Der PC als „Partner“ im institutionellen Gespräch / The Computer as a “Partner” in Institutional Talk
Bibliographic Data
| ID | 8088747 |
|---|---|
| Authors | Daniela Böhringer (Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Lübecker Str. 3, 31141 Hildesheim, Germany, corresponding author), Stephan Wolff (Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Lübecker Str. 3, 31141 Hildesheim, Germany) |
| Year | 2010 |
| Volume | 39 |
| Issue | 3 |
| Pages | 233-251 |
| Publication date | 2010-06-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Soziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325 |
| Publisher | De Gruyter (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/zfsoz-2010-0305 |
| OpenAlex | W141600124 |
| Language | EN |
| Citations received | 7 |
| References cited | 3 |
Für kompetente Mitglieder der Gesellschaft ist die Inkorporierung von Technologien in alltägliche Handlungsvollzüge etwas Selbstverständliches. Die Arbeit „mit“ der Technologie wird routinemäßig erledigt und nur in seltenen Fällen thematisiert. Als Konversationsanalytiker interessiert uns, worin diese Arbeit besteht und welche systematischen Prozeduren bei ihr zur Anwendung gelangen. Auf der Basis von 52 (Beratungs-) Gesprächen, die in Jobcentern als Tondokument aufgezeichnet wurden, können wir zeigen, dass neben der Arbeit „mit“ dem PC Interaktionsarbeit anfällt, wenn sich die Teilnehmer in Gesprächen auf den PC beziehen, und, dass es verschiedene Variationen dieser Orientierung am Computer gibt. Manchmal wird der PC in den Hintergrund der Interaktion verschoben und erhält nur minimale Aufmerksamkeit, während sich die Vertreter des Jobcenters und ihre Klienten deutlich aneinander als Personen orientieren. In anderen Fällen entscheiden sich die Vertreter der Institution dafür, den PC gewissermaßen zu „animieren“, indem sie ihm z. B. Fragen stellen. In einer weiteren Variante wenden sich die Vertreter der Institution ausschließlich dem PC zu, während die Klienten in der Warteschleife gehalten werden. Auch Fälle einer aktiven Neutralisierung des PC lassen sich finden. Kompetente Gesellschaftsmitglieder beziehen sich also nicht nur auf Gegenstände (Computer) und zeigen sich diese wechselseitig an, sondern bedienen sich auch unterschiedlicher Modalitäten, um diese Gegenstände in die soziale Welt ihrer Begegnung einzuführen, wodurch sich der Charakter ihrer Begegnung fundamental verändern kann
Art · Humanities · Political science · Linguistic research and analysis · Sociology and Education Studies
Zwischen Selbst- und Fremdbestimmung
Mediatisierte Praktiken in der Sozialen Arbeit
Die Listen der Organisation – Und der Blick zwischen die Zeilen
Un/Doing Clientification
Digitale Datenimporte
Von der Handskizze zum Algorithmus. Zur intermedialen Praxis der symbolischen Robotik
Sozialität von und mit Robotern? Drei soziologische Antworten und eine kommunikationstheoretische Alternative
| Unique citing works | 7 |
|---|---|
| Citations per year | 0,64 |
| Citation span | 2015 - 2025 (11) |
| Citation velocity | recent |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 6 |