Bildung“ – ein Thema im Dissens der Disziplinen
Bibliographic Data
| ID | 8066840 |
|---|---|
| Authors | Heinz‐Elmar Tenorth (Humboldt-Universität zu Berlin, corresponding author), Heinz-Elmar Tenorth |
| Year | 2011 |
| Volume | 14 |
| Issue | 3 |
| Pages | 351-362 |
| Publication date | 2011-08-18 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1434-663X • E-ISSN: 1862-5215 |
| Publisher | Springer VS (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/s11618-011-0223-2 |
| OpenAlex | W1973590773 |
| Language | DE |
| Citations received | 7 |
| References cited | 6 |
Bildung“ – was immer das schlieslich ist – gehort bekanntlich zu den themen, von denen nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Journaille, die politik und der alltag voll sind, und zwar in ganz heterogener Weise. „Bildung macht reich“, das verspricht im Sommer 2009 die Einladung zu einer podiumsdiskussion, – und Veranstalter ist nicht etwa der Bundesverband der deutschen Industrie, sondern der Managerkreis der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung (den es also gibt). „Bildung fur alle“, das sei das gegenwartige Aquivalent fur Ludwig Erhards alten Slogan vom „Wohlstand fur alle“ und das sagt naturlich die Cdu, ebenfalls 2009, durch die Bundeskanzlerin hochstpersonlich, wenn sie die „Bildungsgesellschaft“ verkundet (und nebenher immerhin einraumt, dass Wohlstand nicht mehr das universale Versprechen ist). das publikum nimmt solche thesen offenbar dankbar auf: die einschlagigen Seiten der grosen Zeitungen heisen „Bildungswelten“, „Chancen“ und „Bildung und karriere“. auf die Frage nach dem wichtigsten thema fur ihre Zukunft antworten die Jugendlichen in der jungsten Shell-Studie jedenfalls „Bildung“ und was damit ermoglicht werden soll, der universale Wunsch der guten Zukunft, das konnte man jungst im kabarett horen, naturlich triadisch: ein 3er-BMW, ein gut bezahlter Job und eine schone Freundin. Gegen solch alltagliche Visionen, kritisch zugespitzt als tendenz zur „Okonomisierung der Bildung“, demonstrierten dagegen im Juni 2009 in ihrem „Bildungsstreik“ mehr als 200.000 Schuler und Studierende fur eine „zweckfreie Bildung“, unter Berufung auf Wilhelm von Humboldt, im konsens mit einer grosen Zahl ihrer professoren, im Ubrigen: nicht nur aus den Humanwissenschaften – und auf keiner demonstration oder diskussionsveranstaltung haben sie sich mit der aussicht auf Reichtum trosten lassen, vielmehr die kosten der Bildung, vor allem die Studiengebuhren, als Mechanismus des Z Erziehungswiss (2011) 14:351–362 dOI 10.1007/s11618-011-0223-2
Bildung · Humanities · Education Methods and Technologies · Philosophy · Sociology and Education Studies
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| Unique citing works | 7 |
|---|---|
| Citations per year | 0,5 |
| Citation span | 2012 - 2024 (13) |
| Citation velocity | recent |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 7 |