Flaschenpost’
Sprache Als Metapher in Der Lyrik Des 20. Jahrhunderts
Bibliographic Data
| ID | 9852138 |
|---|---|
| Authors | Katharina Kohl (0000-0002-3485-5037, corresponding author), Katrin Kohl (0000-0001-5250-2385) |
| Year | 2007 |
| Volume | 60 |
| Issue | 3 |
| Pages | 329-347 |
| Publication date | 2007-07-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | German Life and Letters (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0016-8777 • E-ISSN: 1468-0483 |
| Publisher | Wiley (PUBLISHER • GB) |
| DOI | 10.1111/j.1468-0483.2007.00391.x |
| OpenAlex | W2159747462 |
| Language | EN |
Der Beitrag erkundet unter Bezug auf eine kognitiv orientierte Metapherntheorie Funktionen metasprachlicher Metaphorik in der deutschen Lyrik des 20. Jahrhunderts. Vorausgesetzt wird die grundlegende Metaphorizität der Alltagssprache sowie die wesenhafte Verbindung zwischen lyrischer Kommunikation und Alltags‐kommunikation: Auch avantgardistische Lyrik lebt aus dem Umgang mit etablierten sprachlichen Konventionen. Mit metasprachlichen Metaphern erkunden Dichter die Beziehung zwischen Sprache, Vorstellungen und den Dingen der Welt, sensibilisieren den Leser für alogische geistige Prozesse und evozieren die gestaltende Kraft der menschlichen Sprache. Metaphern dienen typischerweise nicht der hermetischen Abschottung einer ästhetisch selbstgenügsamen Wortkunst, sondern initiieren eine besonders intensive Kommunikation. Denn gerade wenn lyrische Metaphern eine rein logische, informative Verständigung verhindern, fordern sie den Leser heraus, in jeweils anderen Konstellationen sprachliche, logisch‐gedankliche, imaginative und emotionale Prozesse zu aktivieren – wobei die kognitiven Wissenschaften gegenwärtig die empirische Interaktivität solcher Prozesse aufzeigen. Die Lyrik des 20. Jahrhunderts macht Sprache als komplexes Zusammenspiel der menschlichen Geisteskräfte erfahrbar, bei dem auch physische Erfahrungen gestaltgebend mitwirken. Berücksichtigt werden in dem Beitrag Gedichte von Brecht, Celan, Jandl, Krüger, Draesner, Pastior, Mayröcker und Rühmkorf. Allerdings geht es weniger um individuelle Poetiken als um den Erfindungsreichtum, mit dem Dichter ihr Medium vorstellbar machen
Art · Humanities · German Literature and Culture Studies · Linguistic Education and Pedagogy · Linguistic research and analysis · Philosophy
| Citation velocity | historical |
|---|---|
| Highly cited | No |