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Le recul de l'accession sociale

Bibliographic Data

ID11976805
AuthorsThierry Lacroix (corresponding author)
Year1995
Volume288
Issue1
Pages11-41
Publication date1995-01-01
Open AccessYes
TypeARTICLE
VenueEconomie et Statistique / Economics and Statistics (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0336-1454 • E-ISSN: 1777-5574
PublisherPERSEE Program (PUBLISHER)
DOI10.3406/estat.1995.6002
OpenAlexW2089241340
LanguageFR
Citations received4
References cited3

Der Rùckgang des sozialen Aufstiegs Der Erwerb eines Eigenheims stagniert in Frankreich, was seit einem halben Jahrhundert nicht mehr der Fall gewesen ist. Zahlreiche Faktoren haben auf dem Markt der Erstwohnungen zwischen 1988 und 1992 Verânderungen bewirkt: Rùckgang der Transaktionen, grôBerer Stellenwert von Altbauwohnungen, Hôhenflug der Preise auf den am meisten angespannten Màrkten, bescheidenere Erhôhungen auf den anderen Mârkten. Die Zunahme der Kaufkraft der Haushalte reichte nicht aus, damit aile Personen, die ein Eigenheim zu erwerben wùnschten, ihr Vorhaben verwirklichen konnten. Zum Anstieg der Wohnungspreise kamen noch ungùnstigere Finanzierungsbedingungen als in der Vergangenheit hinzu. Der Wille der ôffentlichen Hand, die Hilfen aus den ôffentlichen Haushalten unter Kontrolle zu bringen und bei der Wohnungsfinanzierung die Marktmechanismen zu stàrken, sowie die zunehmende Vorsicht der Kreditgeber, die durch die Konkurse in den vorausgegangenen Jahren miBtrauisch geworden sind, fùhrten dazu, daf3 die Kredite fur den Erwerb eines Eigenheims, die zinsgûnstigen Darlehen und die persônlichen Hilfen immer seltener wurden und die Tilgungen eine geringere Progression aufwiesen. Vor dem Hintergrund sehr hoher Effektivzinsen haben viele Haushalte, insbesondere unter den am wenigsten zahlungsfâhigen, eher auf den Erwerb eines Eigenheims verzichtet als bei ihrem Vorhaben Abstriche zu machen. Die Selektion erfolgte auf Kosten derjenigen, deren Finanzierungsmôglichkeiten am geringsten waren, und zwar entweder aufgrund ihrer bescheidenen Einkùnfte, einer unzureichenden Unterstùtzung durch die Familie oder vor allem eines Vermôgens, das fur die Bildung eines ausreichenden Eigenkapitals zu begrenzt war. Die Arbeiter, die kinderreichen Familien, die jungen Haushalte und die Mieter von Sozialwohnungen waren von diesem Rùckgang des sozialen Aufstiegs am meisten betroffen. In den letzten Jahren sind weniger Haushalte Eigentùmer geworden; es gab auch weniger, die in naher Zukunft ein solches Vorhaben in Betracht zogen. Zurùckzufùhren ist dies weniger auf ein nachlassendes Interesse am Besitz eines Eigenheims, das durch soziologische Erwàgungen oder durch eine Analyse der Rentabilitàt der Immobilien- investition begrùndet ware, sondern vielmehr auf den depressiven Effekt der wirtschaftlichen und finanziellen Faktoren sowie auf die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit, da deren Realitât oder die Angst davor fur die Einkommen und die kùnftige Zahlungsfàhigkeit eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Das Wunsch, "Herr seiner eigenen vier Wànden zu werden" und durch den Erwerb eines Eigenheims, insbesondere eines Einfamilienhauses, eine soziale Aufwertung zu erfahren, ist jedoch nach wie vor sehr stark. Làngerfristig werden die Entwicklung der Familienstrukturen, die Ùberalterung der Bevôlkerung und die grôBere berufliche Mobilitàt allerdings eher dazu beitragen, daf3 verstârkt Wohnungen, insbesondere stâdtische Wohnungen, gemietet werden, die in unmittelbarer Nàhe zu den verschiedenen beruflichen und sozialen Einrichtungen liegen

Gynecology · Political science · Housing, Finance, and Neoliberalism · Medicine

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Citation span1999 - 2005 (7)
Highly citedNo

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