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Von Mediengattungen zu kontingenten Hybriden

Konstruktivistische und performativitätstheoretische Perspektiven für die Journalistik

Bibliographic Data

ID7496808
AuthorsMargreth Lünenborg (0000-0002-3200-4765, corresponding author)
Year2017
Volume65
Issue2
Pages367-384
Publication date2017-01-01
Open AccessYes
TypeARTICLE
VenueMedien & Kommunikationswissenschaft (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 1615-634X
PublisherNomos (PUBLISHER • DE)
DOI10.5771/1615-634x-2017-2-367
OpenAlexW2623145672
LanguageDE
Citations received2

Journalismus hat seine Autorität, gültige Aussagen über die Wirklichkeit zu machen, historisch durch die Herausbildung spezifischer Formen gewonnen. Doch diese Autorität ist brüchig geworden. Um diese Entwicklung nachzuzeichnen und aktuelle Wandlungsprozesse zu erklären, diskutiert der Aufsatz den Beitrag des Konstruktivismus für die Entwicklung einer Gattungstheorie in der Journalistik. Nach der Dominanz anwendungsorientierter Konzepte zur Identifikation von Textsorten offerierte die konstruktivistische Mediengattungstheorie ein kommunikatives Modell, mit dem Erwartungen an Medientexte auf Produktions- wie Rezeptionsseite reguliert, strukturiert und standardisiert werden. Den radikal-konstruktivistischen Debatten zeitlich vorgelagert wird dazu auf sozialkonstruktivistische Konzepte kommunikativer Gattungen zurückgegriffen. Die Annahme einer trennscharfen Unterscheidung faktischer und fiktionaler Gattungen und damit die eindeutige Referenzialität von Medienangeboten erscheinen dabei theoretisch wie empirisch problematisch. Hybridisierungsprozesse lassen den distinkten Kommunikationsmodus journalistischer Aussagen zurücktreten - aus institutionalisierten Formen werden kontingente Hybride. Als Weiterentwicklung konstruktivistisch gefasster Gattungen argumentiert der Beitrag für eine Analyse des Performativen. In diesem Verständnis werden durch Iteration und Re-Signifikation in Produktions- wie Rezeptionsprozessen Deutungsentwürfe gemeinsam situativ hervorgebracht - und dabei Formen als Konventionen fortlaufend modifiziert

Art · Media Studies and Communication

  • Von der Mediatisierung zur tiefgreifenden Mediatisierung

    Open Access•Andreas Hepp•Kommunikation – Medien –…•2018

  • Journalism as an Affective Institution. Emotional Labor and the Discourse on Fraud at Der Spiegel

    Margreth Lünenborg, Débora Medeiros•Journalism Studies•2021

Citations per year0.25
Citation span2018 - 2021 (4)
Highly citedNo

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