages | 219-237 |
| Publication date | 2025-03-20 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Soziale Passagen (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1867-0180 • E-ISSN: 1867-0199 |
| Publisher | Springer VS (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/s12592-025-00527-w |
| OpenAlex | W4408698783 |
| Language | EN |
| References cited | 21 |
Gesundheitsreporte der Krankenkassen zeigen, dass die Sozial- und Gesundheitsberufe eine überproportional hohe Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen aufweisen. Dies betrifft besonders Mitarbeitende in Krankenhäusern, zu denen auch Sozialdienste zählen. Es wurde ein Online-Survey bei allen Sozialdiensten von 2503 Krankenhausstandorten in Deutschland zu psychischen Belastungen und Beanspruchungsfolgen zum Jahreswechsel 2023/24 durchgeführt. Die Datenbasis bildete das Verzeichnis der Krankenhäuser und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Statistischen Bundesamtes. Die Rücklaufquote lag mit 619 teilnehmenden Sozialdiensten bei 24,7 %. Die Messungen wurden mit der deutschen Version des Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) durchgeführt. Es erfolgte für jedes Item mithilfe der Referenzwerte aus der COPSOQ-Datenbank eine vergleichende Gegenüberstellung der Mittelwerte der Sozialdienste in den Krankenhäusern mit der a) Berufsgruppe Sozialarbeit/Sozialpädagogik sowie b) allen Berufen in Deutschland. Die Krankenhaussozialdienste gaben durchschnittlich höhere quantitative Anforderungen im Vergleich zu den Referenzgruppen Sozialarbeit/Sozialpädagogik ( p < 0,001; d = 0,611) und allen Berufen ( p < 0,001; d = 0,511) an. Sozialdienste der Krankenhäuser nannten zudem höhere emotionale Anforderungen als die Gruppe Sozialarbeit/Sozialpädagogik ( p < 0,01; d = 0,108) und als alle Berufe ( p < 0,001; d = 1,173). Sie wiesen zudem häufiger Burnout-Symptome auf als die Gruppe Sozialarbeit/Sozialpädagogik ( p < 0,01; d = 0,145) und als alle Berufe ( p < 0,001; d = 0,205). Überdies berichteten sie stärkeren Präsentismus als die Gruppe Sozialarbeit/Sozialpädagogik ( p < 0,001; d = 0,224) und als alle Berufe ( p < 0,001; d = 0,138). Die Erkenntnisse weisen auf stärkere Ausprägungsgrade psychischer Belastungen und Beanspruchungen bei Sozialdiensten in Krankenhäusern. Es zeigen sich Bedarfe zur Stressreduktion, Burnout-Prophylaxe und betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhaussozialdiensten
Art · Humanities · Health and Medical Studies · Psychiatric care and mental health services · Social and Demographic Issues in Germany
The second version of the Copenhagen Psychosocial Questionnaire
The Job Demands‐Resources model
Soziale Arbeit am Limit?
Eine der zufriedensten Berufsgruppen
Burnout in Chinese social work
Burnout in Health Social Work
Working conditions, health and exhaustion among social workers in Germany
Burnout, Informal Social Support and Psychological Distress among Social Workers
| Citation velocity | historical |
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| Highly cited | No |