Le réseau d'aide aux sans-domicile
Un univers segmenté
Bibliographic Data
| ID | 11977914 |
|---|---|
| Authors | Cécile Brousse (corresponding author) |
| Year | 2006 |
| Volume | 391 |
| Issue | 1 |
| Pages | 15-34 |
| Publication date | 2006-01-01 |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Economie et Statistique / Economics and Statistics (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0336-1454 • E-ISSN: 1777-5574 |
| Publisher | PERSEE Program (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3406/estat.2006.7152 |
| OpenAlex | W2050165184 |
| Language | FR |
| Citations received | 11 |
| References cited | 3 |
Die Heime oder Suppenküchen, die vorwiegend in den Großstädten anzutreffen sind, nehmen im Winter täglich fast 55 000 Menschen auf. Jeder zehnte übernachtet auf der Straße oder in Notunterkünften, während die große Mehrheit von den Gebietskörperschaften oder karitativen Verbänden beherbergt wird. Diese Gruppe ist besonders heterogen: Bei der Hälfte handelt es sich um alleinstehende Männer, die über nur sehr geringe Einkünfte verfügen, arbeitslos oder nicht erwerbstätig sind, nachdem sie ihre Berufslaufbahn in wenig qualifi zierten Berufen begonnen hatten; anzutreffen sind aber auch jüngere und qualifi ziertere Menschen, die oftmals ein Arbeitseinkommen beziehen, junge Mütter, die Familienbeihilfe erhalten, im Ausland geborene Menschen, die mit einem Partner und Kindern zusammenleben, sowie schließlich kleine Gruppen alleinstehender Männer kurz vor dem Rentenalter. Um diese Personen in ihrer ganzen Vielfalt aufnehmen zu können, ist die Unterbringung ebenfalls sehr segmentiert, je nach dem, ob diese in Einzeloder Gemeinschaftsunterkünften, dauerhaft oder vorübergehend beherbergt werden. So wird zwischen Gemeinschaftsunterbringung während der Nacht, Unterbringung in tagsüber zugänglichen Zentren, Unterbringung in Hotels oder in eigenständigen Wohnungen oder auch in Arbeitsgemeinschaften unterschieden. Die Einrichtungen, die die besten Unterkunftsmöglichkeiten bieten, wählen ihrer Bewohner entsprechend deren Finanzlage und Familiensituation aus. Mithin haben diejenigen, die alleine leben und sehr geringe Einkünfte haben, im Gegensatz zu den Personen, die als Paar und/ oder mit Kindern leben und die Unterbringungskosten zu zahlen imstande sind, nur wenige Chancen, eine dauerhafte und personalisierte Bleibe zu fi nden. Diese Hierarchisierung des Hilfsnetzes führt dazu, dass sich den Obdachlosen hauptsächlich zwei Möglichkeiten bieten, eine Wohnung zu fi nden: einerseits sozialer Wohnungsbau und anderseits Wohnung mit niedrigem Mietpreis im Privatsektor. Die Hilfsnetze für Obdachlose: ein segmentiertes Universum
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| Citations per year | 0.55 |
|---|---|
| Citation span | 2006 - 2025 (20) |
| Highly cited | No |