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Die Welt als Wille und System / The World as Will and System

Oder: Eine Schopenhauerische Kritik der Systemtheorie Luhmanns / A Schopenhauerian Critique of Luhmann’s Systems Theory

Bibliographic Data

ID11981090
AuthorsOle Bjerg (0000-0003-3310-6680, Sociologisk Institut, Københavns Universitet, Øster Farimagsgade 5, DK-1014 København K, Denmark, corresponding author)
Year2005
Volume34
Issue3
Pages223-235
Publication date2005-06-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueZeitschrift für Soziologie (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325
PublisherDe Gruyter (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/zfsoz-2005-0304
OpenAlexW2397372341
LanguageEN
Citations received4
References cited5

Dieser Aufsatz wirft die oft gestellte kritische Frage nach der Stellung des Menschen in Luhmanns Systemtheorie auf. Indem die Frage im Rahmen von Schopenhauers Philosophie und insbesondere seines Begriffs des Willens formuliert wird, umgeht sie die geläufige Antwort der Systemtheorie, dass der Mensch nur ein Umweltkorrelat der Beobachtungen der Systeme sei. Stattdessen wird argumentiert, dass die Systemtheorie in der Form ihrer Erklärungsweise, die auf die Frage fokussiert ist, wie Beobachtungen aneinander anknüpfen, eine Ähnlichkeit zu dem von Leibniz aufgestellten „Satz vom Grund“ aufweist. Anhand von Schopenhauers Kritik des Satzes vom Grund wird gezeigt, wie unzulänglich und problematisch die systemtheoretische Erklärung gesellschaftlicher Phänomene ist. Diese Unzulänglichkeit besteht u. a. darin, dass die Theorie Probleme hat, Situationen „institutioneller Abdifferenzierung“, in denen eine Vielfalt verschiedener Systeme simultan im Spiel sind, adäquat zu analysieren. Es wird vorgeschlagen, den Begriff des Willens in die Systemtheorie einzuschließen. Damit verschiebt sich der Fokus der systemtheoretischen Analyse von der Einheit der Systeme auf die gegenseitigen Bruchflächen zwischen den Systemen und auf den Moment, in dem „gewählt“ werden muss, welche Beobachtungsform in „Tun“ umgesetzt werden soll. Eine solche „Wahl“ beruht notwendig auf dem Charakter des Willens

Humanities · Corporate Social Responsibility and Sustainability · Ecology, Conservation, and Geographical Studies · Philosophy · Psychoanalysis and Social Critique

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Unique citing works4
Citations per year0,2
Citation span2006 - 2022 (17)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 4

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