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Management als gesellschaftliche Institution Eine soziologische Analyse von Funktionen und Folgen in system- und handlungs- theoretischer Perspektive

Datos Bibliográficos

ID3940908
AutoresPaul Reinbacher (autor de correspondencia)
Año2023
Volumen74
Número4
Páginas510-561
Fecha de publicación2023-01-01
Peer ReviewedSí
Open AccessNo
TipoARTICLE
RevistaSoziale Welt (JOURNAL)
Identificadores de la revistaISSN: 0038-6073
EditorialNomos Verlag (PUBLISHER)
DOI10.5771/0038-6073-2023-4-510
OpenAlexW4390713387
IdiomaDE

Die für moderne, westliche Gesellschaften feststellbare infla- tionäre Zunahme an Management-Imperativen mit ihrem Ideal einer formalen „Zweckrationalität" der Effektivität und Effizienz sowie ihrem darauf beruhenden Potential zur Legitimation des Handelns in unterschiedlichen sozialen Kontexten lässt sich in soziologischer Perspektive als Prozess der gesellschaftlichen Institutio- nalisierung eines spezifischen Wertmusters interpretieren. Unter Rückgriff auf die system- und handlungstheoretische Heuristik von Talcott Parsons analysiert der Beitrag ausgehend von einem gesamtgesellschaftlichen Wertewandel der „longue durée" in Richtung „instrumental activism" und „institutionalized individualism" die Funktionen und Folgen der Implementierung dieser kulturellen Werte in nor- mative soziale Strukturen durch „Management" bei gleichzeitiger Berücksichtigung der analytisch unterscheidbaren, synthetisch aber untrennbar damit verbundenen Persönlichkeits- und Verhaltenskomponenten sozialen Handelns. Neben dieser Mehrdimensionalität erlaubt die Parsons'sche Perspektive eine Verbindung von gesellschaftlicher Makro-, organisationaler Meso- und interaktionaler Mikroebene, sodass es möglich wird, Management als genuin soziales Phänomen gesellschafts- und organisationstheoretisch informiert in den Blick zu nehmen. Dem evolutionä- ren Vorteil von Management, nämlich einer Stärkung adaptiver Funktionszusam- menhänge in Systemen („adaptive upgrading"), steht als Nachteil die Erzeugung integrativer Spannungen („integrative strains") gegenüber. Daher ist es theoretisch nicht sehr verwunderlich, dass in den letzten Jahren sowohl praktisch als auch empirisch komplementäre und kompensierende Konzepte (wie z. B. Soziales Kapi- tal, Communities oder Corporate Social Responsibility Einzug) gehalten haben

Humanities · Political science · Sociology · Philosophy · Sociology and Education Studies

Velocidad de citaciónhistorical
Altamente citadoNo
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