Keltischer oder etruskischer Einfluss? Ein späthallstattzeitlicher Armreif mit gegenständiger Kopfzier aus Möllbrücke
Bibliographic Data
| ID | 9608636 |
|---|---|
| Authors | Paul Gleirscher (0000-0002-7003-7963, corresponding author) |
| Year | 2020 |
| Volume | Band 104/2020 |
| Pages | 231-251 |
| Publication date | 2020-01-01 |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Archaeologia Austriaca (BOOK_SERIES) |
| Journal identifiers | ISSN: 0003-8008 • E-ISSN: 1816-2959 |
| Publisher | Osterreichische Akademie der Wissenschaften, Verlag (PUBLISHER) |
| DOI | 10.1553/archaeologia104s231 |
| OpenAlex | W3103752391 |
| Language | DE |
| References cited | 1 |
Auf einem namenlosen HöhenrÃ1⁄4cken bei MöllbrÃ1⁄4cke westlich von Spittal/Drau wurde 2012 ein bronzener Armreif mit doppelter gegenständiger Kopfzier gefunden. Es könnte sich um eine kultische Deponierung handeln. Der Armreif gehört zur Gruppe der massiven Knotenarmreifen der Späthallstattzeit und datiert ins ausgehende 6. oder 5. Jh. v. Chr. FÃ1⁄4r Arm- und Fuà ringe mit Kopfzier lassen sich eine Reihe an Vergleichsfunden beibringen, insbesondere aus dem Bereich des frÃ1⁄4hkeltischen Kulturkreises. Kopf- bzw. Gesichtsappliken (â Maskenâ ) vergleichbarer Zeitstellung sind aber auch im sÃ1⁄4dalpinen Raum in unterschiedlichen Ausformungen belegt. Während sie in Oberitalien als etruskischer Einfluss gelten, sieht die slowenische Forschung darin â insbesondere mit Blick auf zwei Fingerringe aus VaÄ e â einen frÃ1⁄4hen keltischen Einfluss. Weil auch der SÃ1⁄4dostalpenraum damals wesentliche Impulse seitens der etruskischen Kultur erfahren hat, ist aber auch ein direkter mediterraner Einfluss fÃ1⁄4r das Aufkommen der Kopfzier zu erwägen. Der Armring aus MöllbrÃ1⁄4cke ist vom Typ her jedenfalls ein lokales Produkt. Gesichtsappliken gelten zum einen als Ausdruck apotropäischer Vorstellungen, zum anderen als Bilder von Göttern, Heroen und Dämonen. Auà erdem werden in ihnen symbolisch Köpfe von im Kampf getöteten Kriegern gesehen (tÃates coupées)
Art · Humanities · Physics · Ancient and Medieval Archaeology Studies · Historical and Archaeological Studies · Linguistics and language evolution · Philosophy
| Highly cited | No |
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