Christoph Sachße
Biographic Data
| ID | 5134397 |
|---|---|
| NAME | Christoph Sachße |
| GIVEN NAMES | Christoph |
| FAMILY NAME | Sachße |
| SIGNATURE | SACHßE C |
| AFFILIATIONS | Facility for Antiproton and Ion Research |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 13 |
| TOTAL CITATIONS | 10 |
| AUTHOR COUNT | 13 |
| EDITOR COUNT | 0 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1994 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2013 |
| H-INDEX | 1 |
Social Mothers
Women have always been and remain overrepresented among the recipients of poor relief and welfare. Modern social-service professions and systems in many Western societies have largely been influenced by women's movements and concepts of female emancipation. The development of social work as women's work in Germany can be understood adequately only within a broader context of late-nineteenth-century social reform. Middle-class social reformers wer…
Traditionslinien bürgerschaftlichen Engagements
Die „Zivilgesellschaft“ oder „Bürgergesellschaft“ hat seit Beginn der 90er Jahre mit Macht Einzug in die tagespolitischen Debatten der Bundesrepublik gehalten. Der aktive, engagierte Bürger — in den Hochzeiten sozialstaatlicher Planungs- und Gestaltungseuphorie der 70er Jahre eher an den Rand politischer Aufmerksamkeit gedrängt — feiert ein glänzendes Comeback. Die Ursachen dafür liegen einerseits in Krisen des Systems sozialer Sicherung und -jen…
Freiwilligenarbeit und private Wohlfahrtskultur in historischer Perspektive
Die Renten sind nicht mehr sicher, die Kosten der Arbeitslosigkeit enorm. Die gesetzliche Krankenversicherung ist überfordert. Die Ausgaben für Sozialhilfe strapazieren die Haushalte der Kommunen bis an die Grenzen. Ein ganzes Bündel gesellschaftlicher Wandlungsprozesse hat dazu gefuhrt, daß die in hundert Jahren gewachsenen Formen und Systeme wohlfahrtsstaatlicher Sicherung an finanzielle Schranken und an Grenzen der politischen Legitimation sto…
Fürsorgeentwicklung in der Weimarer Republik
Am 9. November 1918 dankte der Kaiser ab, Philipp Scheidemann rief die Republik aus. Am 10. November wurde der Rat der Volksbeauftragten, die neue Regierung, gebildet, bestehend aus drei Vertretern der USPD und dreien der SPD, unter ihnen Fsriedrich Ebert, der neue Reichskanzler. Trotz dieses radikalen Machtwechsels an der Spitze des Staates blieben einschneidende Strukturveränderungen der sozioökonomischen Machtverhältnisse aus: Weder wurden umg…
Sozialarbeit als Beruf
Mit dem quantitativen und qualitativen Ausbau der kommunalen Wohlfahrtseinrichtungen und der Reformulierung ihrer gesetzlichen Grundlagen und Aufgaben war die Sozialarbeit in der Weimarer Zeit zu einem festen Bestandteil öffentlicher Sozialpolitik geworden. Damit waren zugleich die organisatorischen Bedingungen für ihre Etablierung als Beruf gegeben oder umgekehrt: Art und Umfang der neu geschaffenen kommunalen Wohlfahrtseinrichtungen setzten die…
Sozialarbeit als Frauenberuf
Die im Laufe des 19. Jahrhunderts in Europa sich formierenden Emanzipationsbestrebungen von Frauen thematisieren einen zentralen Widerspruch bürgerlicher Gesellschaft: ihre Forderung nach Freiheit und Gleichheit fier alle Menschen bei gleichzeitiger Vorenthaltung gleicher Rechte für einen Großteil der Bevölkerung. »Staaten, die zum Schutz der Menschenrechte entstanden, entziehen ihn der Hälfte ihrer bürgerfähigen Einwohner«, schrieb Theodor Gottl…
Von der Fürsorge zur Wohlfahrtspflege
Die geschilderten Reformen der städtischen Armenfürsorge waren Ausdruck einer Überforderung durch soziale Probleme neuer Art und neuen Ausmaßes. Dies galt aber nicht nur für die Verwaltungsorganisation, sondern auch für Art und Umfang der Fürsorgeleistungen und ihrer Erbringung. Seit Beginn der neunziger Jahre begann parallel zu den eben geschilderten Reformen ein Ausbau neuer Fürsorgemaßnahmen und -leistungen jenseits des klassischen Kernbereich…
Fürsorgeentwicklung im Ersten Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg bedeutete für die Entwicklung moderner Sozialarbeit in Deutschland eine einschneidende Zäsur; dies gilt generell für die deutsche Fürsorgeentwicklung. Art und Ausmaß der Notstände veränderten sich unter dem Druck der Kriegsereignisse und riefen neuartige Maßnahmen und Einrichtungen der Fürsorge hervor, die — in Ansätzen und Überlegungen bereits vorhanden — nun verallgemeinert und häufig für die weitere Entwicklung bestimmend w…
Schlußbetrachtung
Im Laufe der zwanziger Jahre kam die Entwicklung beruflicher Sozialarbeit in Deutschland zu einem vorläufigen Abschluß. In Reichsjugendwohlfahrtsgesetz, Reichsfürsorgepflichtverordnung und Reichsgrundsätzen waren modernisierte Rechtsgrundlagen der kommunalen Fürsorge geschaffen, die die Aufgaben der Sozialarbeit präzisierten. Die kommunale Fürsorgeverwaltung war derart reorganisiert und ausgebaut worden, daß die Sozialarbeit ein zunehmendes Überg…
Soziale Frage und Sozialpolitik im Kaiserreich
Mit dem »Gründerkrach« des Jahres 1873 brach nicht nur ein durch die französischen Reparationsmilliarden angeheizter, künstlich aufgeblähter Wirtschaftsboom zusammen. Gleichzeitig endete die Ara liberal-kapitalistischer Expansion in Deutschland. Er bildete den Auftakt fier eine bis in die Mitte der neunziger Jahre anhaltende ökonomische Depressionsphase. In dieser Zeit der »Großen Depression«, einer Zeit tiefgreifenden ökonomischen, sozialen und …
Einleitung
In der Bundesrepublik gab es 1984 ca. 355 000 berufliche Sozialarbeiter. Noch um die Jahrhundertwende waren es nur einige Dutzend im ganzen Deutschen Reich. Diese bemerkenswerte Expansion eines neuen Berufes war jahrzehntelang begleitet von optimistischen Prognosen und Forderungen, die — wenn nur mehr Stellen, eine qualifiziertere Ausbildung und verbesserte Arbeitsbedingungen für Sozialarbeiter geschaffen würden — die sozialen Probleme moderner I…
Die Krise der Quartiersarmenpflege und ihre Reorganisation
Die gesetzliche Grundlage der Armenfürsorge im Deutschen Reich bildete das »Reichs-Gesetz über den Unterstützungswohnsitz«. In seiner ursprünglichen Fassung vom 6. Juni 1870 war dieses zunächst als Gesetz des Norddeutschen Bundes erlassen worden. Nach der Gründung des Deutschen Reiches wurde das Gesetz dann zum Reichsgesetz. Es trat am 16. April 1871 in Kraft und galt nunmehr in allen Staaten des Deutschen Reiches mit Ausnahme von Württemberg, Ba…
Mütterlichkeit als Beruf
Fürsorgeentwicklung in der Weimarer Republik
Am 9. November 1918 dankte der Kaiser ab, Philipp Scheidemann rief die Republik aus. Am 10. November wurde der Rat der Volksbeauftragten, die neue Regierung, gebildet, bestehend aus drei Vertretern der USPD und dreien der SPD, unter ihnen Fsriedrich Ebert, der neue Reichskanzler. Trotz dieses radikalen Machtwechsels an der Spitze des Staates blieben einschneidende Strukturveränderungen der sozioökonomischen Machtverhältnisse aus: Weder wurden umg…
Sozialarbeit als Beruf
Mit dem quantitativen und qualitativen Ausbau der kommunalen Wohlfahrtseinrichtungen und der Reformulierung ihrer gesetzlichen Grundlagen und Aufgaben war die Sozialarbeit in der Weimarer Zeit zu einem festen Bestandteil öffentlicher Sozialpolitik geworden. Damit waren zugleich die organisatorischen Bedingungen für ihre Etablierung als Beruf gegeben oder umgekehrt: Art und Umfang der neu geschaffenen kommunalen Wohlfahrtseinrichtungen setzten die…
Sozialarbeit als Frauenberuf
Die im Laufe des 19. Jahrhunderts in Europa sich formierenden Emanzipationsbestrebungen von Frauen thematisieren einen zentralen Widerspruch bürgerlicher Gesellschaft: ihre Forderung nach Freiheit und Gleichheit fier alle Menschen bei gleichzeitiger Vorenthaltung gleicher Rechte für einen Großteil der Bevölkerung. »Staaten, die zum Schutz der Menschenrechte entstanden, entziehen ihn der Hälfte ihrer bürgerfähigen Einwohner«, schrieb Theodor Gottl…
Von der Fürsorge zur Wohlfahrtspflege
Die geschilderten Reformen der städtischen Armenfürsorge waren Ausdruck einer Überforderung durch soziale Probleme neuer Art und neuen Ausmaßes. Dies galt aber nicht nur für die Verwaltungsorganisation, sondern auch für Art und Umfang der Fürsorgeleistungen und ihrer Erbringung. Seit Beginn der neunziger Jahre begann parallel zu den eben geschilderten Reformen ein Ausbau neuer Fürsorgemaßnahmen und -leistungen jenseits des klassischen Kernbereich…
Fürsorgeentwicklung im Ersten Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg bedeutete für die Entwicklung moderner Sozialarbeit in Deutschland eine einschneidende Zäsur; dies gilt generell für die deutsche Fürsorgeentwicklung. Art und Ausmaß der Notstände veränderten sich unter dem Druck der Kriegsereignisse und riefen neuartige Maßnahmen und Einrichtungen der Fürsorge hervor, die — in Ansätzen und Überlegungen bereits vorhanden — nun verallgemeinert und häufig für die weitere Entwicklung bestimmend w…
Schlußbetrachtung
Im Laufe der zwanziger Jahre kam die Entwicklung beruflicher Sozialarbeit in Deutschland zu einem vorläufigen Abschluß. In Reichsjugendwohlfahrtsgesetz, Reichsfürsorgepflichtverordnung und Reichsgrundsätzen waren modernisierte Rechtsgrundlagen der kommunalen Fürsorge geschaffen, die die Aufgaben der Sozialarbeit präzisierten. Die kommunale Fürsorgeverwaltung war derart reorganisiert und ausgebaut worden, daß die Sozialarbeit ein zunehmendes Überg…
Soziale Frage und Sozialpolitik im Kaiserreich
Mit dem »Gründerkrach« des Jahres 1873 brach nicht nur ein durch die französischen Reparationsmilliarden angeheizter, künstlich aufgeblähter Wirtschaftsboom zusammen. Gleichzeitig endete die Ara liberal-kapitalistischer Expansion in Deutschland. Er bildete den Auftakt fier eine bis in die Mitte der neunziger Jahre anhaltende ökonomische Depressionsphase. In dieser Zeit der »Großen Depression«, einer Zeit tiefgreifenden ökonomischen, sozialen und …
Einleitung
In der Bundesrepublik gab es 1984 ca. 355 000 berufliche Sozialarbeiter. Noch um die Jahrhundertwende waren es nur einige Dutzend im ganzen Deutschen Reich. Diese bemerkenswerte Expansion eines neuen Berufes war jahrzehntelang begleitet von optimistischen Prognosen und Forderungen, die — wenn nur mehr Stellen, eine qualifiziertere Ausbildung und verbesserte Arbeitsbedingungen für Sozialarbeiter geschaffen würden — die sozialen Probleme moderner I…
Die Krise der Quartiersarmenpflege und ihre Reorganisation
Die gesetzliche Grundlage der Armenfürsorge im Deutschen Reich bildete das »Reichs-Gesetz über den Unterstützungswohnsitz«. In seiner ursprünglichen Fassung vom 6. Juni 1870 war dieses zunächst als Gesetz des Norddeutschen Bundes erlassen worden. Nach der Gründung des Deutschen Reiches wurde das Gesetz dann zum Reichsgesetz. Es trat am 16. April 1871 in Kraft und galt nunmehr in allen Staaten des Deutschen Reiches mit Ausnahme von Württemberg, Ba…
Mütterlichkeit als Beruf
Freiwilligenarbeit und private Wohlfahrtskultur in historischer Perspektive
Die Renten sind nicht mehr sicher, die Kosten der Arbeitslosigkeit enorm. Die gesetzliche Krankenversicherung ist überfordert. Die Ausgaben für Sozialhilfe strapazieren die Haushalte der Kommunen bis an die Grenzen. Ein ganzes Bündel gesellschaftlicher Wandlungsprozesse hat dazu gefuhrt, daß die in hundert Jahren gewachsenen Formen und Systeme wohlfahrtsstaatlicher Sicherung an finanzielle Schranken und an Grenzen der politischen Legitimation sto…
Traditionslinien bürgerschaftlichen Engagements
Die „Zivilgesellschaft“ oder „Bürgergesellschaft“ hat seit Beginn der 90er Jahre mit Macht Einzug in die tagespolitischen Debatten der Bundesrepublik gehalten. Der aktive, engagierte Bürger — in den Hochzeiten sozialstaatlicher Planungs- und Gestaltungseuphorie der 70er Jahre eher an den Rand politischer Aufmerksamkeit gedrängt — feiert ein glänzendes Comeback. Die Ursachen dafür liegen einerseits in Krisen des Systems sozialer Sicherung und -jen…
Social Mothers
Women have always been and remain overrepresented among the recipients of poor relief and welfare. Modern social-service professions and systems in many Western societies have largely been influenced by women's movements and concepts of female emancipation. The development of social work as women's work in Germany can be understood adequately only within a broader context of late-nineteenth-century social reform. Middle-class social reformers wer…
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