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Soziale Öffnung oder soziale Schließung

Die deutsche und die französische Wirtschaftselite zwischen 1970 und 1995

Bibliographic Data

ID8089209
AuthorsMichael Hartmann (0000-0002-6777-4540, Universität GH Paderborn, Fachbereich Soziologie, D-33085 Paderborn, corresponding author)
Year1997
Volume26
Issue4
Pages296-311
Publication date1997-08-01
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueZeitschrift für Soziologie (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325
PublisherDe Gruyter (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/zfsoz-1997-0404
OpenAlexW649502196
LanguageDE
Citations received7

Die deutsche und die französische Wirtschaftselite haben den Ruf, was die soziale Herkunft und Ausbildung betrifft, die markanten Gegenpole innerhalb Westeuropas zu bilden. Während die Spitzenpositionen französischer Großunternehmen nach allgemeiner Ansicht für einen elitären Zirkel von Absolventen exklusiver Hochschulen reserviert sind, gelten die Führungsetagen deutscher Großkonzerne als besonders offen für soziale Aufsteiger und Manager ohne akademische Bildungstitel. Dieser Eindruck stimmt, wie der Aufsatz anhand der biographischen Daten für die Vorstandsvorsitzenden bzw. die PDGs der 100 größten deutschen und französischen Unternehmen zeigt, im Falle Deutschlands mit der Realität nicht überein. Die deutschen Spitzenmanager stammen wie ihre französischen Kollegen zu über vier Fünfteln aus dem gehobenen Bürgertum und haben mit 85% gegenüber 90% auch einen annähernd gleichhohen Anteil von Hochschulabsolventen. Trotz dieser Parallelen gibt es aber einen entscheidenden Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich. In Frankreich spielen die exklusiven Bildungsabschlüsse der Grandes Ecoles die ausschlaggebende Rolle bei der sozialen Auslese, ln Deutschland gibt es vergleichbar selektive Bildungstitel nicht. Hierzulande wird diese Funktion von den persönlichkeitsgebundenen Auswahlkriterien für Toppositionen übernommen. Letztlich ist es in beiden Ländern aber der klassenspezifische Habitus, der für die soziale Schließung der Topetagen in der Wirtschaft sorgt

Humanities · Political science · European Socioeconomic and Political Studies · Innovation, Technology, and Society · Philosophy · Sociology and Education Studies

  • Wer wird Manager? Soziale Schließung durch Bildungsabschlüsse und Herkunft im internationalen Vergleich

    Michael Hartmann•Inklusion und Exklusion•2009

  • Homogenität und Stabilität

    Michael Hartmann•Alte Ungleichheiten Neue Spaltungen•1998

  • Prozesse sozialer Ungleichheit aus mikrosoziologischer Perspektive – eine Metaanalyse qualitativer Studien

    Open Access•Laura Behrmann, Falk Eckert et al.•‚Doing Inequality‘•2018

  • Nichts Neues an der Spitze der Großunternehmen!? Die deutsche Wirtschaftselite zwischen 1970 und 2020

    Open Access•Michael Hartmann•Berliner Journal für Soziologie•2020

  • Elitenselektion durch Bildung oder durch Herkunft

    Open Access•Michael Hartmann, Johannes Kopp•KZfSS Kölner Zeitschrift für…•2001

  • Les études sur le recrutement du patronat

    Hervé Joly•Sociétés contemporaines•2007

  • Class-Specific Habitus and the Social Reproduction of the Business Elite in Germany and France

    Open Access•Michael Hartmann•The Sociological Review•2000

Citations per year0.25
Citation span1998 - 2020 (23)
Highly citedNo

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