Histoire des feux et pratiques agraires du Néolithique à l'âge du Fer en région Centre
Implications territoriales, démographiques et environnementales
Bibliographic Data
| ID | 8941409 |
|---|---|
| Authors | Boris Vannière (0000-0002-6779-6053, Centre National de la Recherche Scientifique, corresponding author), Rémi Martineau (0000-0002-6087-5787), Rémy Martineau |
| Year | 2005 |
| Volume | 47 |
| Issue | 1 |
| Pages | 167-186 |
| Publication date | 2005-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Gallia préhistoire (BOOK_SERIES) |
| Journal identifiers | ISSN: 0016-4127 • E-ISSN: 2109-9642 |
| Publisher | CNRS Éditions (PUBLISHER • FR) |
| DOI | 10.3406/galip.2005.2049 |
| OpenAlex | W2055569054 |
| Language | FR |
| Citations received | 5 |
| References cited | 2 |
Anhand einer in der Region Centre durchgeführten Untersuchung zur Paläoumwelt, die auf einer Rekonstruktion der Sedimentdynamik und der "Geschichte des Feuers" beruht, fragen wir nach der Entwicklung der Agrarwirtschaft vom Neolithikum bis in die Eisenzeit. Während eines ersten Abschnitts des Holozän, nämlich bis zum Frühneolithikum, scheint das Feuerregime im wesentlichen von den Klimabedingungen gesteuert. Öffnungen der Vegetation, wie sie mit Bränden einhergehen, konnten in dieser Zeit menschliche Niederlassungen begünstigen. Im Verlauf des Früh- und des Spätneolithikums, am Anfang und am Ende der Bronzezeit sowie am Anfang der Eisenzeit könnten das Auftreten von Bränden und die Erosionsphänomene dagegen zumindest teilweise auf menschliches Wirken zurückgehen und der Einrichtung und Entwicklung vor- und frühgeschichtlicher Agrarsysteme entsprechen. Das gleichzeitige Auftreten groβer Brandereignisse und von umfangreichen Klingenproduktionen in Grand-Pressigny-Silex bezeugt einen agrarwirtschaftlichen Wandel und unter Umständen auch eine starke territoriale Expansionsbewegung, die als Antwort auf paläodemographische Schwankungen in Abhängigkeit vom Ernährungsbedarf zu sehen wären. Die an Vergleichswerten des Neolithikums und der Eisenzeit beobachteten Unterschiede beim Holzkohleeintrag und bei den Erosionsformen spiegeln ebenfalls eine Entwicklung des Agrarsystems wider. Die prähistorischen Siedelgruppen gingen schrittweise vom System eines Brandrodungswanderfeldbaus zu dem einer Bewirtschaftung der gerodeten Waldbrachen mit Beweidung durch Herden über. Während der Bronzezeit entsprechen die Zeiten der Klimaverschlechterung einer Periode des Niedergangs der Agrarwirtschaft und/oder beträchtlichen Veränderungen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die letztlich eine dauerhafte Veränderung der Agrarsysteme zur Folge haben. Die Ähnlichkeiten zu den Verhältnissen in anderen Regionen Frankreichs und Europas lassen darauf schlieβen, daβ die beobachteten Erscheinungen weit ausgreifen und an der Gesamtdynamik einer Langzeitentwicklung Anteil haben, die den gemeinsamen Faktoren Demographie und Klima unterworfen ist. Übersetzung: Stefan Wirth
Art · Humanities · Political science · Aeolian processes and effects · Geology and Paleoclimatology Research
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| Unique citing works | 5 |
|---|---|
| Citations per year | 0,26 |
| Citation span | 2007 - 2019 (13) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 5 |