Jürgen Kussau
Biographic Data
| ID | 4139075 |
|---|---|
| NAME | Jürgen Kussau |
| GIVEN NAMES | Jürgen |
| FAMILY NAME | Kussau |
| SIGNATURE | KUSSAU J |
| AFFILIATIONS | Verwaltungs-Berufsgenossenschaft |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 7 |
| TOTAL CITATIONS | 3 |
| AUTHOR COUNT | 7 |
| EDITOR COUNT | 0 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 2001 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2010 |
| H-INDEX | 1 |
Das Schulprogramm zwischen schulischer Selbstregelung und externer Steuerung
Als in den 1990er Jahren absichtsvolle Schulentwicklung im Gefolge der „Wiederentdeckung der Schule als pädagogische[r] Gestaltungsebene“ (Fend 1988) auch in den deutschsprachigen Ländern Einzug hielt, wurde der Schule mit der Aufforderung, ein Schulprogramm zu erarbeiten, ein entwicklungsanregendes Aufgabensubstrat unterbreitet. Die Schule kann zwar nicht anders als sich entwickeln; absichtsvolle Schulentwicklung im neueren Verständnis einschlie…
Educational Governance: Zur Analyse der Handlungskoordination im Mehrebenensystem der Schule
Die Governance-Perspektive ist als moderne Wiederbelebung eines alten Themas zu verstehen. Die europäische Geschichte lässt sich als jahrhundertelange Auseinandersetzung zwischen Kirche und weltlicher Gewalt, die sich später zum souveränen Staat entwickelte, lesen. Die Bedeutung der Kirche verblasste sukzessive, obwohl ihr Einfluss gerade im Bildungsbereich bedeutend war und sogar bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts nachhallte. Die Institutiona…
Governance der Schule im Kontext von Interdependenzen und sozialem Wissen
Wechselseitige Angewiesenheit ist ein konstitutives Merkmal des öffentlichen Schulsystems.1 An einem Beispiel soll dieser Sachverhalt illustriert werden. Die öffentliche, allgemeine Schule wurde im Wege rechtlich getragener Institutionalisierung begründet (Fend 2006b). Der autonom handelnde Staat versetzte Eltern und Kinder in eine Abhängigkeitsbeziehung, die Schulpflicht. Jenseits dieser formalen Bestimmung aber war der Staat selbst von den Elte…
Schulische Veränderung als Prozess des „Nacherfindens “
Wie kommt Schulpolitik mit ihren Absichten, Zielvorgaben und Programmen in die Schule? Eine konventionelle Analyse nimmt an, dass eine bindende politische Entscheidung umgesetzt wird: Sachlich als Vollzug durch befolgungspflichtige Umsetzungsakteure in einer hierarchischen Beziehungskette, zeitlich in nacheinandergeschaltete Phasen gegliedert.55
Dimensionen der Koordination: Hierarchische Beobachtung in einer antagonistischen Kooperationsbeziehung
Governanceforschung interessiert, wie das Schulsystem als Verbund von Politik und Schule zusammengehalten und weiterentwickelt wird.1 Die Schule kann als "bürokratische Schule" ebensowenig funktionieren wie als "autonome" Domäne der Lehrerinnen. Die "Winkelschulen" (Fertig 1983; Neugebauer 1985, 581–601), die eine "gewisse Art Haußschulen sind, die zum Nachtheil der öffentlichen Schulen von gewissen eigennützigen Leuten, gantz eigenmächtig errich…
Governance, Schule und Politik: Zwischen Antagonismus und Kooperation
Aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Governanceforschung werden in diesem Band ausgewählte Teilthemen der Beziehung zwischen staatlicher Politik und Schule untersucht. Diese Beziehung wird als antagonistisch und doch kooperativ verstanden und entsprechend auf der Grundlage des sozialwissenschaftlichen Modells der antagonistischen Kooperation untersucht. Gleichzeitig werden neue Absichten der Bildungspolitik problematisiert, die darauf zie…
Bildungsexpansion, Reform der Sekundarstufe I und Pädagogische Arbeitsstellen
Der Beitrag befasst sich mit Funktionen und Wirkungen der Pädagogischen Arbeitsstellen in den Kantonen Bern und Zürich. Sie wurden in den 1970er-Jahren in den Erziehungsdirektionen eingerichtet. Dort sollten sie wissenschaftliche Informationen mit zentraler Planung als neuem Politikmodus verklammern und sich u.a. an einer der Folgen der Bildungsexpansion, der Strukturreform der Sekundarstufe I, bewähren. Die wissensbasierte Verwaltungsreform wurd…
Governance, Schule und Politik: Zwischen Antagonismus und Kooperation
Aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Governanceforschung werden in diesem Band ausgewählte Teilthemen der Beziehung zwischen staatlicher Politik und Schule untersucht. Diese Beziehung wird als antagonistisch und doch kooperativ verstanden und entsprechend auf der Grundlage des sozialwissenschaftlichen Modells der antagonistischen Kooperation untersucht. Gleichzeitig werden neue Absichten der Bildungspolitik problematisiert, die darauf zie…
Bildungsexpansion, Reform der Sekundarstufe I und Pädagogische Arbeitsstellen
Der Beitrag befasst sich mit Funktionen und Wirkungen der Pädagogischen Arbeitsstellen in den Kantonen Bern und Zürich. Sie wurden in den 1970er-Jahren in den Erziehungsdirektionen eingerichtet. Dort sollten sie wissenschaftliche Informationen mit zentraler Planung als neuem Politikmodus verklammern und sich u.a. an einer der Folgen der Bildungsexpansion, der Strukturreform der Sekundarstufe I, bewähren. Die wissensbasierte Verwaltungsreform wurd…
Governance, Schule und Politik: Zwischen Antagonismus und Kooperation
Aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Governanceforschung werden in diesem Band ausgewählte Teilthemen der Beziehung zwischen staatlicher Politik und Schule untersucht. Diese Beziehung wird als antagonistisch und doch kooperativ verstanden und entsprechend auf der Grundlage des sozialwissenschaftlichen Modells der antagonistischen Kooperation untersucht. Gleichzeitig werden neue Absichten der Bildungspolitik problematisiert, die darauf zie…
Educational Governance: Zur Analyse der Handlungskoordination im Mehrebenensystem der Schule
Die Governance-Perspektive ist als moderne Wiederbelebung eines alten Themas zu verstehen. Die europäische Geschichte lässt sich als jahrhundertelange Auseinandersetzung zwischen Kirche und weltlicher Gewalt, die sich später zum souveränen Staat entwickelte, lesen. Die Bedeutung der Kirche verblasste sukzessive, obwohl ihr Einfluss gerade im Bildungsbereich bedeutend war und sogar bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts nachhallte. Die Institutiona…
Governance der Schule im Kontext von Interdependenzen und sozialem Wissen
Wechselseitige Angewiesenheit ist ein konstitutives Merkmal des öffentlichen Schulsystems.1 An einem Beispiel soll dieser Sachverhalt illustriert werden. Die öffentliche, allgemeine Schule wurde im Wege rechtlich getragener Institutionalisierung begründet (Fend 2006b). Der autonom handelnde Staat versetzte Eltern und Kinder in eine Abhängigkeitsbeziehung, die Schulpflicht. Jenseits dieser formalen Bestimmung aber war der Staat selbst von den Elte…
Schulische Veränderung als Prozess des „Nacherfindens “
Wie kommt Schulpolitik mit ihren Absichten, Zielvorgaben und Programmen in die Schule? Eine konventionelle Analyse nimmt an, dass eine bindende politische Entscheidung umgesetzt wird: Sachlich als Vollzug durch befolgungspflichtige Umsetzungsakteure in einer hierarchischen Beziehungskette, zeitlich in nacheinandergeschaltete Phasen gegliedert.55
Dimensionen der Koordination: Hierarchische Beobachtung in einer antagonistischen Kooperationsbeziehung
Governanceforschung interessiert, wie das Schulsystem als Verbund von Politik und Schule zusammengehalten und weiterentwickelt wird.1 Die Schule kann als "bürokratische Schule" ebensowenig funktionieren wie als "autonome" Domäne der Lehrerinnen. Die "Winkelschulen" (Fertig 1983; Neugebauer 1985, 581–601), die eine "gewisse Art Haußschulen sind, die zum Nachtheil der öffentlichen Schulen von gewissen eigennützigen Leuten, gantz eigenmächtig errich…
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