Zahlung und Achtung. Die Interpenetration von Ökonomie und Moral
Bibliographic Data
| ID | 7095701 |
|---|---|
| Authors | Richard Munch (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sozialwissenschaftliches Institut, Universitätsstraße 1, D-40225 Düsseldorf, corresponding author), Richard Muench (0000-0002-6762-5959, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sozialwissenschaftliches Institut, Universitätsstraße 1, D-40225 Düsseldorf) |
| Year | 1994 |
| Volume | 23 |
| Issue | 5 |
| Pages | 388-411 |
| Publication date | 1994-10-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Soziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325 |
| Publisher | De Gruyter (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/zfsoz-1994-0504 |
| OpenAlex | W163538907 |
| Language | DE |
| Citations received | 14 |
| References cited | 1 |
Ökonomische Vorgänge der Zahlung und moralische Zuteilungen von Achtung und Mißachtung gelten nach Niklas Luhmanns Theorie der funktionalen Differenzierung der modernen Gesellschaft in autopoietisch operierende Teilsysteme als für immer geschieden. Die Kluft zwischen ihnen ist unüberbrückbar. Diese These wird hier einer kritischen Prüfung unterzogen und verworfen. Als Alternative wird die Interpenetration von Zahlung und Achtung als Bauprinzip der Moderne herausgearbeitet. Dabei werden die individualistische Berufsethik und der ökonomische Liberalismus, die Wohlfahrtsmoral und die Wohlfahrtsökonomie sowie die Umweltmoral und die Umweltökonomie als drei Stufen der gegenseitigen Durchdringung von Ökonomie und Moral interpretiert. Weder Luhmanns Theorie der funktionalen Differenzierung der Gesellschaft in autopoietisch operierende Teilsysteme noch Habermas’ Theorie des kommunikativen Handelns nehmen diese Eigenart moderner Gesellschaften systematisch in ihren Blick. Sie können deshalb keine Lösungen für ihre daraus resultierenden Integrationsprobleme anbieten. Diese sind weder im Diskurs noch in der strukturellen Kopplung autopoietischer Funktionssysteme, sondern in institutionell geregelten Verfahren der Vermittlung von Ökonomie und Moral zu suchen. Die ökologische Krise der Gegenwart ist weder in der Unzugänglichkeit der Wirtschaft für moralische Steuerung noch in einem zu geringen Hineingreifen der Moral in die Wirtschaft verwurzelt, sondern in der Moral der Wohlfahrtsökonomie und in ihrer korrespondierenden Leitidee von ökonomischer Rationalität. Ihre Bewältigung verlangt einen Strukturwandel der herrschenden Moral und der herrschenden Definition von ökonomischer Rationalität zugleich
Humanities · Political science · Umwelt · Emile Durkheim and Sociology · German Social Sciences and History · Philosophy · Weber, Simmel, Sociological Theory
Anerkennung moralischer Normen
Moralische Integration
Zum bivalenten Denken bei Max Weber, Niklas Luhmann und Hartmut Esser
Aktivierungspolitik und Anerkennungsökonomie
Structures of Ideological Systems Programming. The Case of Sustainability in Prices
Die Rolle von Vertrag, Macht und Sozialer Einbettung für wirtschaftliche Transaktionen
Was heißt schon „systemrelevant“
Interpenetration versus Einbettung
Money Makes the World Go Round. Über die Dynamik des Geldes und die Grenzen der Systemtheorie
Schwindet die integrative Funktion des Sozialstaates
Max Webers These der Entzauberung der Welt. Versuch einer Verteidigung
Pendulum or Progress? Tax Consultants in the Crisis of Legitimacy
Sociologia do trabalho e desigualdade social
Interpenetration Versus Embeddedness
| Unique citing works | 14 |
|---|---|
| Citations per year | 0,48 |
| Citation span | 1997 - 2026 (30) |
| Citation velocity | current |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 14 |