Heinz-Elmar Tenorth
Biographic Data
| ID | 5633131 |
|---|---|
| NAME | Heinz-Elmar Tenorth |
| GIVEN NAMES | Heinz-Elmar |
| FAMILY NAME | Tenorth |
| SIGNATURE | TENORTH H |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 54 |
| TOTAL CITATIONS | 42 |
| AUTHOR COUNT | 47 |
| EDITOR COUNT | 7 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1996 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2024 |
| H-INDEX | 4 |
Bildungsforschung – vernachlässigte Aspekte ihrer Geschichte am Beispiel der Theoriearbeit von Wolfgang Edelstein
Der Beitrag gilt bisher wenig beachteten Aspekten der Geschichte der „Bildungsforschung“. Ausgehend von der Standardgeschichte, dass empirische Bildungsforschung im Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung seinen Ursprung habe und dort geprägt wurde, zeigt der Beitrag nicht nur den weiteren Kontext, der die primer in the field -These schon erschüttert, sondern auch die internen Konflikte und die Varianz im Konzept. Vor allem aber gilt d…
Erziehungswissenschaft seit 1990
Der Beitrag untersucht die Sozialgestalt der Erziehungswissenschaft seit der Vereinigung 1990, die als historische Zäsur auch deshalb gilt, weil sie eine lange Phase distanzierter Selbstbeobachtung der Disziplin markiert. Gestützt auf Indikatoren zur Infrastruktur der Disziplin im Hochschulsystem, auf ihre Stellung in der außeruniversitären Forschung sowie in der evaluativen Beobachtung und angesichts der Nachfrage nach erziehungswissenschaftlich…
Pädagogische Wissenschaft in der DDR. Ideologieproduktion, Systemreflexion und Erziehungsforschung. Studien zu einem vernachlässigten Thema der Disziplingeschichte deutscher Pädagogik
Die Berliner Bildungshistoriker geben mit ihren Analysen erstmals eine historiographisch fundierte und systematisch grundierte Geschichte der Entwicklung und des Status der wissenschaftlichen Pädagogik der DDR. Sie wird nicht mehr allein ideologiepolitisch und -kritisch als Erfüllungsgehilfin der SED-Bildungspolitik interpretiert, sondern in ihrer eigenen Praxis als ein System differenter Wissensformen umfassend analysiert. Als wissenschaftliche …
Entgrenzung des Erziehungsbegriffs
In der erziehungswissenschaftlichen Debatte über den Erziehungsbegriff werden zunehmend Strategien der Entgrenzungen des Erziehungsbegriffs propagiert. Das geschieht in der scheinbar förderlichen Absicht, das Theoriepotential der Erziehungswissenschaft zu steigern, aber mit letztlich desaströsen Folgen für den theoretischen Status der Disziplin (Gleichsetzung von beliebigen Lernprozessen mit Erziehung; Verständnis von Erziehung, die primär durch …
Der »Adel unserer Natur«
Erziehung ist im Werk Max Webers ein prominentes Thema. Auch wenn er eine Theorie der Erziehung oder gar eine explizite Soziologie von Bildung und Erziehung nicht ausgearbeitet hat, macht er von theoretischen Annahmen und historisch-empirischen Befunden über die Rolle der Erziehung in Kultur (s. Kap. II.24) und Gesellschaft wie selbstverständlich Gebrauch. Gegenüber dem zeitgenössischen Diskurs über Bildung und Erziehung ist Weber allerdings dari…
Die Rede von Bildung
Das Buch befasst sich mit dem Begriff der Bildung, indem es zunächst die Tradition des Bildungsdenkens rekonstruiert, dann demonstriert, dass und wie Bildung im Lebenslauf und im Bildungssystem möglich ist, um abschließend zu klären, ob sich die Rede von Bildung auch als Bildungstheorie erweist.
Die Rede von Bildung
Über die Schwierigkeiten der Pädagogik, über Leistung und Gerechtigkeit im Schulsystem zu reden. Eine Metakritik zu Berkemeyers Nerowski-Kritik
Bildung durch Wissenschaft
Gibt es eine besondere Art von Bildung, die nur in der Begegnung mit und in Ausübung von Wissenschaft erworben werden kann? Worin besteht sie? Ist forschendes Lernen als ihre Praxis auch in unserer Zeit möglich – an der von „Bologna“ geprägten und irritierten Universität? °°°°Diese Fragen diskutieren die Verfasser im Kontext der Bildungsdebatten unserer Tage. Als Praktiker universitärer Lehre fanden sie sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten so…
Internate in ihrer Geschichte
Internate sind national wie international in historischen und aktuellen Bildern ihrer Lebensform und der Praktiken der Kommunikation stark präsent, auch in Behauptungen über ihre Bedeutung zwischen der Beförderung jugendlichen Glücks und gesellschaftlicher Karrieren, als Ort der Identitätsbildung oder des systemisch erzeugten Missbrauchs. Jenseits der medialen Präsenz fehlt allerdings eine synchron wie diachron angemessene Geschichte dieser Insti…
Wilhelm von Humboldt, ein Philosoph als Bildungspolitiker
Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift
Diskussion
In dem Maße, wie sich die Moderne global ausbreitet, wird es schwieriger, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung von Ländern und Regionen begrifflich überzeugend zu erfassen. Hierfür bietet die These einer »Vielfalt der Moderne« eine fruchtbare, interessante Heuristik (Schwinn 2006). Warum ist hier eine Verknüpfung mit Max Webers Forschungsprogramm sinnvoll? Dies ist in zweierlei Hinsicht empfehlenswert. Zum einen hat die Webersche S…
Geschichte der Universität Unter Den Linden
Jugendbewegt geprägt
Geschichte der Universität Unter den Linden
Die „Geschichte der Universität Unter den Linden“ analysiert die Biographie der Institution seit 1810 (Bände 1-3) und die Praxis der universitären Disziplinen (Bände 4-6). Auch nach dem Ersten Weltkrieg galt die Friedrich-Wilhelms-Universität als die bedeutendste Hochschule Deutschlands. Ihre internationale Reputation hatte indes während des Krieges erheblich gelitten und nahm seit 1933 unter dem Zugriff des NS-Staates weiter ab. Der Band führt d…
Geschichte der Universität Unter den Linden 1810–2010
Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftl…
Bildung“ – ein Thema im Dissens der Disziplinen
Bildung“ – was immer das schlieslich ist – gehort bekanntlich zu den themen, von denen nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Journaille, die politik und der alltag voll sind, und zwar in ganz heterogener Weise. „Bildung macht reich“, das verspricht im Sommer 2009 die Einladung zu einer podiumsdiskussion, – und Veranstalter ist nicht etwa der Bundesverband der deutschen Industrie, sondern der Managerkreis der sozialdemokratischen Friedrich-…
Lebensform und Lehrform – oder
Geschichte der Universität Unter den Linden 1810-2010
Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftl…
Geschichte der Universität Unter den Linden 1810-2010
Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftl…
Geschichte der Universität Unter den Linden 1810-2010
Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftl…
Ideen Als Gesellschaftliche Gestaltungskraft Im Europa der Neuzeit
Bildungsarmut als Herausforderung moderner Allgemeinbildung
„Bildungsarmut“ ist kein neues Phänomen, aber unter diesem Begriff doch erst seit jüngerer Zeit ein Thema der Bildungsforschung. Frühe Beachtung fand das Thema auch nicht zuerst bei den Pädagogen, sondern in der Soziologie, wo Jutta Allmendiger schon 1999 (vgl. J. Allmendinger 1999: 35-50) im Begriff der „Bildungsarmut“ den Zusammenhang von Bildungspolitik und Sozialpolitik diskutierte, den sie – z. T. zusammen mit Stephan Leibfried (J. Allmendin…
Unterwerfung und Beharrungskraft – Schule unter den Bedingungen deutscher Diktaturen. Befunde und Analyseperspektiven
In der deutschen bildungshistorischen Forschung sind diktaturvergleichende Studien selten, der vorliegende Beitrag versucht für die Schule im NS-Staat und in der DDR eine solche Analyse. Orientiert an Vergleichsgesichtspunkten zur Organisation und Struktur der Schule einerseits, an der Wirkungsfrage andererseits wird dabei gezeigt, welche Übereinstimmungen im machtpolitischen Zugriff, u.a auf das Curriculum oder missliebige Lehrer, bestehen und w…
Bildungsbericht für Deutschland
Das Werk einschließlich aner seiner Teile
Professionalität im Lehrerberuf
Stichwort
Bildung“ – ein Thema im Dissens der Disziplinen
Bildung“ – was immer das schlieslich ist – gehort bekanntlich zu den themen, von denen nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Journaille, die politik und der alltag voll sind, und zwar in ganz heterogener Weise. „Bildung macht reich“, das verspricht im Sommer 2009 die Einladung zu einer podiumsdiskussion, – und Veranstalter ist nicht etwa der Bundesverband der deutschen Industrie, sondern der Managerkreis der sozialdemokratischen Friedrich-…
Internate in ihrer Geschichte
Internate sind national wie international in historischen und aktuellen Bildern ihrer Lebensform und der Praktiken der Kommunikation stark präsent, auch in Behauptungen über ihre Bedeutung zwischen der Beförderung jugendlichen Glücks und gesellschaftlicher Karrieren, als Ort der Identitätsbildung oder des systemisch erzeugten Missbrauchs. Jenseits der medialen Präsenz fehlt allerdings eine synchron wie diachron angemessene Geschichte dieser Insti…
Geschichte der Universität Unter den Linden 1810–2010
Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftl…
Geschichte der Erziehungswissenschaft
Forced Migration and Scientific Change
The dismissal of civil servants on racist or political grounds in April 1933 marked the beginning of a massive, forced exodus of mainly Jewish scholars and scientists from Nazi Germany - a phenomenon unprecedented in the modern history of academic life. The essays in this volume examine whether that 'exodus of reason' lead to significant scientific change, and if so, how that change should be characterised. The volume challenges the focus of earl…
Geschichte der Erziehungswissenschaft
Maßnahmen der Länder zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in den sieben Handlungsfeldern
Bildungspolitische Schwerpunktsetzungen in den einzelnen Ländern
Eckpunkt einer umfassenden Bildungsreform in Baden-Württemberg sind die Stärkung der Eigenständigkeit sowie der Rechenschaftslegung der einzelnen Schule. Im Mittelpunkt steht die Einführung neuer Bildungspläne ab dem Schuljahr 2004/05 mit dem Ziel einer Modernisierung und stetigen Verbesserung der Unterrichtskultur. Das Konzept stützt sich auf vier wesentliche Säulen: die Entwicklung von Bildungsstandards mit Kerncurricula, die Einführung von Kon…
Lehrende
In Deutschland unterrichten zu Beginn des 21. Jahrhunderts an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen nahezu 900.000 Lehrer und Lehrerinnen: knapp 500.000 (56%) davon vollzeitbeschäftigt, weitere knapp 300.000 (33%) teilzeitbeschäftigt und zusätzlich nahezu 100.000 (11%) stundenweise beschäftigt (vgl. Abbildung A7/1). Mit etwa 550.000 aller Lehrenden (61%) überwiegen die Frauen im Lehrberuf deutlich. Die überwiegende Zahl der Teilzeitbesc…
Regionale Verfügbarkeit von BiIdungsangeboten
Institutionalisierte Bildungsprozesse sind an erreichbare Angebote von Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen gebunden. Deren regionale Verteilung und damit ihre gute und ausgewogene Erreichbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Verfolgung individueller Bildungsinteressen ebenso wie für Schaffung eines gut verteilten Angebots qualifizierter Absolventen des Bildungs- und Ausbildungssystems. Im Folgenden sollen …
Struktur des Bildungssystems
In den einzelnen Bildungsbereichen bestehen in Deutschland länderspezifische Unterschiede in den Angebotsstrukturen.
Innovative Ansätze der Qualitätsentwicklung und -sicherung in den Ländern
Versucht man die weitgehend standardisiert erfassten Informationen zur Realisierung der Maßnahmen der Länder in den sieben Handlungsfeldern, die vertiefenden Informationen zu ausgewählten inhaltlichen Schwerpunkten der Qualitätsverbesserung sowie die Aussagen zu den bildungspolitischen Schwerpunktsetzungen bei der Qualitätsentwicklung und -Sicherung in den Schulsystemen der 16 Länder zu generalisieren und wesentliche innovative Ansätze bei der En…
Unterricht
Gegenüber den traditionellen Theorien des Lernens betonen die neueren kognitiven und konstruktivistischen Theorien die aktive Aneignung des Stoffes durch die Lernenden. Wenn nicht nur „träges Wissen“ erworben werden soll, sind Anwendungsbezüge, die eine kognitive Verankerung gewährleisten und Transferleistungen ermöglichen, wichtig. Dabei gibt es nicht die einzig richtige Möglichkeit, den Unterricht lernwirksam zu gestalten, sondern viele Kombina…
Bildungsausgaben
Die finanziellen Mittel, die in Deutschland jährlich für Bildungszwecke aufgebracht werden, sind erheblich: Einschließlich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden im Jahr 2000 von öffentlichen Haushalten für Bildung, Forschung und Wissenschaft 115,3 Mrd. Euro ausgegeben (ohne Ausgaben für Forschung und Entwicklung und für sonstige Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur: 95,2 Mrd. Euro). Dieser an sich schon beachtliche Betrag - zum Ve…
Bildungszeit
Mit Blick auf die „oberste, wichtigste und nützlichste Regel aller Erziehung“ formulierte Rousseau: „Sie heißt nicht: Zeit gewinnen, sondern: Zeit verlieren!“ Diese Maxime, dies lässt sich im Rückblick sagen, könnte ein Leitmotiv der auf Rousseau folgenden Schulentwicklung sein: Im Verlauf der zweihundert Jahre seither wurde der institutionalisierten Erziehung immer mehr Zeit eingeräumt: Der mit der Schulpflicht verbundene Entwicklungsprozess hat…
Einsatz personeller Ressourcen
Eine der zentralen Fragen bei der Gestaltung von Schule ist der Einsatz der personellen Ressourcen. Da Personal teuer ist, ist der Rahmen für Personalaufstockungen begrenzt, und es kommt umso mehr auf einen optimalen Personaleinsatz an. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei vor allem die Klassengröße bzw. die Schüler-Lehrer-Relation und die erteilten Unterrichtsstunden pro Klasse (bzw. Schüler).
Lernausgangslage der Lernenden
Bei der Charakterisierung der Lernausgangslage der Lernenden oder genauer: derer, die in die jeweiligen Stufen des Bildungssystems eintreten, ist es sinnvoll, weiter auszuholen: Zunächst soll für die hier anstehende Fragestellung noch einmal an ausgewählte demographische und soziodemographische Daten erinnert werden; daran werden sich Daten über das Ausmaß der institutionalisierten vorschulischen Förderung anschließen; schließlich soll — gestützt…
Bildungs- und Ausbildungsabschlüsse
„Viel wahrscheinlicher ist, dass die unqualifizierten Arbeiter in den reichen Ländern zu den Verlierern der Übergangszeit gehören, die mit aller Gewalt über sie hineinbricht — eine Zeit, in der die Nachfrage nach unqualifizierter Arbeit abrupt zusammenbricht“1. Dieser Satz von Daniel Cohen macht die Bedeutung von Schul- und Ausbildungsabschlüssen eindringlich klar und verweist zugleich auf die Dramatik, die aus dem Verfehlen von Abschlüssen erwäc…
Vorklärungen zum Bildungsbericht
Mit der Vorlage eines ersten ,Nationalen Bildungsberichts’ wird in Deutschland Neuland betreten. Dies beinhaltet Risiken, aber vor allem auch Gestaltungschancen. Zur Nutzung dieser Chancen bedurfte es seitens des Konsortiums zweier wichtiger Vorklärungen: Es mussten ein die Darstellung durchziehender Leitgedanke, ein ,roter Faden’, entwickelt und eine Grundstruktur der Berichterstattung festgelegt werden. Das Ergebnis dieser Vorüberlegungen soll …
Gestaltung von Schule
Der konkreten Gestaltung von Schule und Unterricht kommt eine zentrale Bedeutung für den Lernerfolg zu. Wie Schule und Unterricht von den Beteiligten erlebt und wahrgenommen werden, ist eine wesentliche Komponente schulischer Qualität. Allerdings muss man vor zu einfachen Schlussfolgerungen warnen: Merkmale guter Schulen sind nicht einfach zu benennen, da es jeweils eine Vielzahl von Wegen zu erfolgreicher schulischer Arbeit gibt. Dennoch lassen …
Rahmenbedingungen
Die Entwicklung des Bildungssystems ist eingebettet in allgemeine gesellschaftliche Prozesse. Sie legen Rahmenbedingungen für das Bildungswesen fest, die nicht oder nur innerhalb enger Grenzen durch die Bildungspolitik und -planung beeinflusst werden können. Sie prägen in vielfältiger Weise als komplexe ökonomische, soziale und kulturelle Kontextbedingungen die Ausstattung des Bildungswesens und dessen Leistungen für die Gesellschaft. Die maßgebl…
Erträge schulischer Bildung
Als Folge der anhaltenden staatlichen Finanzkrise und des verschärften Wettbewerbs um knapper gewordene öffentliche Mittel sieht sich auch das Bildungswesen in verstärktem Maße mit der Forderung nach „value-for-money“ konfrontiert. In diesem Zusammenhang hat die — vor allem im Rahmen des bildungsökonomischen Forschungsprogramms thematisierte- Frage nach den von Bildungsinvestitionen zu erwartenden individuellen und gesellschaftlichen Erträgen ein…
Stundentafeln, Lehrpläne, Bildungsstandards
Stundentafeln und Lehrpläne „steuern“ in Deutschland wesentlich den Unterricht. So jedenfalls ist die tradierte Vorstellung der Wirkung dieser beiden Steuerungsinstrumente. Dieses Verständnis der Rolle von Stundentafeln und Lehrplänen bei der Gestaltung von Bildungsprozessen ist eine Besonderheit des deutschen Schulsystems. Ob und wie diese Steuerungsfunktion bei der Gestaltung von Bildungsprozessen tatsächlich genutzt und wirksam wird, soll in d…
Kompetenzen
Das entscheidende „Produkt“ eines Bildungssystems sind zweifellos die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die es Menschen ermöglichen, sich persönlich zu entfalten, verantwortlich an gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten teilzunehmen und einen befriedigenden und erfolgreichen Berufsweg zu beschreiten. Bildungsqualität ist somit — in den Worten des Schulforschers Helmut Fend — gegeben, wenn „möglichst viele Schüler zu einem bestmögl…
Sächliche Ressourcen und ihre Nutzung
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Ausstattung der Schulen mit sächlichen Ressourcen und auf deren Nutzung. Auf die räumlich-materiellen Bedingungen geht der erste Abschnitt ein. Die Verfügbarkeit und Nutzung von Computern wird als eigenständiger Aspekt im zweiten Abschnitt gesondert behandelt. Die Lernmittelausstattung und Lernmittelfreiheit ist Thema des dritten Abschnitts.
Erweiterte Selbstständigkeit der Schule, veränderte Rolle der Schulaufsicht
Seit etwa einem Jahrzehnt zeichnen sich in der Entwicklung des Schulwesens der deutschen Länder zwei bemerkenswerte Trends ab: die Stärkung schulischer Eigenständigkeit einerseits und die damit einher gehende Veränderung der Rolle der Schulaufsicht andererseits. Diese Neuerungen schlagen sich bislang vornehmlich in rechtlichen Regelungen nieder; es handelt sich um einen Prozess, der noch keine gesicherten empirischen Aussagen zulässt.
Verteilung von Bildungschancen
In den 1960er-Jahren wurde der Ausbau des Bildungssystems doppelt begründet
Politisch relevante Einstellungen
Bildung besteht aus mehr als aus kognitiven Kompetenzen, Bildungseinrichtungen vermitteln mehr als Kompetenzen und Abschlüsse, die Kompetenzerwerb zertifizieren. Institutionalisierte Bildung leistet auch — so wird es in den diesem Bildungsbericht vorangestellten Vorklärungen formuliert — einen Beitrag dazu, den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft zu fördern. Insbesondere Schulen sollen dazu beitragen, junge Menschen so zu bilden, dass sie…
Bildungsbericht für Deutschland
Das Werk einschließlich aner seiner Teile
Humanities (32 works) · Philosophy (32 works) · Sociology and Education Studies (32 works) · Political science (30 works) · Art (17 works) · Education Methods and Technologies (16 works) · German Social Sciences and History (12 works) · Philosophy (7 works) · Religion, Theology, and Education (5 works) · Computer Science (4 works)