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Durkheims Vision einer „gerechten“ Gesellschaft

Bibliographic Data

ID7104947
AuthorsHans-Peter Müller (0000-0002-7665-7602), H R Muller (corresponding author)
Year1992
Volume13
Issue1
Pages16-43
Publication date1992-05-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueZeitschrift für Rechtssoziologie (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0174-0202 • E-ISSN: 2366-0392
PublisherDe Gruyter (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/zfrs-1992-0103
OpenAlexW2541906352
LanguageDE
Citations received10

Es ist ein Paradox – obgleich Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten an der Wiege der Soziologie gestanden haben und auch heute noch zentrale Untersuchungsobjekte darstellen, hat die klassische und die gegenwärtige Soziologie wenig zur aktuellen Diskussion um „Gerechtigkeit“ beizutragen. Das gilt jedoch mit einer Ausnahme: Emile Durkheims Ansatz ist als Moralwissenschaft angelegt mit dem Ziel, eine gerechte Sozialordnung zu schaffen. Sein struktureller Ansatz ist den normativen und institutionellen Versuchen der Moralphilosophie überlegen, da sein Augenmerk stets auf den Zusammenhang zwischen Sozialstruktureller Entwicklung, institutioneller Infrastruktur und dem Moralbewußtsein einer Gesellschaft gerichtet ist. Eine gerechte Gesellschaft weist seiner Auffassung nach eine gelungene Balance zwischen Sozialstruktur, institutionellem System und den kollektiven Vorstellungen auf, kurz – Gerechtigkeit ist ein Zustand solidarischen Gleichgewichts. Allerdings bleiben seine Kriterien kontributiver, kommutativer und distributiver Gerechtigkeit im einzelnen vage. Dennoch ist der Ansatz instruktiv für die weitere Diskussion über Gerechtigkeit: In einer komplexen, funktional differenzierten Gesellschaft mit spezifischen Werten existieren autonome „Sphären der Gerechtigkeit“ mit eigenen Regeln. Die Meta-Regel, die Gerechtigkeit zu stiften vermag, könnte in Restriktionen für die Konvertibilität von Werten und Ressourcen bestehen. Denn: „Good fences make just societies“ (Walzer 1983, S. 319

Humanities · Political science · Economic and Social Issues · German Social Sciences and History · Philosophy · Weber, Simmel, Sociological Theory

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  • Die Soziologie vor der Gerechtigkeit. Konturen einer soziologischen Gerechtigkeitsforschung

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  • Die Weltsicht der „working rich“ – Gerechtigkeitsvorstellungen und Legitimierungsstrategien von arbeitenden Vermögenserb

    Open Access•Hannah Quinz•Österreichische Zeitschrift für…•2022

  • Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit. Die theoretische Rekonstruktion der soziologischen Zugangsweisen

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  • The Satanic and the Theomimetic

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  • Gerechtigkeitseinschätzung und Legitimation im Vereinigungsprozeß

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  • Oversocialised Epistemology

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  • Blood Feud and Modernity

    Open Access•Jonas Grutzpalk•Journal of Classical Sociology•2002

Unique citing works10
Citations per year0,3
Citation span1993 - 2022 (30)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 10

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