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Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Dados do Periódico

TipoSOURCE_BOOK
ISBN-139783322994202
Open LibraryOL2406162W
Total de publicações10
Período coberto1999 - 1999
IdiomaEN
  • Lebenswelt, Lebenslage, Lebensstil und Erwachsenenbildung

    Heiner Barz, Rudolf Tippelt•CHAPTER•1999

    In der Erwachsenenbildung hat das Paradigma der Lebensweltorientierung seit Beginn der 80er Jahre verstärkt Beachtung gefunden. Es gilt als Korrektiv sowohl verhaltenstheoretisch orientierter als auch subjektivistisch verkürzter Theoriemodelle, indem es die kollektiv vorgeprägten, der individuellen Veränderung jedoch prinzipiell zugänglichen Deutungsmuster der sozialen Wirklichkeit ins Zentrum des Interesses rückt. In fast synonymer Begriffsverwe…

  • Qualitative Erwachsenenbildungsforschung Methoden und Ergebnisse

    Sylvia Kade•CHAPTER•1999

    Hermeneutik ist die Grundoperation der qualitativen Forschung: Sie ist die Kunstlehre der Auslegung von Sinngebilden, die nicht unmittelbar verständlich und eben deshalb interpretationsbedürftig sind. Von Hermes, dem Götterboten, der zwischen Göttern und den Menschen vermittelt, empfing die Hermeneutik ihren Namen. Die vom Griechischen „hermeneutiké“ (techné) abstammende Kategorie verweist auf das methodische Element verstehender Verfahren der In…

  • Institutionenforschung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

    Gerhard Strunk•CHAPTER•1999

    Die systematische Erforschung der Institutionen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, ihrer internen Strukturen, ihrer Beziehungen zu den jeweiligen (Rechts- und Unterhalts-)Trägern oder ihrer Einbindung in die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten der Region steht noch aus. Eine Durchsicht jener Publikationen, die sich mit der Vergewisserung über Themen, Schwerpunkte oder Desiderate der Weiterbildungsforschung befassen, las…

  • Biographische und lebenslauftheoretische Ansätze und Erwachsenenbildung

    Jochen Kaltschmid•CHAPTER•1999

    Unter einer ‚Biographie ‘versteht man im Alltag meist eine Darstellung des Lebens einer Person; vielleicht wird dabei aber auch an die Auflistung von Stationen eines Lebens im Zusammenhang — also an einen ‚Lebenslauf ‘— gedacht, die aus einem bestimmten Anlaß (z.B. für eine Bewerbung) erstellt wird. So steht es etwa auch in der Brockhaus Enzyklopädie: Biographie = „(griech. ‚Lebensbeschreibung‘) Darstellung der Lebensgeschichte eines Menschen sow…

  • Männerbildung

    Ekkehard Nuissl•CHAPTER•1999

    Frauenbildung ist ein Begriff des 19. Jahrhunderts, ein Kampfbegriff, mit dem Frauen dafür stritten, ihre gesellschaftlichen Interessen und politischen Rechte gleichberechtigt wahrnehmen zu können. Frauenbildung ist eingebunden in Frauenbewegung und Frauenforschung, sie wird getragen von Frauen, welche die Interessen, Wünsche und Ansprüche des Geschlechtes sichtbar machen und patriarchate Strukturen verändern wollen. Frauenbildung ist per definit…

  • Didaktik der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung als offenes Projekt

    Erhard Meueler•CHAPTER•1999

    Auf die Frage „Was ist Philosophie?“ meinte der französische Philosoph Gilles Deleuze, Philosophie sei „die Kunst, Begriffe (concepts) zu bilden, zu erfinden und zu erzeugen“. Es gebe keinen Himmel der Begriffe, sie müßten erfunden, erzeugt und in besserer Form geschaffen werden. Den Begriffen, die der Philosoph nicht selbst geschaffen habe, müsse er mißtrauen: „Obwohl datiert, signiert und getauft, haben die Begriffe eine eigene Weise, nicht zu …

  • Professionalisierung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

    Wiltrud Gieseke•CHAPTER•1999

    Unter Professionalisierung/Professionalität wird nicht nur in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung Vielfältiges verstanden. Der Begriff meint nicht mehr nur oder vorrangig Verberuflichung, sondern den differenzierten Umgang mit interdisziplinärem Wissen in einem bestimmten Praxisfeld. Gleichzeitig umfaßt der Begriff kompetente flexible Anwendung von Wissen im Feld, diagnostisch und flexibles vernetztes Handeln. Professionstheoretisch für die …

  • Geschichte der Erwachsenenbildung

    Hans Tietgens•CHAPTER•1999

    Wer immer eine Geschichte der Erwachsenenbildung darzustellen unternimmt, steht vor der Frage ihrer Abgrenzung. Indes wird die Vergangenheit je nach Sichtweise immer unterschiedlich gewichtet werden. Daß bewußt oder unbewußt Selektives dabei herauskommt, läßt sich nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, die gewählte Perspektive, von der das vermittelte Geschichtsbild bestimmt ist, deutlich zu benennen

  • Weiterbildung und Beratung

    Wilhelm Mader•CHAPTER•1999

    In Deutschland wurde Beratung im Zuge der Bildungsreform zu Anfang der 70er Jahre als dauerhaftes Postulat und Diskussionsthema in Bildungspolitik und Wissenschaft etabliert. Mit dem „Strukturplan für das Bildungswesen“ des Deutschen Bildungsrates (1970), dem „Bildungsgesamtplan“ der Bund-Länder-Kommission (1973) und den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur „Beratung in Schule und Hochschule“ (1973) wurden die bildungspolitischen und wiss…

  • Weiterbildungsmanagement

    Klaus Meisel•CHAPTER•1999

    Greift man auf die alltagssprachlichen Bedeutungen des Managementbegriffs mit „leiten“, „zustande bringen“, „geschickt bewerkstelligen“, „organisieren“ zurück, dann kann man auch das Bildungsmanagement als Selbstverständlichkeit ansehen. Irritationen löst der Begriff in der Erwachsenenbildung gleichwohl immer noch aus, da er im deutschen Kulturraum bisher vor allem im Bereich der Unternehmensführung gebräuchlich ist. Da Erwachsenenbildung in der …

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  • Lebenswelt, Lebenslage, Lebensstil und Erwachsenenbildung

    Heiner Barz, Rudolf Tippelt•CHAPTER•1999

    In der Erwachsenenbildung hat das Paradigma der Lebensweltorientierung seit Beginn der 80er Jahre verstärkt Beachtung gefunden. Es gilt als Korrektiv sowohl verhaltenstheoretisch orientierter als auch subjektivistisch verkürzter Theoriemodelle, indem es die kollektiv vorgeprägten, der individuellen Veränderung jedoch prinzipiell zugänglichen Deutungsmuster der sozialen Wirklichkeit ins Zentrum des Interesses rückt. In fast synonymer Begriffsverwe…

  • Qualitative Erwachsenenbildungsforschung Methoden und Ergebnisse

    Sylvia Kade•CHAPTER•1999

    Hermeneutik ist die Grundoperation der qualitativen Forschung: Sie ist die Kunstlehre der Auslegung von Sinngebilden, die nicht unmittelbar verständlich und eben deshalb interpretationsbedürftig sind. Von Hermes, dem Götterboten, der zwischen Göttern und den Menschen vermittelt, empfing die Hermeneutik ihren Namen. Die vom Griechischen „hermeneutiké“ (techné) abstammende Kategorie verweist auf das methodische Element verstehender Verfahren der In…

  • Institutionenforschung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

    Gerhard Strunk•CHAPTER•1999

    Die systematische Erforschung der Institutionen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, ihrer internen Strukturen, ihrer Beziehungen zu den jeweiligen (Rechts- und Unterhalts-)Trägern oder ihrer Einbindung in die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten der Region steht noch aus. Eine Durchsicht jener Publikationen, die sich mit der Vergewisserung über Themen, Schwerpunkte oder Desiderate der Weiterbildungsforschung befassen, las…

  • Biographische und lebenslauftheoretische Ansätze und Erwachsenenbildung

    Jochen Kaltschmid•CHAPTER•1999

    Unter einer ‚Biographie ‘versteht man im Alltag meist eine Darstellung des Lebens einer Person; vielleicht wird dabei aber auch an die Auflistung von Stationen eines Lebens im Zusammenhang — also an einen ‚Lebenslauf ‘— gedacht, die aus einem bestimmten Anlaß (z.B. für eine Bewerbung) erstellt wird. So steht es etwa auch in der Brockhaus Enzyklopädie: Biographie = „(griech. ‚Lebensbeschreibung‘) Darstellung der Lebensgeschichte eines Menschen sow…

  • Männerbildung

    Ekkehard Nuissl•CHAPTER•1999

    Frauenbildung ist ein Begriff des 19. Jahrhunderts, ein Kampfbegriff, mit dem Frauen dafür stritten, ihre gesellschaftlichen Interessen und politischen Rechte gleichberechtigt wahrnehmen zu können. Frauenbildung ist eingebunden in Frauenbewegung und Frauenforschung, sie wird getragen von Frauen, welche die Interessen, Wünsche und Ansprüche des Geschlechtes sichtbar machen und patriarchate Strukturen verändern wollen. Frauenbildung ist per definit…

  • Didaktik der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung als offenes Projekt

    Erhard Meueler•CHAPTER•1999

    Auf die Frage „Was ist Philosophie?“ meinte der französische Philosoph Gilles Deleuze, Philosophie sei „die Kunst, Begriffe (concepts) zu bilden, zu erfinden und zu erzeugen“. Es gebe keinen Himmel der Begriffe, sie müßten erfunden, erzeugt und in besserer Form geschaffen werden. Den Begriffen, die der Philosoph nicht selbst geschaffen habe, müsse er mißtrauen: „Obwohl datiert, signiert und getauft, haben die Begriffe eine eigene Weise, nicht zu …

  • Professionalisierung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

    Wiltrud Gieseke•CHAPTER•1999

    Unter Professionalisierung/Professionalität wird nicht nur in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung Vielfältiges verstanden. Der Begriff meint nicht mehr nur oder vorrangig Verberuflichung, sondern den differenzierten Umgang mit interdisziplinärem Wissen in einem bestimmten Praxisfeld. Gleichzeitig umfaßt der Begriff kompetente flexible Anwendung von Wissen im Feld, diagnostisch und flexibles vernetztes Handeln. Professionstheoretisch für die …

  • Geschichte der Erwachsenenbildung

    Hans Tietgens•CHAPTER•1999

    Wer immer eine Geschichte der Erwachsenenbildung darzustellen unternimmt, steht vor der Frage ihrer Abgrenzung. Indes wird die Vergangenheit je nach Sichtweise immer unterschiedlich gewichtet werden. Daß bewußt oder unbewußt Selektives dabei herauskommt, läßt sich nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, die gewählte Perspektive, von der das vermittelte Geschichtsbild bestimmt ist, deutlich zu benennen

  • Weiterbildung und Beratung

    Wilhelm Mader•CHAPTER•1999

    In Deutschland wurde Beratung im Zuge der Bildungsreform zu Anfang der 70er Jahre als dauerhaftes Postulat und Diskussionsthema in Bildungspolitik und Wissenschaft etabliert. Mit dem „Strukturplan für das Bildungswesen“ des Deutschen Bildungsrates (1970), dem „Bildungsgesamtplan“ der Bund-Länder-Kommission (1973) und den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur „Beratung in Schule und Hochschule“ (1973) wurden die bildungspolitischen und wiss…

  • Weiterbildungsmanagement

    Klaus Meisel•CHAPTER•1999

    Greift man auf die alltagssprachlichen Bedeutungen des Managementbegriffs mit „leiten“, „zustande bringen“, „geschickt bewerkstelligen“, „organisieren“ zurück, dann kann man auch das Bildungsmanagement als Selbstverständlichkeit ansehen. Irritationen löst der Begriff in der Erwachsenenbildung gleichwohl immer noch aus, da er im deutschen Kulturraum bisher vor allem im Bereich der Unternehmensführung gebräuchlich ist. Da Erwachsenenbildung in der …

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