Christine Wiezorek
Biographic Data
| ID | 4172368 |
|---|---|
| NAME | Christine Wiezorek |
| GIVEN NAMES | Christine |
| FAMILY NAME | Wiezorek |
| SIGNATURE | WIEZOREK C |
| AFFILIATIONS | Friedrich Schiller University Jena |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 24 |
| TOTAL CITATIONS | 15 |
| AUTHOR COUNT | 22 |
| EDITOR COUNT | 2 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 2005 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2022 |
| H-INDEX | 2 |
Aufbrüche, Umbrüche, Abbrüche: Wegmarken Qualitativer Bildungs- und Biographieforschung
Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik
Bibliographie: Engel, Juliane/Fuchs, Thorsten/Demmer, Christine/Wiezorek, Christine: ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik, ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, 1-2022, S. 3-6. https://doi.org/10.3224/zqf.v23i1.01-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 30.08.2022 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 Internatio…
Der Integrationsauftrag der Schule – erziehungs- und rechtswissenschaftliche Perspektiven
Bibliographie : Wiezorek, Christine/Reimer, Franz: Der Integrationsauftrag der Schule – erziehungs- und rechtswissenschaftliche Perspektiven, Erziehungswissenschaft, 62 (1-2021), S. 23-33. https://doi.org/10.3224/ezw.v32i1.03
Das Erziehungswissenschaftliche qualitativer Forschung
Biographieforschung und Bildungsforschung. Potenziale erziehungswissenschaftlicher Perspektiven auf die Erforschung von Lern- und Bildungsprozessen
Das Potenzial erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung liegt allgemein in der Analyse von individuellen Lern- und Bildungsprozessen. Anhand der Unterscheidung von bildungstheoretisch fundierten und soialisationstheoretisch ausgerichteten Zugängen erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung diskutiert der Beitrag, dass mit den verschiedenen Zugängen jeweils andere Aspekte in der Betrachtung biographischer Prozesse geschärft werden, di…
(Keine) Bildungsprozesse bei Kindern, (aber) verlaufskurvenförmige Entwicklung und biografische Orientierungen: Eine Problematisierung der „Erwachsenenbezogenheit“ theoretischer Konzepte in der qualit…
Christine Wiezorek, (Keine) Bildungsprozesse bei Kindern, (aber) verlaufskurvenförmige Entwicklung und biografische Orientierungen?, Theorien in der qualitativen Bildungsforschung – Qualitative Bildungsforschung als Theoriegenerierung, pp. 61-82
Armut, Bildungsferne, Erziehungsunfähigkeit: Zur Reproduktion sozialer Ungleichheit in pädagogischen Normalitätsvorstellungen
Schulentwicklung im Transformationsprozess — Zum Verhältnis von Biographie und schulischen Reformprozessen
Während es in der historischen Bildungsforschung und Schulpädagogik eine lange Tradition hat, Lebensgeschichten und Berufsverläufe von Lehrern zu betrachten, nehmen Schülerbiographien noch immer einen vergleichsweise geringen Stellenwert in der Schulforschung ein. Biographische Studien zu Schülern beziehen sich bisher vor allem auf den Zusammenhang von Lernbiographien im engeren Sinn und pädagogischen Rahmenbedingungen konkreter Einzelschulen ode…
Zwischen Elternrecht und Kindeswohl
Dieser Beitrag thematisiert den sich im Spannungsfeld von Elternrecht und Kindeswohl konstituierenden sozialpädagogischen Blick auf Familie. Sozialpädagogisches Handeln ist, so schreiben (1996, S. 10), „ohne einen dezidierten oder verborgenen Familienbezug nicht denkbar. Soziale Arbeit im weitesten Sinn als Element gesellschaftlich-öffentlicher Gestaltung von Lebensformen findet seit ihren Ursprüngen in Auseinandersetzung mit, in Absetzung von od…
Zur Relevanz des Politischen in Jugendkulturen — Geschlecht, Migration, Generation als Differenzierungskriterien
AuszugWir haben uns in den beiden zentralen Teilen dieses Buches unter anderem der Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen Jugendkulturen und Politik auf zwei getrennten methodischen Wegen angenähert. Die Resultate des Jugendsurveys haben gezeigt, dass im Gegensatz zu den Diagnosen in der aktuellen Jugendforschung keineswegs von einer generellen Entpolitisierung der Jugendkulturlandschaft (vgl. z.B. Sander 1995) gesprochen werden kann. Vielme…
Die Schulklasse als heimatlicher Raum und als Ort der Einübung in demokratische Haltungen
AuszugDie Schule Unterfeld entstand im Zuge der Einführung der Hauptschule in Nordrhein-Westfalen 1968 als städtische Gemeinschaftshauptschule. Unterfeld, eine ehemals durch den Bergbau geprägte typische Industriegemeinde, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Ortsteil zu Ruhrstadt eingemeindet wurde, ist vor allem Wohngegend der Gesamtstadt und durch die ortsansässige Automobilindustrie und industrielle Gewerbe geprägt. Die Hauptschule Unte…
Unpolitische Jugend: Eine Studie Zum Verhältnis Von Schule, Anerkennung und Politik
In der Studie werden politische Orientierungen von Jugendlichen im Rahmen schulischer Anerkennungsbeziehungen untersucht. HierfÃ1⁄4r werden Ansätze der Schulkultur-, der Rechtsextremismus- und der Gewaltforschung miteinander verbunden und an modernisierungs-, sozialisations- und anerkennungstheoretische Diskurslinien angeknÃ1⁄4pft. Dabei verbindet die Studie in einer neuartigen Weise quantitative und qualitative Forschungszugänge. Auf der Basis e…
Vorwort
Warum müssen wir in die Schule gehen? lautet die Frage des Kindes, die so schwierig erscheint, dass ein Nobelpreisträger herangezogen wird, sie zu beantworten.* Und so erzählt Kenzaburô Oe, Literaturnobelpreisträger 1994, wie er sich als Kind selbst diese Frage stellte, und als Erwachsener durch seinen behinderten Sohn Hikari schließlich eine Antwort fand: Hikari erwarb in der Schule die für ihn „wichtigste Sprache, um die Tiefe und den Reichtum …
Fallanalyse: Dennis Brandt
Das Interview mit Dennis Brandt entstand im Frühjahr 1997. Zu diesem Zeitpunkt war er Schüler der 12. Klasse eines Fachgymnasiums; sein Realschulabschluss an der Vogelbergschule lag bereits zwei Jahre zurück. Im Analyseprozess wurde die Datenerhebung wie im Fall Michael Wagner durch telefonische Nachfragen ergänzt; und durch ein familienbiographisches Gespräch erweitert. Dieses Gespräch fand ca. eineinhalb Jahre nach dem ersten Interview statt. Z…
Fallanalyse: Michael Wagner
Michael Wagner113 habe ich das erste Mal im Sommer 1997, zwei Monate nach dem Ende seiner Schulzeit, in der Wohnung seiner Familie interviewt. Er sprach so ausführlich und lange über seine Schulzeit, dass die von beiden Seiten eingeplante Zeit für die Nachfragen nicht ausreichte. Wir trafen uns für den zweiten Teil des Interviews erneut nach 14 Tagen. Die beiden zu diesen Zeitpunkten aufgenommenen Interviews bilden die Grundlage der vorliegenden …
Methodische und formaltheoretische Ausgangspunkte
Der Beitrag, den die Schule zur sozialen Organisation der Biographie leistet, soll hier in einer rekonstruktiven, fallanalytiseh ausgerichteten Forschungsweise erschlossen werden.
Fallanalyse: Klaus Kutschbach
Das Interview mit Klaus Kutschbach entstand im Frühjahr 1997. Klaus Kutschbach befand sich zu diesem Zeitpunkt im 2. Lehrjahr einer Berufsausbildung zum Dachdecker. Die Vogelbergschule verließ er im Sommer 1995 mit dem Hauptschulabschluss. Eine Erweiterung des Interviews im Zuge des Auswertungsprozesses um ein familienbiographisches Gespräch kam hier nicht zustande. Klaus Kutschbach, der einige Monate nach dem Interviewtermin aus dem elterlichen …
Anerkennung
Soweit sich die Etymologie des Begriffs anhand einschlägiger Wörterbücher zurückverfolgen lässt, entwickelte sich das Wort ‚anerkennen‘ im 16. Jahrhundert aus dem Wort‚erkennen‘ (Kluge 1989). ‚Erkennen‘ ist zunächst gebräuchlich in den Bedeutungen von erstens , durch die Sinne wahrnehmen‘ („Ich kann die Buchstaben nicht erkennen.“), zweitens , durch Vergleich unterscheiden und wieder erkennen‘ („Ich erkenne es deutlich wieder.“), drittens ‚durch …
Zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Aufwachsens im Osten Deutschlands in den achtziger und neunziger Jahren
In dem Verständnis, dass Sozialisation einen Prozess darstellt, der eingebettet in und in Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Gegebenheiten verläuft, geht es hier um die Darstellung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die das Aufwachsen in den achtziger und neunziger Jahren in Ostdeutschland bestimmten. Dies wird notwendig, da der Schule und der Familie in der DDR ausgehend von einer anderen Gesellschaftskonzeption andere gesellschaft…
Biographie — Schule — Gesellschaft: Abschließende Bemerkungen
Die über die Schule strukturierten Anerkennungsproblematiken drehen sich, so wurde gerade zusammengefasst, um Prozesse der Auseinandersetzung mit und der Übernahme von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen, die durch die Schule als gesellschaftlicher Sozialisationsinstanz an das Subjekt vermittelt werden sollen. Damit verweisen die Anerkennungsproblematiken zentral auf die Gesellschaftlichkeit von Schule. Das heißt, sie zeigen an, dass Schule ei…
Schule als Sozialisationsinstanz zwischen der Beförderung autonomer Handlungsfähigkeit und der Generierung biographischer Verlaufskurven
Ausgangspunkt der Studie stellte, dies soll an dieser Stelle kurz erinnert werden, die Frage nach dem Beitrag der Schule zur sozialen Organisation der Biographie dar. Dass es einen solchen Beitrag gibt, so wurde eingangs unterstellt, ergebe sich aus der Schulpflicht, der die Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft unterliegen: Schule würde durch diese zur strukturellen Gegebenheit der Biographie, sie mache einen Teil der Lebenszeit aus.
Schule als strukturelle Gegebenheit der Biographie: Problemaufriss und empirischer Bezugsrahmen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit thematisiert Schule und schulische Sozialisation. Unter dem Gesichtspunkt, dass in unserer Gesellschaft Schule und Biographie über die Schulpflicht miteinander verbunden sind, weil diese den Alltag und die Lebenswelt des Sozialisanden über Jahre (mit-) bestimmt, geht die Arbeit der Frage nach, worin der Beitrag besteht, den die Schule zur sozialen Organisation der Biographie leistet
Anerkennung in pädagogischen Beziehungen Ein Problemaufriss
Die Theorie der Anerkennung, wie sie im Anschluss an Fichte, Hegel, Mead u.a. etwa von Taylor (1993), Benjamin (1990, 2002), Butler (2001) oder Honneth (1992) reformuliert worden ist (vgl. auch den Aufsatz von Sitzer und Wiezorek in diesem Band), hat in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit auf sich gezogen und den Status einer umfassenden Gesellschaftstheorie gewonnen, die beansprucht, die moralische Grammatik sozialer Kämpfe und Auseinand…
Schule, Biografie und Anerkennung: Eine Fallbezogene Diskussion der Schule Als Sozialisationsinstanz
Auf der Grundlage der Rekonstruktion von Schulbiografien und familienbiografischen HintergrÃ1⁄4nden ostdeutscher Jugendlicher sowie der Deskription gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ihres Aufwachsens geht die Autorin der Frage nach, worin der Beitrag besteht, den die Schule zur sozialen Organisation der Biografie leistet. Sie entwickelt darauf aufbauend ein Konzept der Schule als Schulsozialisationsinstanz, das die gängige sozialisationstheore…
Schule, Biografie und Anerkennung: Eine Fallbezogene Diskussion der Schule Als Sozialisationsinstanz
Auf der Grundlage der Rekonstruktion von Schulbiografien und familienbiografischen HintergrÃ1⁄4nden ostdeutscher Jugendlicher sowie der Deskription gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ihres Aufwachsens geht die Autorin der Frage nach, worin der Beitrag besteht, den die Schule zur sozialen Organisation der Biografie leistet. Sie entwickelt darauf aufbauend ein Konzept der Schule als Schulsozialisationsinstanz, das die gängige sozialisationstheore…
Biographieforschung und Bildungsforschung. Potenziale erziehungswissenschaftlicher Perspektiven auf die Erforschung von Lern- und Bildungsprozessen
Das Potenzial erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung liegt allgemein in der Analyse von individuellen Lern- und Bildungsprozessen. Anhand der Unterscheidung von bildungstheoretisch fundierten und soialisationstheoretisch ausgerichteten Zugängen erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung diskutiert der Beitrag, dass mit den verschiedenen Zugängen jeweils andere Aspekte in der Betrachtung biographischer Prozesse geschärft werden, di…
Vorwort
Warum müssen wir in die Schule gehen? lautet die Frage des Kindes, die so schwierig erscheint, dass ein Nobelpreisträger herangezogen wird, sie zu beantworten.* Und so erzählt Kenzaburô Oe, Literaturnobelpreisträger 1994, wie er sich als Kind selbst diese Frage stellte, und als Erwachsener durch seinen behinderten Sohn Hikari schließlich eine Antwort fand: Hikari erwarb in der Schule die für ihn „wichtigste Sprache, um die Tiefe und den Reichtum …
Fallanalyse: Dennis Brandt
Das Interview mit Dennis Brandt entstand im Frühjahr 1997. Zu diesem Zeitpunkt war er Schüler der 12. Klasse eines Fachgymnasiums; sein Realschulabschluss an der Vogelbergschule lag bereits zwei Jahre zurück. Im Analyseprozess wurde die Datenerhebung wie im Fall Michael Wagner durch telefonische Nachfragen ergänzt; und durch ein familienbiographisches Gespräch erweitert. Dieses Gespräch fand ca. eineinhalb Jahre nach dem ersten Interview statt. Z…
Fallanalyse: Michael Wagner
Michael Wagner113 habe ich das erste Mal im Sommer 1997, zwei Monate nach dem Ende seiner Schulzeit, in der Wohnung seiner Familie interviewt. Er sprach so ausführlich und lange über seine Schulzeit, dass die von beiden Seiten eingeplante Zeit für die Nachfragen nicht ausreichte. Wir trafen uns für den zweiten Teil des Interviews erneut nach 14 Tagen. Die beiden zu diesen Zeitpunkten aufgenommenen Interviews bilden die Grundlage der vorliegenden …
Methodische und formaltheoretische Ausgangspunkte
Der Beitrag, den die Schule zur sozialen Organisation der Biographie leistet, soll hier in einer rekonstruktiven, fallanalytiseh ausgerichteten Forschungsweise erschlossen werden.
Fallanalyse: Klaus Kutschbach
Das Interview mit Klaus Kutschbach entstand im Frühjahr 1997. Klaus Kutschbach befand sich zu diesem Zeitpunkt im 2. Lehrjahr einer Berufsausbildung zum Dachdecker. Die Vogelbergschule verließ er im Sommer 1995 mit dem Hauptschulabschluss. Eine Erweiterung des Interviews im Zuge des Auswertungsprozesses um ein familienbiographisches Gespräch kam hier nicht zustande. Klaus Kutschbach, der einige Monate nach dem Interviewtermin aus dem elterlichen …
Anerkennung
Soweit sich die Etymologie des Begriffs anhand einschlägiger Wörterbücher zurückverfolgen lässt, entwickelte sich das Wort ‚anerkennen‘ im 16. Jahrhundert aus dem Wort‚erkennen‘ (Kluge 1989). ‚Erkennen‘ ist zunächst gebräuchlich in den Bedeutungen von erstens , durch die Sinne wahrnehmen‘ („Ich kann die Buchstaben nicht erkennen.“), zweitens , durch Vergleich unterscheiden und wieder erkennen‘ („Ich erkenne es deutlich wieder.“), drittens ‚durch …
Zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Aufwachsens im Osten Deutschlands in den achtziger und neunziger Jahren
In dem Verständnis, dass Sozialisation einen Prozess darstellt, der eingebettet in und in Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Gegebenheiten verläuft, geht es hier um die Darstellung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die das Aufwachsen in den achtziger und neunziger Jahren in Ostdeutschland bestimmten. Dies wird notwendig, da der Schule und der Familie in der DDR ausgehend von einer anderen Gesellschaftskonzeption andere gesellschaft…
Biographie — Schule — Gesellschaft: Abschließende Bemerkungen
Die über die Schule strukturierten Anerkennungsproblematiken drehen sich, so wurde gerade zusammengefasst, um Prozesse der Auseinandersetzung mit und der Übernahme von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen, die durch die Schule als gesellschaftlicher Sozialisationsinstanz an das Subjekt vermittelt werden sollen. Damit verweisen die Anerkennungsproblematiken zentral auf die Gesellschaftlichkeit von Schule. Das heißt, sie zeigen an, dass Schule ei…
Schule als Sozialisationsinstanz zwischen der Beförderung autonomer Handlungsfähigkeit und der Generierung biographischer Verlaufskurven
Ausgangspunkt der Studie stellte, dies soll an dieser Stelle kurz erinnert werden, die Frage nach dem Beitrag der Schule zur sozialen Organisation der Biographie dar. Dass es einen solchen Beitrag gibt, so wurde eingangs unterstellt, ergebe sich aus der Schulpflicht, der die Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft unterliegen: Schule würde durch diese zur strukturellen Gegebenheit der Biographie, sie mache einen Teil der Lebenszeit aus.
Schule als strukturelle Gegebenheit der Biographie: Problemaufriss und empirischer Bezugsrahmen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit thematisiert Schule und schulische Sozialisation. Unter dem Gesichtspunkt, dass in unserer Gesellschaft Schule und Biographie über die Schulpflicht miteinander verbunden sind, weil diese den Alltag und die Lebenswelt des Sozialisanden über Jahre (mit-) bestimmt, geht die Arbeit der Frage nach, worin der Beitrag besteht, den die Schule zur sozialen Organisation der Biographie leistet
Anerkennung in pädagogischen Beziehungen Ein Problemaufriss
Die Theorie der Anerkennung, wie sie im Anschluss an Fichte, Hegel, Mead u.a. etwa von Taylor (1993), Benjamin (1990, 2002), Butler (2001) oder Honneth (1992) reformuliert worden ist (vgl. auch den Aufsatz von Sitzer und Wiezorek in diesem Band), hat in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit auf sich gezogen und den Status einer umfassenden Gesellschaftstheorie gewonnen, die beansprucht, die moralische Grammatik sozialer Kämpfe und Auseinand…
Schule, Biografie und Anerkennung: Eine Fallbezogene Diskussion der Schule Als Sozialisationsinstanz
Auf der Grundlage der Rekonstruktion von Schulbiografien und familienbiografischen HintergrÃ1⁄4nden ostdeutscher Jugendlicher sowie der Deskription gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ihres Aufwachsens geht die Autorin der Frage nach, worin der Beitrag besteht, den die Schule zur sozialen Organisation der Biografie leistet. Sie entwickelt darauf aufbauend ein Konzept der Schule als Schulsozialisationsinstanz, das die gängige sozialisationstheore…
Unpolitische Jugend: Eine Studie Zum Verhältnis Von Schule, Anerkennung und Politik
In der Studie werden politische Orientierungen von Jugendlichen im Rahmen schulischer Anerkennungsbeziehungen untersucht. HierfÃ1⁄4r werden Ansätze der Schulkultur-, der Rechtsextremismus- und der Gewaltforschung miteinander verbunden und an modernisierungs-, sozialisations- und anerkennungstheoretische Diskurslinien angeknÃ1⁄4pft. Dabei verbindet die Studie in einer neuartigen Weise quantitative und qualitative Forschungszugänge. Auf der Basis e…
Schulentwicklung im Transformationsprozess — Zum Verhältnis von Biographie und schulischen Reformprozessen
Während es in der historischen Bildungsforschung und Schulpädagogik eine lange Tradition hat, Lebensgeschichten und Berufsverläufe von Lehrern zu betrachten, nehmen Schülerbiographien noch immer einen vergleichsweise geringen Stellenwert in der Schulforschung ein. Biographische Studien zu Schülern beziehen sich bisher vor allem auf den Zusammenhang von Lernbiographien im engeren Sinn und pädagogischen Rahmenbedingungen konkreter Einzelschulen ode…
Zwischen Elternrecht und Kindeswohl
Dieser Beitrag thematisiert den sich im Spannungsfeld von Elternrecht und Kindeswohl konstituierenden sozialpädagogischen Blick auf Familie. Sozialpädagogisches Handeln ist, so schreiben (1996, S. 10), „ohne einen dezidierten oder verborgenen Familienbezug nicht denkbar. Soziale Arbeit im weitesten Sinn als Element gesellschaftlich-öffentlicher Gestaltung von Lebensformen findet seit ihren Ursprüngen in Auseinandersetzung mit, in Absetzung von od…
Zur Relevanz des Politischen in Jugendkulturen — Geschlecht, Migration, Generation als Differenzierungskriterien
AuszugWir haben uns in den beiden zentralen Teilen dieses Buches unter anderem der Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen Jugendkulturen und Politik auf zwei getrennten methodischen Wegen angenähert. Die Resultate des Jugendsurveys haben gezeigt, dass im Gegensatz zu den Diagnosen in der aktuellen Jugendforschung keineswegs von einer generellen Entpolitisierung der Jugendkulturlandschaft (vgl. z.B. Sander 1995) gesprochen werden kann. Vielme…
Die Schulklasse als heimatlicher Raum und als Ort der Einübung in demokratische Haltungen
AuszugDie Schule Unterfeld entstand im Zuge der Einführung der Hauptschule in Nordrhein-Westfalen 1968 als städtische Gemeinschaftshauptschule. Unterfeld, eine ehemals durch den Bergbau geprägte typische Industriegemeinde, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Ortsteil zu Ruhrstadt eingemeindet wurde, ist vor allem Wohngegend der Gesamtstadt und durch die ortsansässige Automobilindustrie und industrielle Gewerbe geprägt. Die Hauptschule Unte…
Armut, Bildungsferne, Erziehungsunfähigkeit: Zur Reproduktion sozialer Ungleichheit in pädagogischen Normalitätsvorstellungen
(Keine) Bildungsprozesse bei Kindern, (aber) verlaufskurvenförmige Entwicklung und biografische Orientierungen: Eine Problematisierung der „Erwachsenenbezogenheit“ theoretischer Konzepte in der qualit…
Christine Wiezorek, (Keine) Bildungsprozesse bei Kindern, (aber) verlaufskurvenförmige Entwicklung und biografische Orientierungen?, Theorien in der qualitativen Bildungsforschung – Qualitative Bildungsforschung als Theoriegenerierung, pp. 61-82
Biographieforschung und Bildungsforschung. Potenziale erziehungswissenschaftlicher Perspektiven auf die Erforschung von Lern- und Bildungsprozessen
Das Potenzial erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung liegt allgemein in der Analyse von individuellen Lern- und Bildungsprozessen. Anhand der Unterscheidung von bildungstheoretisch fundierten und soialisationstheoretisch ausgerichteten Zugängen erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung diskutiert der Beitrag, dass mit den verschiedenen Zugängen jeweils andere Aspekte in der Betrachtung biographischer Prozesse geschärft werden, di…
Das Erziehungswissenschaftliche qualitativer Forschung
Der Integrationsauftrag der Schule – erziehungs- und rechtswissenschaftliche Perspektiven
Bibliographie : Wiezorek, Christine/Reimer, Franz: Der Integrationsauftrag der Schule – erziehungs- und rechtswissenschaftliche Perspektiven, Erziehungswissenschaft, 62 (1-2021), S. 23-33. https://doi.org/10.3224/ezw.v32i1.03
Aufbrüche, Umbrüche, Abbrüche: Wegmarken Qualitativer Bildungs- und Biographieforschung
Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik
Bibliographie: Engel, Juliane/Fuchs, Thorsten/Demmer, Christine/Wiezorek, Christine: ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik, ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, 1-2022, S. 3-6. https://doi.org/10.3224/zqf.v23i1.01-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 30.08.2022 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 Internatio…
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