Marcus Twellmann
Biographic Data
| ID | 953116 |
|---|---|
| NAME | Marcus Twellmann |
| GIVEN NAMES | Marcus |
| FAMILY NAME | Twellmann |
| SIGNATURE | TWELLMANN M |
| AFFILIATIONS | Universität Hamburg |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 20 |
| TOTAL CITATIONS | 4 |
| AUTHOR COUNT | 18 |
| EDITOR COUNT | 2 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 2007 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2024 |
| H-INDEX | 1 |
Anrufung des Hegemon: Zur Funktion der narrativen Apostrophe in Shida Bazyars Drei Kameradinnen
Der Beitrag argumentiert, dass eine am gesellschaftlich Imaginären interessierte Erzählforschung auf die fiktionale Verdoppelung der Kommunikationssituation ein Augenmerk legen sollte. An einem exemplarischen Text der postmigrantischen Literatur wird aufgezeigt, wie die narrative Apostrophe dazu eingesetzt wird, in einer asymmetrischen Situation dominante Gruppen herauszufordern und zu einer Reflexion auf ihre gesellschaftliche Positioniertheit a…
Identität und Perspektive
Current discourses of postmigrant societies heavily draw on the notion of perspective, a leading metaphor of modern pluralist thought that is prominent in narratological discourse as well. Taking up Hans Blumenberg’s question of the possibility of the novel, the following contribution asks if and how the narrative art of perspectivism might be able to meet the challenge posed by recent changes in society
Einleitung: Postmigrantische Perspektiven in der Peripherie
Autosociobiography: A Travelling Form
In Germanophone and Francophone literary spaces, a genre by the name of autosociobiography has recently been the subject of increased attention, with texts by Annie Ernaux, Didier Eribon, Christian Baron, Richard Hoggart and others frequently being mentioned in this regard. While individual cases, such as the French reception of Richard Hoggart, have been studied before, this essay takes a broader approach and examines English-, French- and Germa…
L’autosociobiographie, une forme itinérante
L’émergence d’un genre littéraire : l’autosociobiographie Est-il possible d’écrire l’histoire d’un genre littéraire naissant ? Nous constatons que les études littéraires ont souvent contribué à la création d’une forme littéraire et de son histoire. Elles ont notamment été impliquées dans la détermination des critères d’appartenance à ce genre et lui ont parfois même donné son nom. Nommer et décrire une forme littéraire implique l’affirmation que …
Autosoziobiographie als reisende Form: Ein Versuch
Franz Michael Felder: Aus meinem Leben – Autofiktion, Autosoziobiografie, Autoethnografie
The article discusses three related but different concepts (autofiction, autosociobiography, and autoethnography) for the study of autobiography with regard to Franz Michael Felder’s Aus meinem Leben . The aim is to open new perspectives on this 19 th century text while testing the concepts’ historical range of applicability
Gattungsgeschichte als transnationale Funktionsgeschichte literarisch-sozialer Institutionen: Ein Problemaufriss mit Blick auf den Bildungsroman
Der germanistische Ansatz einer Funktionsgeschichte literarisch-sozialer Institutionen ist im Zuge der transnationalen Wende der Literaturwissenschaften zu revidieren. Das Problem wird am Beispiel der Gattung »Bildungsroman« aufgezeigt, deren Entstehung vielfach als eine nationale Sonderentwicklung angesehen wird. Dagegen mehren sich neuerdings Hinweise auf die starke transnationale Verbreitung einer offenbar doch reisenden Form. Wie ließe der Pr…
Modernisierung und Reserve
Der Band entwirft Umrisse einer neuen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Aktualität des 19. Jahrhunderts geht weit über die geteilten Erfahrungen radikaler Modernisierungsschübe, sozialer Unsicherheiten und globaler Erschließungsbewegungen hinaus. Sie betrifft die Genese neuer Artikulationsformen politischen Selbstbewusstseins und gesellschaftlicher Vorstellungsbildungen, sie erfasst die Wechselwirkungen zwischen politischen Entwürfen,…
Modernisierung und Reserve. Zur Aktualität des 19. Jahrhunderts
Chamambo: Dorfgeschichten im globalen Vergleich
Despite its cultural specificity the concept of ‚village stories‘ can be used for comparative literary studies with a global scope. Taking Berthold Auerbach’s early Schwarzwälder Dorfgeschichten (1843) as a starting point the following article puts this claim to the test in reading Gabriel Ruhumbika’s Village in Uhuru (1969), an English-language novel from Tanzania, as an exemplar of the same genre
Nichtwissen als Ressource
Marginalität und Fürsprache
After literary realism gave prominence to the village as a narrative space, it became a privileged field of anthropological and historical study. The concepts of ‘marginality’ and ‘speaking for others’ are here used to analyze the social constellation from which both kinds of village story emerged
Einleitung: Das Haus nach seinem Ende
Schwören nach Kant
As Prussian professors had to swear loyalty to the king and allegiance to certain dogmas of faith, Immanuel Kant's critique of oath-taking concerns the very conditions of philosophy itself. Drawing together his scattered remarks on the subject, this article tries to reconstruct Kant's attempt to purify the practice of swearing from superstition on the basis of his doctrine of postulates
Das andere Zeremoniell Gottesdienst im Zeitalter der Aufklärung
During the first half of the 18th century, court-orientated scholarship helped shape a concept of ,,ceremony“ that had a great impact on religious practices in a number of ways: First, this scholarship itself fostered a ,,politicization“ of church services by subjugating them to the criteria of decorum and political utility. Second, in analogy to courtly ceremonies, church service was understood as a sign of reverence aiming to win grace. A criti…
Selbstregulierung als Provokation: Eine kurze Einleitung
Selbstregulierung als Provokation: Eine kurze Einleitung Marcus Twellmann (bio) and Thomas Weitin (bio) Seit dem Schwund theonomer Ordnung mit dem Ende des Mittelalters konnte Legitimität nicht mehr ohne weiteres in Bezug auf Gott gedacht werden. Die Neuzeit warf den Menschen auf sich selbst zurück. Von nun an musste er sich gerade gegen einen Willkürgott und gegen eine entfremdete Wirklichkeit behaupten, in der er keine Vorsehung mehr walten sah…
Milchen. Lenz’ Kritik des ökonomischen Menschen
Milchen. Lenz’ Kritik des ökonomischen Menschen Marcus Twellmann (bio) Wenn die Gouvernementalität der Gegenwart im 18. Jahrhundert entdeckt wurde1, dann könnte das Interesse an diesem Jahrhundert der Aufklärung heute ein doppeltes sein: ein Interesse an den Anfängen einer bestimmten Rationalität der Regierung und ein Interesse an jener „Kunst nicht dermaßen regiert zu werden“2, die gleichzeitig mit den modernen Künsten der Menschenführung entdec…
Glauben an das Gesetz? Mendelssohn, Hamann und die Politische Theologie
Die zwischen Moses Mendelssohn und Johann Georg Hamann ausgetragene Kontroverse über das Verhältnis von Religion und Politik wird bei Carl Schmitt auf die von Thomas Hobbes getroffene Unterscheidung zwischen Gesinnungen und Handlungen hin perspektiviert. Die Vorstellung, Innen und Außen seien durch das Institut des Eids zu verklammern, wird von einem Misstrauen gegenüber Juden begleitet, denen seit alters her Eidunfähigkeit unterstellt wird. Obwo…
Von der Beratung zur Kritik der Regierung. Moses Mendelssohn über Eide
Von der Beratung zur Kritik der Regierung.Moses Mendelssohn über Eide Marcus Twellmann Universität Bonn „Nun mehr sind Sie [...] ein preußischer Unterthan"1 —am 26. März 1762 kann Moses Mendelssohn, dem damit das Niederlassungsrecht in Berlin gewährt worden ist, diese amtliche Erklärung in einem Brief an seine Braut Fromet Gugenheim zitieren. Für Mendelssohn, in dem Alexander Altmann den Archetypus des modernen deutschen Juden erkennt2 , hat sich…
Autosociobiography: A Travelling Form
In Germanophone and Francophone literary spaces, a genre by the name of autosociobiography has recently been the subject of increased attention, with texts by Annie Ernaux, Didier Eribon, Christian Baron, Richard Hoggart and others frequently being mentioned in this regard. While individual cases, such as the French reception of Richard Hoggart, have been studied before, this essay takes a broader approach and examines English-, French- and Germa…
Marginalität und Fürsprache
After literary realism gave prominence to the village as a narrative space, it became a privileged field of anthropological and historical study. The concepts of ‘marginality’ and ‘speaking for others’ are here used to analyze the social constellation from which both kinds of village story emerged
Glauben an das Gesetz? Mendelssohn, Hamann und die Politische Theologie
Die zwischen Moses Mendelssohn und Johann Georg Hamann ausgetragene Kontroverse über das Verhältnis von Religion und Politik wird bei Carl Schmitt auf die von Thomas Hobbes getroffene Unterscheidung zwischen Gesinnungen und Handlungen hin perspektiviert. Die Vorstellung, Innen und Außen seien durch das Institut des Eids zu verklammern, wird von einem Misstrauen gegenüber Juden begleitet, denen seit alters her Eidunfähigkeit unterstellt wird. Obwo…
Von der Beratung zur Kritik der Regierung. Moses Mendelssohn über Eide
Von der Beratung zur Kritik der Regierung.Moses Mendelssohn über Eide Marcus Twellmann Universität Bonn „Nun mehr sind Sie [...] ein preußischer Unterthan"1 —am 26. März 1762 kann Moses Mendelssohn, dem damit das Niederlassungsrecht in Berlin gewährt worden ist, diese amtliche Erklärung in einem Brief an seine Braut Fromet Gugenheim zitieren. Für Mendelssohn, in dem Alexander Altmann den Archetypus des modernen deutschen Juden erkennt2 , hat sich…
Selbstregulierung als Provokation: Eine kurze Einleitung
Selbstregulierung als Provokation: Eine kurze Einleitung Marcus Twellmann (bio) and Thomas Weitin (bio) Seit dem Schwund theonomer Ordnung mit dem Ende des Mittelalters konnte Legitimität nicht mehr ohne weiteres in Bezug auf Gott gedacht werden. Die Neuzeit warf den Menschen auf sich selbst zurück. Von nun an musste er sich gerade gegen einen Willkürgott und gegen eine entfremdete Wirklichkeit behaupten, in der er keine Vorsehung mehr walten sah…
Milchen. Lenz’ Kritik des ökonomischen Menschen
Milchen. Lenz’ Kritik des ökonomischen Menschen Marcus Twellmann (bio) Wenn die Gouvernementalität der Gegenwart im 18. Jahrhundert entdeckt wurde1, dann könnte das Interesse an diesem Jahrhundert der Aufklärung heute ein doppeltes sein: ein Interesse an den Anfängen einer bestimmten Rationalität der Regierung und ein Interesse an jener „Kunst nicht dermaßen regiert zu werden“2, die gleichzeitig mit den modernen Künsten der Menschenführung entdec…
Das andere Zeremoniell Gottesdienst im Zeitalter der Aufklärung
During the first half of the 18th century, court-orientated scholarship helped shape a concept of ,,ceremony“ that had a great impact on religious practices in a number of ways: First, this scholarship itself fostered a ,,politicization“ of church services by subjugating them to the criteria of decorum and political utility. Second, in analogy to courtly ceremonies, church service was understood as a sign of reverence aiming to win grace. A criti…
Schwören nach Kant
As Prussian professors had to swear loyalty to the king and allegiance to certain dogmas of faith, Immanuel Kant's critique of oath-taking concerns the very conditions of philosophy itself. Drawing together his scattered remarks on the subject, this article tries to reconstruct Kant's attempt to purify the practice of swearing from superstition on the basis of his doctrine of postulates
Einleitung: Das Haus nach seinem Ende
Nichtwissen als Ressource
Marginalität und Fürsprache
After literary realism gave prominence to the village as a narrative space, it became a privileged field of anthropological and historical study. The concepts of ‘marginality’ and ‘speaking for others’ are here used to analyze the social constellation from which both kinds of village story emerged
Chamambo: Dorfgeschichten im globalen Vergleich
Despite its cultural specificity the concept of ‚village stories‘ can be used for comparative literary studies with a global scope. Taking Berthold Auerbach’s early Schwarzwälder Dorfgeschichten (1843) as a starting point the following article puts this claim to the test in reading Gabriel Ruhumbika’s Village in Uhuru (1969), an English-language novel from Tanzania, as an exemplar of the same genre
Modernisierung und Reserve
Der Band entwirft Umrisse einer neuen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Aktualität des 19. Jahrhunderts geht weit über die geteilten Erfahrungen radikaler Modernisierungsschübe, sozialer Unsicherheiten und globaler Erschließungsbewegungen hinaus. Sie betrifft die Genese neuer Artikulationsformen politischen Selbstbewusstseins und gesellschaftlicher Vorstellungsbildungen, sie erfasst die Wechselwirkungen zwischen politischen Entwürfen,…
Modernisierung und Reserve. Zur Aktualität des 19. Jahrhunderts
Gattungsgeschichte als transnationale Funktionsgeschichte literarisch-sozialer Institutionen: Ein Problemaufriss mit Blick auf den Bildungsroman
Der germanistische Ansatz einer Funktionsgeschichte literarisch-sozialer Institutionen ist im Zuge der transnationalen Wende der Literaturwissenschaften zu revidieren. Das Problem wird am Beispiel der Gattung »Bildungsroman« aufgezeigt, deren Entstehung vielfach als eine nationale Sonderentwicklung angesehen wird. Dagegen mehren sich neuerdings Hinweise auf die starke transnationale Verbreitung einer offenbar doch reisenden Form. Wie ließe der Pr…
L’autosociobiographie, une forme itinérante
L’émergence d’un genre littéraire : l’autosociobiographie Est-il possible d’écrire l’histoire d’un genre littéraire naissant ? Nous constatons que les études littéraires ont souvent contribué à la création d’une forme littéraire et de son histoire. Elles ont notamment été impliquées dans la détermination des critères d’appartenance à ce genre et lui ont parfois même donné son nom. Nommer et décrire une forme littéraire implique l’affirmation que …
Autosoziobiographie als reisende Form: Ein Versuch
Franz Michael Felder: Aus meinem Leben – Autofiktion, Autosoziobiografie, Autoethnografie
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Identität und Perspektive
Current discourses of postmigrant societies heavily draw on the notion of perspective, a leading metaphor of modern pluralist thought that is prominent in narratological discourse as well. Taking up Hans Blumenberg’s question of the possibility of the novel, the following contribution asks if and how the narrative art of perspectivism might be able to meet the challenge posed by recent changes in society
Einleitung: Postmigrantische Perspektiven in der Peripherie
Autosociobiography: A Travelling Form
In Germanophone and Francophone literary spaces, a genre by the name of autosociobiography has recently been the subject of increased attention, with texts by Annie Ernaux, Didier Eribon, Christian Baron, Richard Hoggart and others frequently being mentioned in this regard. While individual cases, such as the French reception of Richard Hoggart, have been studied before, this essay takes a broader approach and examines English-, French- and Germa…
Anrufung des Hegemon: Zur Funktion der narrativen Apostrophe in Shida Bazyars Drei Kameradinnen
Der Beitrag argumentiert, dass eine am gesellschaftlich Imaginären interessierte Erzählforschung auf die fiktionale Verdoppelung der Kommunikationssituation ein Augenmerk legen sollte. An einem exemplarischen Text der postmigrantischen Literatur wird aufgezeigt, wie die narrative Apostrophe dazu eingesetzt wird, in einer asymmetrischen Situation dominante Gruppen herauszufordern und zu einer Reflexion auf ihre gesellschaftliche Positioniertheit a…
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