Systemtheorie und Rational Choice Theorie
Bibliographic Data
| ID | 8073455 |
|---|---|
| Authors | Rudolf Stichweh (0000-0002-4028-0970, Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie, PF 100131, D-33501 Bielefeld, corresponding author) |
| Year | 1995 |
| Volume | 24 |
| Issue | 6 |
| Pages | 395-406 |
| Publication date | 1995-12-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Soziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325 |
| Publisher | De Gruyter (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/zfsoz-1995-0601 |
| OpenAlex | W190584853 |
| Language | EN |
| Citations received | 11 |
| References cited | 11 |
Der Aufsatz identifiziert ein Parsonianisches Paradigma in der Entwicklung der Disziplin Soziologie, das einen individualistisch interpretierten Rationalitätskern des Handelns einbettet in eine soziale Umwelt aus Normen, Werten und Institutionen und dann die Relation dieser beiden Seiten zu präzisieren versucht. Diese duale Denkstruktur scheint zunächst die Entwicklung der Systemtheorien und der Rational Choice Theorien bestimmt zu haben. Die Systemtheorie löst sich aber seit Parsons’ Professionstheorie, die Rationalität als geschichtsabhängige gesellschaftliche Institution deutete, und später dann mit dem Umbau in Richtung auf eine Kommunikations- und eine Unterscheidungstheorie von dieser Ausgangssituation ab. In der Folge vergleicht der Aufsatz strategisch relevante Theorieentscheidungen der beiden Theorien in der Gegenwart: a) die Frage der Stabilität von Präferenzen vs. einen Sozialkonstruktivismus, der sich gerade für die Entstehung von Präferenzen und für die soziale Konstitution von Akteuren interessiert; b) den Umgang mit differenzlosen Begriffen am Beispiel des Rationalitätsbegriffs; c) den Status von „Utilities“ und Zwecken im Rational Choice Denken im Vergleich zu einer Theorie, die diese als Zurechnungsentscheidungen denkt; d) den beiden Theorien gemeinsamen Interessenschwerpunkt, der mit Phänomenen des generalisierten Tauschs und der medienvermittelten Kommunikation zu tun hat; e) den strategischen Stellenwert der Mikro-Makro-Unterscheidung als Prüfstein für eine Theorie. Am Ende steht die Vermutung, daß die Differenz der beiden Theorien durch die Differenz ihrer interdisziplinären Milieus stabilisiert wird
Humanities · German Social Sciences and History · Philosophy · Public Administration and Political Analysis · Sociology and Education Studies
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Institutional conditions for diffusion
| Unique citing works | 11 |
|---|---|
| Citations per year | 0,39 |
| Citation span | 1998 - 2018 (21) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 11 |